Die Einteilung in Damen- und Herrendüfte ist vor allem eine Konvention. Viele Rohstoffe kennen diese Grenze nicht: Zitrusfrüchte, Hölzer und Harze wirken auf jeder Haut anders, aber nirgends typisch weiblich oder typisch männlich. Genau hier setzen Unisexdüfte an.
Unisexparfums arbeiten meist mit Noten, die keine eindeutige Zuordnung tragen:
- Zitrus – Bergamotte, Zitrone oder Grapefruit öffnen klar und frisch.
- Holz – Zedernholz und Sandelholz geben Struktur, ohne schwer zu werden.
- Moschus – weich und hautnah, oft das verbindende Element im Fond.
- Gewürze – Pfeffer oder Kardamom sorgen für Spannung.
- Weihrauch und Harze – geben Tiefe und eine ruhige, fast meditative Note.
In der Nischenparfümerie ist der Verzicht auf eine Geschlechterzuordnung seit Langem selbstverständlich. Dort steht die Komposition im Vordergrund, nicht die Zielgruppe. Diese Haltung hat sich inzwischen auch bei größeren Häusern durchgesetzt, weshalb das Angebot an Unisexdüften stetig wächst.
Tipp: Unisexdüfte lohnt es sich zu zweit zu testen. Derselbe Duft entwickelt sich auf zwei verschiedenen Hauttypen oft überraschend unterschiedlich – und beide Varianten können überzeugen.