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Wie viel Produkt sollte ich von meiner Feuchtigkeitscreme pro Anwendung benutzen?

Wie viel Feuchtigkeitscreme ist wirklich nötig? So dosieren Sie sinnvoll

Viele Menschen cremen „nach Gefühl“ – und wundern sich dann über glänzende Haut, verstopfte Poren oder das Gefühl, dass die Pflege kaum etwas bringt. Die Menge, die Sie verwenden, ist dabei entscheidender, als man spontan vermuten würde. Im Folgenden lesen Sie, wie viel Produkt pro Anwendung in der Praxis meist ausreicht, wovon die ideale Menge abhängt und woran Sie merken, dass Sie zu viel oder zu wenig benutzen.


Warum die richtige Menge Feuchtigkeitscreme entscheidend ist

Feuchtigkeitscreme soll die Hautbarriere unterstützen, Wasser in der Haut halten und die Oberfläche geschmeidig machen. Dafür braucht es erstaunlich wenig – jedenfalls weniger, als viele routinemäßig auftragen.

Zu wenig Creme: Die Haut kann sich trocken, rau oder gespannt anfühlen, Make-up setzt sich schneller ab, feine Linien wirken ausgeprägter.
Zu viel Creme: Die Haut wirkt „überpflegt“ – sie glänzt, fühlt sich schwer oder wachsig an und neigt eher zu Unterlagerungen und Unreinheiten.

Hilfreich ist, sich an groben Mengenangaben zu orientieren und diese dann an den eigenen Hauttyp, die Jahreszeit und die Textur der Creme anzupassen.


Orientierungswerte: So viel Feuchtigkeitscreme braucht Ihre Haut im Alltag

Für das Gesicht (ohne Hals) hat sich als Faustregel bewährt:

  • Normale bis trockene Haut: etwa erbsengroße bis haselnussgroße Menge
  • Misch- oder fettige Haut: eher eine erbsengroße Menge
  • Sehr trockene Haut: ungefähr haselnussgroße Menge, je nach Reichhaltigkeit der Creme

Für Gesicht und Hals zusammen darf es etwas mehr sein:

  • etwa 1–1,5 erbsengroße Mengen, je nach Konsistenz und Hautgefühl

Zur besseren Einordnung:

  • Leichte Fluids / Gelcremes: lassen sich leicht verteilen, hier genügt oft eine kleinere Menge
  • Reichhaltige, dicke Cremes: lieber sparsam beginnen und gezielt nachtragen
  • Morgens unter Sonnenschutz: dünn auftragen, damit der SPF anschließend nicht abrollt

Wichtiger als eine „perfekte“ Normmenge ist der Zustand Ihrer Haut nach dem Eincremen. Idealerweise:

  • spannt sie nicht
  • glänzt sie nicht stark fettig
  • liegt keine deutlich spürbare, klebrige Schicht auf der Haut

Häufige Dosierfehler – und was dahintersteckt

Zu viel Produkt auf einmal

Der Gedanke „viel hilft viel“ hält sich hartnäckig. Eine zu dicke Schicht kann jedoch:

  • Poren optisch stärker hervorheben
  • bei sehr reichhaltigen Texturen Unreinheiten begünstigen
  • ein schweres, „zugeschmiertes“ Gefühl hinterlassen

Zu wenig Produkt aus Angst vor Glanz

Vor allem bei fettiger oder Mischhaut wird Feuchtigkeitscreme oft extrem sparsam oder gar nicht verwendet. Die Folgen können sein:

  • die Haut reagiert mit vermehrter Talgproduktion, um Trockenheit auszugleichen
  • Trockenheitsfältchen und raue Stellen treten sichtbarer hervor

Alle Zonen gleich behandeln

Stirn, Nase, Kinn und Wangen haben häufig unterschiedliche Bedürfnisse. Wer überall die gleiche Menge und Textur verwendet, riskiert, einzelne Bereiche zu überpflegen und andere zu vernachlässigen.


Kleine Anpassungen mit großer Wirkung: So finden Sie Ihre ideale Menge

Praktisch ist die „Step-by-Step“-Methode:

  1. Mit wenig starten: etwa eine erbsengroße Menge fürs Gesicht.
  2. In den Händen verteilen: leicht anwärmen und dann dünn auftragen.
  3. Hautgefühl abwarten: nach 1–2 Minuten prüfen – fühlt sich die Haut noch trocken oder gespannt an?
  4. Gezielt nachlegen: nur dort, wo Bedarf ist (oft Wangen, Augenbereich, Hals).

Ein paar typische Szenarien:

  • Glänzende T-Zone, trockene Wangen: T-Zone nur leicht eincremen, auf den Wangen großzügiger werden.
  • Im Winter: durch Heizungsluft kann die Haut mehr brauchen – entweder etwas mehr Produkt oder zwei dünne Schichten übereinander.
  • Im Sommer: häufig reicht eine geringere Menge, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und leichten Texturen.

Kurz zusammengefasst

Für das Gesicht genügen im Alltag meist erbsengroße bis haselnussgroße Mengen Feuchtigkeitscreme pro Anwendung. Die passende Dosis hängt von Ihrem Hauttyp, der Jahreszeit und der Beschaffenheit des Produkts ab. Ihre Haut sollte sich danach weich und entspannt anfühlen – ohne zu spannen, aber auch ohne schwer, wachsig oder stark ölig zu wirken. Beginnen Sie lieber mit etwas weniger und tasten Sie sich an die Menge heran, bei der Ihre Haut sich stabil und angenehm anfühlt.


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