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Wie oft sollte man eine Handcreme am Tag anwenden?

Wie oft ist sinnvoll? So häufig sollten Sie Handcreme wirklich benutzen

Trockene, gespannte Hände sind für viele ein Dauerbegleiter – vor allem, wenn Sie oft waschen, viel tippen oder in der kalten Jahreszeit ständig zwischen Kälte draußen und trockener Heizungsluft drinnen pendeln. Handcreme fühlt sich dann schnell wie ein kleines Ritual an. Bleibt die Frage: Wie oft ist tatsächlich sinnvoll, und ab wann übertreiben Sie es? Hier lesen Sie, wie Sie Ihre Hände ihrem tatsächlichen Bedarf entsprechend pflegen, welche Rolle Ihr Alltag spielt und woran Sie erkennen, dass Ihre Haut genug hat.


Was Ihre Hände wirklich brauchen – und wovon das abhängt

Eine pauschale Empfehlung – etwa „genau drei Mal am Tag“ – funktioniert bei Hautpflege selten. Wie oft Sie Handcreme benutzen sollten, hängt im Wesentlichen von drei Punkten ab:

  • Hauttyp: Trockene oder reife Haut braucht in der Regel häufiger Pflege als eine eher robuste, leicht fettige Haut.
  • Alltag und Beruf: Wer ständig Hände wäscht, desinfiziert oder mit Reinigungsmitteln arbeitet, verliert mehr Fett und Feuchtigkeit über die Haut.
  • Umweltfaktoren: Kälte, Wind, Sonne und trockene Heizungsluft greifen die natürliche Schutzbarriere der Haut an.

Als grobe Orientierung passt für viele:
2–3 Mal täglich Handcreme ist ein realistischer, sinnvoller Rahmen. In Phasen mit stark belasteten Händen – etwa im Winter oder bei sehr häufigem Händewaschen – kann mehr Pflege notwendig sein.

Entscheidender als eine feste Zahl ist: Cremen Sie nach Bedarf, sobald sich Ihre Hände trocken, rau oder gespannt anfühlen.


So integrieren Sie Handcreme unkompliziert in Ihren Alltag

Pflege wird leichter, wenn sie automatisch mit bestimmten Situationen verknüpft ist. Praktisch sind zum Beispiel diese Zeitpunkte:

  1. Nach dem Händewaschen:
    Wasser und Seife lösen Fette aus der Haut. Trocknen Sie Ihre Hände sorgfältig ab und cremen Sie sie anschließend dünn ein – vor allem die Fingerzwischenräume.

  2. Vor dem Schlafengehen:
    Nachts stört nichts, die Creme kann in Ruhe einziehen. Eine etwas reichhaltigere Schicht vor dem Zubettgehen unterstützt die Regeneration der Haut.

  3. Unterwegs nach Bedarf:
    Sobald Sie ein Spannungsgefühl bemerken, kurz cremen. Eine kleine Tube in Handtasche, Auto oder Schreibtisch erleichtert das Dranbleiben.

  4. Bei Kälte oder Wind:
    Vor dem Hinausgehen dünn auftragen, um die Hautbarriere zu stärken und Austrocknung durch Witterung vorzubeugen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Das Problem ist selten „zu oft cremen“, sondern meistens die Art der Anwendung:

  • Zu viel Produkt auf einmal:
    Meist genügt ein erbsengroßer Klecks pro Hand. Zu großzügige Mengen ziehen schlechter ein und hinterlassen einen unangenehm schmierigen Film.

  • Nur die Handflächen pflegen:
    Am trockensten sind in der Regel die Handrücken. Legen Sie beim Eincremen bewusst den Fokus auf Handrücken und Fingerzwischenräume.

  • Direkt nach dem Desinfizieren zu dick eincremen:
    Alkohol kann die Haut reizen. Lassen Sie das Desinfektionsmittel kurz vollständig einwirken und trocknen, danach mit einer eher leichten Textur cremen.

  • Cremen statt schützen:
    Wo Wasser, Reinigungsmittel oder raue Materialien im Spiel sind, gehören Handschuhe dazu. Handcreme ist Ergänzung, kein Ersatz für mechanischen Schutz.


Alltagstaugliche Tipps für rundum gepflegte Hände

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten holen Sie mehr aus Ihrer Handpflege:

  • Lauwarm statt heiß waschen:
    Heißes Wasser entfettet die Haut stärker, lauwarmes ist deutlich schonender.

  • Sanft abtrocknen:
    Nicht rubbeln, sondern abtupfen – so bleibt die Hautoberfläche weniger strapaziert.

  • Regelmäßig, aber dünn cremen:
    Mehrere kleine Pflegemomente über den Tag verteilt sind meist wirksamer als eine einzige, dicke Schicht.

  • Nägel und Nagelhaut mitversorgen:
    Sanft einmassiert, pflegt die Handcreme auch Nagelhaut und Nagelwall und beugt Einrissen vor.

  • An die Jahreszeit anpassen:
    Im Sommer kommen viele mit einer leichteren Pflege und seltenerem Cremen aus, im Winter braucht die Haut oft reichhaltigere Produkte und mehr Wiederholungen.


Kurz zusammengefasst

Für die meisten Menschen passt es gut, ungefähr 2–3 Mal täglich Handcreme zu verwenden – ergänzt um zusätzliche Anwendungen, wenn die Haut trocken wirkt oder spannt. Wer die Hände sehr häufig wäscht oder in einem stark belastenden Umfeld arbeitet, braucht meist mehr. Orientieren Sie sich an den Signalen Ihrer Haut: Fühlt sie sich rau an, juckt, spannt oder brennt sie nach dem Waschen leicht, ist es Zeit für die nächste Portion Pflege.


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