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Wie kann ich Highlighter für ein dezentes Tages-Make-up anwenden?

Zarter Glow statt Glitzer: So gelingt Highlighter im Tages-Make-up

Ein Highlighter kann dem Gesicht Frische, Wachheit und ein Stück Jugendlichkeit verleihen – vorausgesetzt, er wird mit leichter Hand eingesetzt. Im Alltag wünschen sich die meisten keinen offensichtlichen Schimmer, sondern einen weichen, unaufgeregten Glow. Die gute Nachricht: Dafür braucht es weder viel Produkt noch komplizierte Techniken. Mit ein paar gezielten Pinselstrichen lässt sich schon viel erreichen.

In diesem Artikel geht es darum, wo Highlighter im Tages-Make-up wirklich sinnvoll ist, welche Texturen sich eignen und wie Sie ein harmonisches, natürliches Ergebnis hinbekommen.


Was Highlighter im Tageslicht wirklich leisten kann

Highlighter reflektiert Licht und hebt bestimmte Partien im Gesicht optisch hervor. So kann er müde Haut lebendiger erscheinen lassen und Konturen wie Wangenknochen oder die Augenpartie sanft betonen – ohne dass man auf den ersten Blick „geschminkt“ wirkt.

Für ein dezentes Ergebnis im Tageslicht sind drei Punkte zentral:

  • Feine Textur: Je kleiner und gleichmäßiger die Schimmerpartikel, desto natürlicher wirkt der Glow. Grober Glitzer sieht im Tageslicht schnell unruhig aus.
  • Passender Farbton: Der Ton sollte in der Nähe Ihres Hauttons liegen – Champagner, Beige oder Rosé wirken meistens stimmiger als sehr helle, frostige oder stark goldene Nuancen.
  • Gezielter Auftrag: Lieber wenige, bewusst gewählte Stellen betonen als große Flächen glänzen lassen. Das wirkt eleganter und moderner.

Highlighter ersetzt keine Pflege, kann aber den Effekt gepflegter Haut optisch unterstreichen – so, als hätte man gut geschlafen und ausreichend Wasser getrunken.


Schritt für Schritt: Highlighter dezent im Alltag einsetzen

Für ein alltagstaugliches Make-up reicht eine schlanke Routine völlig aus:

  1. Grundlage vorbereiten
    Tragen Sie Ihre gewohnte Pflege und den Sonnenschutz auf, danach bei Bedarf Foundation oder eine leichte getönte Creme. Wenn Ihre Haut zu Glanz neigt, können Sie die T-Zone leicht abpudern, bevor der Highlighter ins Spiel kommt.

  2. Die richtigen Stellen wählen
    Für ein natürliches Ergebnis konzentrieren Sie sich auf wenige, aber wirkungsvolle Bereiche:

    • oberer Teil der Wangenknochen
    • innerer Augenwinkel
    • unterhalb des höchsten Punkts der Augenbraue (nicht über die gesamte Braue ziehen)
    • nach Wunsch sehr sparsam am Lippenherz
  3. Weniger Produkt, mehr Verblenden
    Nehmen Sie nur eine kleine Menge mit Pinsel, Schwämmchen oder Finger auf, drücken oder tupfen Sie das Produkt sanft in die Haut und verblenden Sie die Ränder sorgfältig. Der Übergang zur eigenen Haut sollte nicht sichtbar sein, sondern eher wie ein weiches Aufhellen wirken.

  4. Im Tageslicht kontrollieren
    Wenn möglich, prüfen Sie das Ergebnis am Fenster oder draußen. Kunstlicht schluckt oft Glanz – was im Bad noch dezent wirkte, kann draußen schnell zu präsent sein. Bei Bedarf überschüssiges Produkt einfach mit einem sauberen Pinsel oder einem weichen Tuch etwas abnehmen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Produkt auf einmal
    Highlighter lässt sich besser schichtweise aufbauen, als im Nachhinein zu korrigieren. Beginnen Sie mit sehr wenig und legen Sie nur nach, wenn der Effekt zu subtil ist.

  • Ungünstige Platzierung
    Auf Bereichen, die ohnehin glänzen – etwa Stirnmitte, Nasenrücken oder die gesamte T-Zone – wirkt zusätzlicher Schimmer schnell fettig statt frisch. Diese Zonen lieber matt halten.

  • Zu grober Schimmer
    Stark glitzernde Produkte betonen im Tageslicht Poren, Unebenheiten und trockene Stellen. Für den Alltag funktionieren fein schimmernde, gleichmäßige Texturen deutlich besser.

  • Auftragen auf noch sehr glänzende Creme
    Wenn die Pflege noch feucht auf der Haut liegt, kann Highlighter fleckig werden oder verrutschen. Geben Sie der Pflege ein paar Minuten, um einzuziehen, bevor Sie mit dem Teint weitermachen.


Dezenter Glow: Praktische Tipps für unterschiedliche Hauttypen

  • Normale bis trockene Haut
    Flüssige oder cremige Highlighter lassen sich gut in die Haut einarbeiten und wirken meist besonders natürlich. Das Produkt mit den Fingern sanft einklopfen statt stark zu reiben, damit die Grundlage darunter nicht verschoben wird.

  • Misch- oder fettige Haut
    Konzentrieren Sie sich auf Partien, die nicht von sich aus glänzen, etwa oberhalb der Wangenknochen. Die Mitte der Stirn und den Bereich um die Nase besser aussparen. Puderhighlighter halten auf diesen Hauttypen häufig länger und bleiben besser an Ort und Stelle.

  • Reifere Haut
    Sehr grober oder metallischer Schimmer legt sich gern in feine Linien und betont sie. Besser sind Highlighter mit feinem, weichem Glow ohne sichtbare Glitzerpartikel. Dezente Akzente auf Wangenknochen und im inneren Augenwinkel lassen das Gesicht wacher wirken, ohne Fältchen zu unterstreichen.

  • Make-up-Updates unterwegs
    Statt im Laufe des Tages immer neue Schichten Make-up aufzutragen, reicht oft ein minimaler Frischekick: ein Hauch Highlighter im inneren Augenwinkel oder leicht auf den Wangenknochen. Überschüssigen Glanz lieber vorher mit einem Tuch oder Blotting Paper abnehmen.


Kurz zusammengefasst

Im Tages-Make-up ist Highlighter eher Feinarbeit als Hauptdarsteller. Mit einer zum Hautton passenden, fein schimmernden Textur, wenigen gezielten Akzenten und sorgfältigem Verblenden entsteht ein frischer, natürlicher Glow statt auffälligem Glanz. Entscheidend sind: kleine Mengen, klug gewählte Stellen – und der Blick ins echte Tageslicht.


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