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Wie trage ich Highlighter mit Fingern, Pinsel oder Schwämmchen richtig auf?

Strahlender Teint: So tragen Sie Highlighter mit Fingern, Pinsel oder Schwämmchen richtig auf

Ein gut platzierter Highlighter lässt das Gesicht wacher, frischer und harmonischer wirken – ohne dass sofort ersichtlich ist, woran es liegt. Ob Finger, Pinsel oder Schwämmchen: Das Werkzeug entscheidet, ob der Glow weich und edel wirkt oder unruhig und fleckig. Im Folgenden erfahren Sie, welches Tool sich wofür eignet, wo Highlighter wirklich Sinn ergibt und welche Fehler das Ergebnis ruinieren können.


Glow mit System: Was Highlighter im Gesicht tatsächlich bewirken

Highlighter betont jene Partien, auf die natürliches Licht als erstes trifft.

Dazu gehören vor allem:

  • oberer Wangenknochen
  • Nasenrücken (wirklich nur sehr sparsam)
  • Brauenbogen
  • innerer Augenwinkel
  • Amorbogen über der Oberlippe

Durch den helleren, reflektierenden Effekt treten diese Bereiche optisch hervor. Konturen wirken klarer, der Teint gewinnt an Frische und Dimension.

Entscheidend ist, dass Highlighter nicht großzügig über die ganze Gesichtsmitte verteilt wird, sondern nur gezielt Akzente setzt. So bleibt der Look klar und tragbar – vom Büro-Make-up bis zum Abendlook.


Schritt für Schritt: Highlighter mit Fingern, Pinsel oder Schwämmchen

Mit den Fingern: Ideal für Creme- und Flüssig-Highlighter

  1. Eine kleine Menge auf den Handrücken geben.
  2. Mit Ring- oder Mittelfinger aufnehmen.
  3. Das Produkt kurz auf dem Handrücken anwärmen, dann auf Wangenknochen, Brauenbogen oder Amorbogen tupfen.
  4. Mit klopfenden Bewegungen einarbeiten, nicht verreiben.

Vorteil: Durch die Körperwärme verschmilzt die Textur besser mit der Haut – ideal für einen unauffälligen, „hautähnlichen“ Glow.

Mit dem Pinsel: Präzise Akzente und feiner Schimmer

  1. Einen kleinen, eher feinen oder fächerförmigen Pinsel verwenden.
  2. Puder-Highlighter aufnehmen und Überschuss am Handrücken oder am Dosenrand abklopfen.
  3. In kurzen, sanften Bewegungen über den höchsten Punkt des Wangenknochens streichen.
  4. Mit den Resten im Pinsel Brauenbogen oder Schläfen leicht mitbetonen.

Vorteil: Sehr kontrollierbar und präzise, besonders geeignet für pudrige Formulierungen oder subtilen Schimmer.

Mit dem Schwämmchen: Weich geairbrushter Glow

  1. Schwämmchen leicht anfeuchten und gut ausdrücken, damit es nur noch feucht, nicht nass ist.
  2. Flüssig- oder Creme-Highlighter punktuell auftragen (z. B. mit dem Finger oder direkt aus der Verpackung).
  3. Mit der Spitze oder schmalen Seite des Schwämmchens einklopfen.
  4. Ränder weich nach außen ausblenden.

Vorteil: Die Übergänge werden extrem weich, ideal bei deckender Foundation oder wenn das Make-up auf Fotos besonders ebenmäßig wirken soll.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu viel Produkt auf einmal
Zu großzügig dosiert, kippt der Effekt schnell von „Glow“ zu „speckig“. Besser in dünnen Schichten arbeiten und den Schimmer nach und nach aufbauen.

Highlighter an ungünstigen Stellen
Auf stark strukturierten Bereichen – etwa bei deutlichen Unebenheiten – kann Highlighter diese optisch hervorheben. Solche Zonen lieber aussparen oder nur minimal betonen.

Harter, sichtbarer Übergang
Ein klar erkennbarer „Highlighter-Streifen“ wirkt künstlich. Übergänge daher sorgfältig verblenden, vor allem zwischen Highlighter, Rouge und Bronzer.

Unpassende Textur zur Basis
Auf stark abgepuderter Haut kann ein sehr cremiger Highlighter fleckig werden. Grundregel: ähnliche Texturen kombinieren (Creme auf Creme, Puder auf Puder).


Erprobte Tipps für einen Glow, der den ganzen Tag überzeugt

  • Licht checken: Wenn möglich bei Tageslicht schminken oder das Ergebnis zumindest kurz am Fenster kontrollieren.
  • Reihenfolge beachten: Erst Teintprodukte wie Foundation und Concealer, dann Highlighter. Anschließend bei Bedarf transparentes Puder zum Fixieren – bei Puder-Highlighter das Puder danach weglassen, damit der Effekt nicht abgemildert wird.
  • Punktuell statt flächig: Highlighter nur dort platzieren, wo Sie bewusst betonen möchten. So bleibt das Ergebnis frisch statt flächig glänzend.
  • Intensität an den Anlass anpassen: Für den Alltag reicht meist ein feiner Schimmer auf den Wangenknochen. Abends können zusätzliche Highlights an innerem Augenwinkel und Amorbogen dazukommen.
  • Werkzeuge sauber halten: Finger, Pinsel und Schwämmchen regelmäßig reinigen. Das sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis und beugt Unreinheiten vor.

Kurz zusammengefasst

Highlighter bringt Struktur, Frische und Leuchtkraft ins Gesicht – vorausgesetzt, er wird bewusst eingesetzt.
Fingertipps liefern den natürlichsten Glow, Pinsel sorgen für Präzision, Schwämmchen für nahezu nahtlose Übergänge. Mit sparsamer Dosierung, gezielter Platzierung und gut verblendeten Rändern wirkt der Teint leuchtend, aber nie überladen.


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