Strahlender Teint mit System: An welcher Stelle kommt der Highlighter ins Spiel?
Highlighter gehört für viele einfach zu einem frischen, strahlenden Make-up – aber wann kommt er tatsächlich dran? Vor dem Puder, nach dem Bronzer, vor dem Rouge oder ganz zum Schluss? Die Reihenfolge entscheidet, ob der Glow natürlich und weich wirkt – oder fleckig, zu stark und unruhig. In diesem Artikel geht es darum, an welcher Stelle Highlighter sinnvoll ist, wie Sie unterschiedliche Texturen einsetzen und worauf Sie im Alltag achten sollten.
Vom Teint zum Glow: So baut sich die Grundreihenfolge auf
Bevor Highlighter überhaupt eine Chance hat, schön zu wirken, braucht der Teint eine saubere Basis. Die Struktur folgt dabei einem einfachen Prinzip: zuerst alles, was flüssig oder cremig ist, dann alles Pudrige.
Eine gängige Reihenfolge für den Teint sieht so aus:
Hautpflege
Reinigung, Feuchtigkeit, Sonnenschutz – je besser die Haut vorbereitet ist, desto gleichmäßiger legt sich das Make-up an und desto weniger rutscht es in Poren oder Fältchen.
Primer (falls gewünscht)
Er kann etwa Poren optisch verfeinern oder den Halt verbessern. Highlighter kommt erst später, nicht zusammen mit dem Primer.
Foundation oder getönte Pflege
Sie schafft ein einheitliches Hautbild. Highlighter gehört darüber, sonst verschwindet der Effekt zum Teil unter der Grundierung.
Flüssiger oder cremiger Concealer
Unter den Augen und punktuell auf Rötungen oder Unreinheiten. Auch hier: Highlighter kommt nach der Grundierung, nicht davor.
Creme-Produkte (Bronzer, Blush, Highlighter in Creme- oder Flüssigform)
Alle cremigen Texturen sollten auf der noch nicht abgepuderten Haut verblendet werden. Das verhindert Ränder und „Make-up-Schichten“, die aufeinander liegen.
Puder zum Fixieren
Transparent oder mit leichter Deckkraft – er fixiert das bisherige Make-up. Danach ist der Moment für die pudrigen Produkte.
Puder-Produkte (Bronzer, Rouge, Highlighter in Puderform)
Bronzer und Rouge bringen Struktur und Farbe, der Highlighter setzt ganz zum Schluss die Lichtakzente.
Merken lässt sich das so: Highlighter kommt in der Regel am Ende des Teints – aber innerhalb seiner Texturfamilie. Creme-Highlighter schließt die cremige Phase ab, Puder-Highlighter die pudrige.
Highlighter richtig einbauen: So gehen Sie Schritt für Schritt vor
Je nachdem, ob Sie nur einen sanften Alltagsglow oder ein deutlich sichtbares Highlighting für den Abend möchten, verändert sich der Einsatz leicht.
Für einen dezenten Alltagsglow:
- Nach Foundation und Concealer einen flüssigen oder cremigen Highlighter sparsam auf die höchsten Punkte des Gesichts geben.
- Anschließend leicht abpudern – entweder das ganze Gesicht oder die Highlight-Zonen aussparen, wenn der Glanz stärker sichtbar bleiben soll.
- Rouge und Bronzer (Creme oder Puder, passend zur Basis) danach weich einarbeiten.
Für ein intensiveres, geschichtetes Ergebnis („Layering“):
- Zunächst einen zarten Creme-Highlighter nach Foundation und Concealer auftragen.
- Den Teint mit Puder fixieren.
- Zum Schluss einen pudrigen Highlighter gezielt darüber geben, um den Glow zu verstärken und klarer zu definieren.
Typische Stellen für Highlighter sind: obere Wangenknochen, sehr sparsam der Nasenrücken, der Amorbogen über der Oberlippe, der innere Augenwinkel und der höchste Punkt unter dem Brauenbogen.
Wenn der Glow kippt: Häufige Fehler mit Highlighter
Selbst hochwertige Produkte sehen schnell unruhig aus, wenn die Reihenfolge nicht passt oder zu großzügig gearbeitet wird.
Typische Stolperfallen:
Highlighter vor Foundation:
Der Effekt wird von der Foundation größtenteils überdeckt und kann ungleichmäßig durchscheinen.
Puder-Highlighter auf sehr cremiger, ungepuderter Basis:
Das Produkt „haftet“ dann punktuell, lässt sich schlecht verblenden und wirkt schnell fleckig.
Zu großflächiger Auftrag:
Wenn fast die ganze Wange glänzt, kippt der Look von „Glow“ zu „speckig“.
Starker Schimmer auf unruhiger Haut:
Große Poren, Unebenheiten oder trockene Stellen treten durch intensiven Glanz eher hervor, statt kaschiert zu werden.
Zu metallischer Effekt bei Tageslicht:
Was im Badspiegel spannend aussieht, wirkt draußen schnell hart und deutlich „geschminkt“.
Praxiserprobte Tipps für einen natürlich gesetzten Glow
Damit Highlighter die Gesichtsstruktur betont, statt vom restlichen Make-up abzulenken, helfen ein paar einfache Leitlinien:
Texturen sauber trennen:
Erst Creme- und Flüssigprodukte, dann fixieren, dann Puderprodukte. So greifen die Schichten ineinander, statt gegeneinander zu arbeiten.
Mit wenig Produkt starten:
Eine dünne Schicht reicht oft völlig. Wenn es doch mehr sein soll, lässt sich der Effekt gezielt aufbauen.
Werkzeug passend wählen:
Creme-Highlighter wirkt am besten eingeklopft mit Fingern oder einem Schwämmchen, Puder-Highlighter mit einem kleinen, weichen Pinsel, der nicht zu fest gebunden ist.
Gesichtsform im Blick behalten:
Highlighter gehört dahin, wo Licht von Natur aus auftreffen würde – leicht oberhalb des Wangenknochens, eher Richtung Schläfe als zur Nasenmitte hin.
Kurz im Tageslicht kontrollieren:
Ein letzter Blick am Fenster zeigt schnell, ob der Glow stimmig wirkt oder noch etwas ausgeblendet werden sollte.
Kurz zusammengefasst
Highlighter kommt in der Make-up-Routine nach Foundation und Concealer und in der Regel als letzter Teint-Schritt innerhalb seiner Texturgruppe: Creme-Highlighter nach den anderen Creme-Produkten, Puder-Highlighter nach Fixierpuder, Bronzer und Rouge. Mit einer klaren Reihenfolge, zurückhaltender Dosierung und präzisen Auftragspunkten entsteht ein Glow, der frisch und modern wirkt, ohne aufgesetzt zu sein.