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Wie schminke ich ein Augen-Make-up, das unter Brille gut zur Geltung kommt?

Strahlender Blick hinter Glas: So gelingt Augen-Make-up für Brillenträgerinnen

Eine Brille kann Ihr Gesicht wunderbar einrahmen – oder dafür sorgen, dass Ihr Augen-Make-up kaum noch zu sehen ist. Viele Brillenträgerinnen kennen das: Ohne Brille wirkt alles stimmig, mit Brille scheint der Look plötzlich zu verschwinden. Dabei entscheidet weit mehr als nur die Lidschattenfarbe. Glasstärke, Rahmen, Licht, Schatten, Wimpern – alles spielt zusammen.

Im Folgenden geht es darum, wie Sie Ihr Augen-Make-up gezielt auf Ihre Brille abstimmen, damit Ihr Blick hinter Glas wach, klar und definiert bleibt.


Was die Brille mit Ihrem Augen-Make-up macht

Ob man Ihr Make-up hinter der Brille wahrnimmt oder es optisch verpufft, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Glasstärke:

    • Gläser für Kurzsichtigkeit (Minusgläser) lassen die Augen oft kleiner erscheinen.
    • Gläser für Weitsichtigkeit (Plusgläser) vergrößern die Augen optisch.
  • Rahmenform und -farbe:
    Ein breiter, dunkler Rahmen „schluckt“ mehr Make-up, ein feiner, heller Rahmen wirkt zurückhaltender. Ihr Make-up darf darauf reagieren: kräftiger bei markanten Fassungen, sanfter bei zarten.

  • Schatten und Spiegelungen:
    Gläser spiegeln Licht. Sehr dunkle oder stark glitzernde Lidschatten können dadurch schnell unruhig aussehen, während matte oder sanft satinierte Texturen ruhiger wirken und den Blick klarer lassen.

Ziel ist nicht, möglichst viel Farbe aufs Lid zu bringen, sondern die Augen so zu betonen, dass Brille, Gesicht und Make-up als Einheit funktionieren.


Schritt für Schritt: So schminken Sie Augen, die hinter der Brille strahlen

1. Basis schaffen: Lid glätten und ausgleichen

  • Ein leichter Primer oder etwas Concealer auf dem Lid sorgt dafür, dass sich Lidschatten nicht in Fältchen absetzt.
  • Hellen Sie den inneren Augenwinkel und das bewegliche Lid dezent auf – das öffnet den Blick, ohne geschminkt auszusehen.

2. Lidschatten gezielt einsetzen

  • Für kleiner wirkende Augen (Kurzsichtigkeit):
    Helle bis mittlere, natürliche Töne aufs bewegliche Lid, einen etwas dunkleren Ton nur vorsichtig in die Lidfalte setzen – das lässt das Auge optisch größer erscheinen.
  • Für größer wirkende Augen (Weitsichtigkeit):
    Hier dürfen Sie mehr Tiefe schaffen: mittlere bis dunklere Nuancen in der Lidfalte und am äußeren Augenwinkel „erden“ das Auge und nehmen optische Wölbung.

Farben müssen nicht tabu sein, sollten aber mit Rahmen und Glas harmonieren. Gedeckte Töne wirken hinter Glas meist ruhiger und eleganter als sehr knallige Farben.

3. Eyeliner bewusst platzieren

  • Ein feiner Lidstrich direkt am oberen Wimpernkranz verdichtet die Wimpern optisch und sorgt für klare Konturen.
  • Bei stark vergrößernden Gläsern wirkt ein breiter Lidstrich schnell hart – besser mit einer dünnen Linie starten und sie nur zum äußeren Augenwinkel leicht verstärken.
  • Bei stark verkleinernden Gläsern darf der Lidstrich deutlicher sein, damit der Wimpernkranz nicht im Glas „untergeht“.

4. Wimpern formen, statt sie zu überladen

  • Wimpern sorgfältig biegen, damit sie nicht permanent gegen die Gläser stoßen.
  • Eine Mascara, die gut trennt und verlängert, ist hinter Brillengläsern meist praktischer als extremes Volumen, das schnell an die Gläser schmiert.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  1. Zu viel dunkler Lidschatten:
    Hinter dem Rahmen wirken großflächig aufgetragene, sehr dunkle Töne schwer und lassen die Augen kleiner erscheinen – gerade bei Minusgläsern ein Nachteil.

  2. Überladene Mascara:
    Sehr dick getuschte, starre Wimpern stoßen leichter an die Gläser. Die Folge: Mascara-Flecken, ein verschmierter Eindruck und ein unruhiger Blick.

  3. Unruhige Augenbrauen:
    Der Brillenrahmen lenkt den Fokus auf die gesamte Augenpartie. Ungepflegte oder sehr „wilde“ Augenbrauen fallen dadurch stärker auf. Leicht definierte, natürliche Brauen geben dem Gesicht Ruhe und Rahmen.

  4. Nicht berücksichtigte Glasstärke:
    Ein und derselbe Look für starke Minus- und starke Plusgläser funktioniert selten gut. Passen Sie Intensität und Technik an: vergrößernde Gläser vertragen andere Schattierungen und Linien als verkleinernde.


Kleine Profi-Tricks für einen wachen Blick hinter der Brille

  • Wasserlinie clever nutzen:
    Ein heller, hautfarbener Kajal auf der unteren Wasserlinie lässt die Augen wacher und größer erscheinen, ohne „geschminkt“ zu schreien.

  • Unterer Wimpernkranz dezent:
    Statt einer harten, durchgehenden Linie am unteren Lid lieber mit einem weichen, mittleren Ton dicht am Wimpernkranz schattieren. Das betont, ohne zu beschweren.

  • Lichtpunkte setzen:
    Ein sanfter, heller Schimmer im inneren Augenwinkel und ein Hauch unter dem höchsten Punkt der Braue öffnen den Blick. Wichtig ist, dass der Schimmer fein ist, damit er nicht mit den Spiegelungen der Gläser konkurriert.

  • Brillenrahmen mitdenken:
    Unter einem markanten, dunklen Rahmen darf der obere Wimpernkranz stärker betont sein, sonst „verschwindet“ er. Unter einem sehr feinen Rahmen wirkt ein leichter, luftiger Look oft stimmiger.


Kurz zusammengefasst

Ein Make-up, das hinter der Brille überzeugt, orientiert sich an Glasstärke, Rahmen und Ihrer Augenform. Helle bis mittlere Töne öffnen den Blick, ein sauber gezogener Lidstrich gibt Kontur, gut getrennte Wimpern verlängern optisch – ohne an die Gläser zu stoßen. Wenn Sie Ihre Brille von Anfang an mit einplanen, wirkt Ihr Augen-Make-up klar und präsent, statt versteckt oder überladen.


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