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Wie kann ich mit Augen-Make-up asymmetrische Augen optisch ausgleichen?

Mit Make-up zur Balance: So gleichen Sie asymmetrische Augen optisch aus

Kaum ein Gesicht ist wirklich symmetrisch. Kleine Unterschiede in Augenform, Lidfalte oder Größe sind völlig normal – sie fallen uns nur beim Schminken oft stärker auf, als uns lieb ist. Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Techniken lassen sich diese Unterschiede optisch abmildern, ohne dass Ihre Mimik „maskiert“ wirkt.

Im Folgenden lesen Sie, warum Augen nie ganz identisch sind, welche Make-up-Schritte ausgleichend wirken und worauf Sie dabei achten sollten.


Warum Augen fast nie identisch sind – und was das für Ihr Make-up bedeutet

Das Gesicht ist kein Spiegelbild. Knochenbau, Muskelspannung und Hautelastizität sind rechts und links nie exakt gleich – entsprechend wirkt ein Auge häufig etwas größer, runder, tieferliegend oder stärker hängend als das andere.

Für Ihr Augen-Make-up heißt das:

  • Entscheidend ist optische Balance, nicht identische Schritte auf beiden Seiten.
  • Helle Töne lassen Bereiche größer und offener erscheinen.
  • Dunkle Töne nehmen optisch zurück und verkleinern.
  • Weich verblendete Übergänge verhindern harte Brüche – so fallen Korrekturen nicht als solche auf.

Versuchen Sie also nicht, beide Augen zwanghaft gleich zu schminken, sondern arbeiten Sie jeweils individuell mit Licht und Schatten.


Schritt für Schritt: So schminken Sie asymmetrische Augen ausgleichend

1. Im Spiegel analysieren

  • Setzen Sie sich nach Möglichkeit ins Tageslicht.
  • Blick geradeaus, Stirn entspannt – nicht überrascht „hochgezogen“.
  • Beobachten Sie: Welches Auge wirkt größer, runder, tieferliegend, hängender oder höher gezogen?

Diese kurze Bestandsaufnahme entscheidet, wo Sie später eher aufhellen und wo Sie Schatten setzen.

2. Lidschatten gezielt einsetzen

  • Kleineres Auge:

    • Einen helleren Ton auf das bewegliche Lid geben.
    • In der Lidfalte nur sehr sanft abdunkeln und sorgfältig verblenden.
    • Den inneren Augenwinkel leicht aufhellen, um das Auge optisch zu öffnen.
  • Größeres Auge:

    • Mittlere bis etwas dunklere Nuancen auf dem beweglichen Lid verwenden.
    • Die Lidfalte deutlicher betonen, um mehr Tiefe zu erzeugen.
    • Auf sehr helle Töne über das gesamte Lid eher verzichten, damit das Auge nicht noch größer wirkt.

3. Eyeliner bewusst anpassen

  • Am kleineren Auge:

    • Eine feine Linie dicht am Wimpernkranz ziehen.
    • Zur äußeren Ecke hin minimal breiter werden.
    • Auf einen sehr breiten, durchgehenden Lidstrich verzichten – der kann das Auge zusätzlich „beschweren“.
  • Am größeren Auge:

    • Hier darf die Linie etwas kräftiger ausfallen.
    • Wenn Sie einen Wing ziehen, halten Sie ihn geringfügig kürzer und flacher als am kleineren Auge, um die Formen anzugleichen.

4. Mascara gezielt dosieren

  • Am kleineren Auge: Wimpern sorgfältig trennen und auf Länge arbeiten, besonders im äußeren Drittel.
  • Am größeren Auge: Eine Schicht weniger oder den Fokus eher auf die äußeren Wimpern legen, statt den gesamten Wimpernkranz maximal zu betonen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie geschickt umgehen

1. Beide Augen „symmetrisch“ schminken
Gleiche Intensität und gleiche Linienführung können Unterschiede sogar verstärken. Spielen Sie lieber mit unterschiedlichen Abstufungen.

2. Zu harte Kanten
Scharfe, ungeblendete Linien machen Asymmetrien deutlicher sichtbar. Weich verblendete Ränder wirken insgesamt ruhiger und harmonischer.

3. Dunkel über das komplette Lid
Gerade bei kleineren oder tieferliegenden Augen lässt eine durchgehend dunkle Fläche das Auge noch kleiner erscheinen.

4. Überkorrektur
Wenn ein Auge sichtbar „umgebaut“ wirkt, kippt der Gesamteindruck schnell ins Künstliche. Lieber moderat korrigieren und das Gesamtbild im Blick behalten.


Erprobte Praxis-Tipps für ein harmonisches Augen-Make-up

  • Beginnen Sie mit dem Auge, das Ihnen schwieriger erscheint, und passen Sie das zweite daran an.
  • Arbeiten Sie in dünnen Schichten – Intensität lässt sich leichter steigern als zurücknehmen.
  • Nutzen Sie weiche, gut gebundene Pinsel zum Verblenden, vor allem in der Lidfalte.
  • Setzen Sie Highlights (innerer Augenwinkel, Lidmitte) beim kleineren Auge einen Hauch stärker.
  • Wenn Sie möchten, lenken Sie den Fokus etwas mehr auf Brauen oder Lippen – das Gesamtbild wirkt dann ausgewogener, kleine Unterschiede treten in den Hintergrund.

Kurz zusammengefasst

Asymmetrische Augen sind normal und kein „Fehler“, den man wegschminken müsste. Mit durchdachtem Einsatz von hellen und dunklen Nuancen, angepasst gezeichnetem Eyeliner und unterschiedlich betonter Mascara lässt sich die optische Balance aber deutlich verbessern. Wichtig ist, jedes Auge für sich zu betrachten – nicht spiegelbildlich zu schminken, sondern bewusst auszubalancieren.


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