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Kann ich meine Augenpflege unter Make-up und Concealer verwenden, ohne dass es verrutscht?

Augenpflege unter Make-up: So bleibt Concealer da, wo er hingehört

Viele greifen bewusst zu einer reichhaltigen Augenpflege – und wundern sich dann, warum der Concealer darüber rutscht, sich in Fältchen legt oder fleckig aussieht. Beides schließt sich nicht aus, aber es ist eine Frage der Reihenfolge, der Textur und der Menge. In diesem Artikel geht es darum, welche Konsistenz sich unter Make-up bewährt, wie wenig Produkt tatsächlich ausreicht und wie Sie Ihre Augencreme so auftragen, dass der Concealer möglichst lange da bleibt, wo Sie ihn haben wollen.


Warum die richtige Basis über die Haltbarkeit Ihres Concealers entscheidet

Die Haut um die Augen ist dünner, trockener und empfindlicher als der Rest des Gesichts. Sie verliert schneller Feuchtigkeit, wirkt dadurch feiner – betont aber auch Linien und Fältchen deutlicher. Eine passende Augenpflege macht die Haut geschmeidiger und kann Trockenheitsfältchen optisch abmildern. Genau das hilft dem Concealer: Auf gepflegter Haut legt er sich seltener trocken ab oder „krümelt“.

Damit er nicht verrutscht, sind vor allem drei Punkte entscheidend:

  • Konsistenz der Augenpflege
    Sehr reichhaltige, ölige Texturen bilden schnell einen Film, auf dem Concealer eher gleitet als haftet. Leichte Cremes, Gele oder Fluids verbinden sich meist besser mit Make-up.

  • Menge des Produkts
    Zu viel Pflege bleibt auf der Oberfläche liegen. Der Concealer hat dann keinen „Grip“ und mischt sich mit der Creme, statt sich darauf zu setzen.

  • Einwirkzeit
    Wird der Concealer aufgetragen, bevor die Pflege einziehen konnte, schwimmt er gewissermaßen auf der Creme. Die Folge: verrutscht, setzt sich ab, wirkt fleckig.

Die Kombination aus Augenpflege und Concealer ist also grundsätzlich möglich – entscheidend ist, wie Sie die Produkte einsetzen.


So wenden Sie Augenpflege unter Concealer richtig an

Damit sich Pflege und Concealer nicht gegenseitig sabotieren, hilft ein klarer Ablauf:

  1. Reinigen
    Reinigen Sie das Gesicht gründlich, aber mild. Entfernen Sie Make-up-Reste, besonders am Auge. Sonst lagern sich alte Produkte unter die neue Schicht und beeinträchtigen die Haltbarkeit.

  2. Augenpflege sparsam auftragen
    Eine winzige Menge genügt: etwa ein Reiskorn für beide Augen. Geben Sie sie auf den Ringfinger und tupfen Sie die Pflege sanft um die Augenpartie ein. Der Bereich direkt am unteren Wimpernrand darf etwas ausgespart werden – dort soll später der Concealer gut haften.

  3. Gut einziehen lassen
    Lassen Sie der Pflege ein paar Minuten Zeit. Die Haut sollte sich weich und gepflegt anfühlen, nicht glitschig oder stark glänzend. Dieses „nicht mehr feucht, aber noch komfortabel“-Gefühl ist ein guter Richtwert.

  4. Überschuss sanft abnehmen
    Wirkt die Partie danach noch sehr glänzend, legen Sie ein weiches Kosmetiktuch locker auf und nehmen Sie den Überschuss durch leichtes Andrücken auf. Nicht rubbeln – sonst verschieben Sie die Pflege wieder.

  5. Concealer dünn schichten
    Tragen Sie den Concealer lieber in zwei sehr dünnen Schichten auf als in einer dicken. Klopfen Sie ihn ein, statt zu reiben. So verbindet sich das Produkt mit der Haut und sitzt seltener in Linien oder Fältchen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Einige Gewohnheiten führen besonders häufig dazu, dass Concealer auf Augenpflege nicht gut hält:

  • Zu reichhaltige Pflege direkt unter dem Concealer
    Schwere, stark okklusive Texturen sind nachts ideal, aber unter Tages-Make-up oft zu viel. Der Concealer rutscht dann leichter in Fältchen. Für den Tag kann eine leichtere Variante sinnvoller sein.

  • Zu viel Produkt
    Mehr Creme bedeutet nicht automatisch bessere Pflege. Was die Haut nicht aufnehmen kann, bleibt als Film zurück – und genau in diesem Film „schwimmt“ später der Concealer.

  • Keine Einwirkzeit
    Concealer direkt auf frisch aufgetragene, noch feuchte Creme zu geben, ist einer der häufigsten Gründe für schlechte Haltbarkeit. Beides hat dann keine Chance, sich vernünftig zu verbinden.

  • Zu viel Reibung beim Auftragen
    Wird Concealer stark hin- und hergewischt, verschieben Sie nicht nur das Produkt, sondern auch die Schicht Pflege darunter. Das Ergebnis: unruhige Oberfläche, fleckige Deckkraft.


Praxistipps für eine glatte, haltbare Augenpartie

Ein paar Feinheiten machen im Alltag oft den Unterschied:

  • Tagsüber leichter, abends reichhaltiger pflegen
    Nutzen Sie morgens eine leichtere, schnell einziehende Textur; für die Nacht darf es gern reichhaltiger sein. So hat die Haut insgesamt genug Pflege, ohne dass der Concealer morgens auf einer schweren Schicht sitzt.

  • Gezielt auftragen statt großflächig eincremen
    Konzentrieren Sie die Pflege auf trockene oder gespannte Bereiche. Dort, wo Concealer besonders präzise halten soll (z. B. direkt unter dem Auge), reicht oft weniger Produkt.

  • Optional mit einem Hauch Puder fixieren
    Wenn Ihre Haut nicht zu trocken ist, kann ein transparentes Puder helfen. Wichtig: wirklich nur minimal mit einem feinen Pinsel oder Schwämmchen auftupfen, um die Augenpartie nicht zu betonen.

  • Auf das Finish achten
    Stark glänzende oder schimmernde Augenpflege reflektiert das Licht unruhig und kann den Concealer optisch „wandern“ lassen. Ein natürliches, leicht seidenmattes Finish wirkt meist ruhiger und harmonischer.


Kurz zusammengefasst

Augenpflege und Concealer schließen sich nicht aus – sie funktionieren gut zusammen, wenn Textur, Menge und Einwirkzeit stimmen. Eine sparsam dosierte, gut eingezogene Pflege bildet eine geschmeidige Basis, auf der Concealer glatter wirkt und länger hält. Vermeiden Sie zu reichhaltige oder zu großzügig aufgetragene Produkte am Morgen und arbeiten Sie den Concealer in dünnen Schichten ein. So bleibt Ihr Make-up unter den Augen deutlich stabiler.


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