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Wie pflege ich meine Nagelhaut im Rahmen der Maniküre richtig?

Sanfte Maniküre: So pflegen Sie Ihre Nagelhaut wirklich richtig

Gepflegte Nagelhaut verändert den Gesamteindruck der Hände sofort: Alles wirkt ordentlicher, gesünder und professionell manikürt. Gleichzeitig ist sie einer der Bereiche, an denen bei der Maniküre am häufigsten „herumgedoktert“ wird – mit trockenen Rändern, kleinen Rissen oder sogar Entzündungen als Folge.
Im Folgenden geht es darum, welche Aufgabe die Nagelhaut tatsächlich hat, wie Sie sie schonend pflegen und worauf Sie bei Ihrer Routine wirklich achten sollten.


Warum die Nagelhaut mehr ist als nur ein feiner Rand

Die Nagelhaut ist weit mehr als ein schmaler Saum am Nagel – sie bildet eine Art Schutzdichtung.

  • Sie schließt den Übergang zwischen Nagelplatte und Haut ab.
  • Sie trägt dazu bei, dass Schmutz, Bakterien und andere Keime weniger leicht in den Nagelbereich eindringen.
  • Ist sie trocken, eingerissen oder verletzt, steigt die Gefahr für Entzündungen und kleine, schmerzhafte Verletzungen.

Gut gepflegte Nagelhaut ist somit nicht nur ein ästhetisches Detail, sondern Teil der Nagelgesundheit. Ziel bei der Maniküre ist nicht, diesen Schutzrand wegzuschneiden, sondern ihn zu erweichen, sanft zurückzuschieben und geschmeidig zu halten.


Schritt für Schritt: So pflegen Sie Ihre Nagelhaut bei der Maniküre

Eine schonende Nagelhautpflege lässt sich problemlos in jede Maniküre einbauen.

1. Hände reinigen und vorbereiten
Waschen Sie Ihre Hände mit lauwarmem Wasser und einer milden Seife. Trocknen Sie sie sorgfältig ab, auch zwischen den Fingern und entlang der Nagelränder.

2. Nagelhaut weich machen
Lassen Sie Ihre Fingerspitzen 5–10 Minuten in einer Schale mit handwarmem Wasser einweichen. Ein Spritzer milde Seife genügt. Die Nagelhaut wird dadurch elastischer und lässt sich leichter bearbeiten.

3. Vorsichtig zurückschieben
Trocknen Sie die Finger ab und schieben Sie die Nagelhaut mit einem weichen, abgerundeten Stäbchen (z. B. Rosenholzstäbchen oder Tool mit Gummispitze) behutsam zurück.
Entscheidend: Nur den dünnen, transparenten Anteil auf der Nagelplatte lösen. Die lebende, rosige Haut bleibt unangetastet.

4. Überstehende Hautreste entfernen (nur wenn nötig)
Tatsächlich abstehende, trockene Hautfetzchen können Sie vorsichtig mit einer sauberen, scharfen Nagelhautschere oder einem speziellen Knipser kürzen. Schneiden Sie nur das, was wirklich absteht – nicht „auf Verdacht“ ins Gewebe hinein.

5. Nägel formen – dann pflegen
Bringen Sie Ihre Nägel in Form und glätten Sie die Kanten mit einer Feile. Zum Schluss massieren Sie ein Nagelöl oder eine reichhaltige Creme in Nagelhaut und Nagelränder ein. So schließen Sie die Pflege ab und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und Fett.


Was Ihrer Nagelhaut schadet – häufige Fehler bei der Maniküre

Viele typische Nagelhautprobleme sind hausgemacht und entstehen durch zu viel oder zu beherztes „Pflegen“. Häufige Fehler:

  • Nagelhaut komplett wegschneiden
    Tiefe Schnitte zerstören den Schutzrand, brennen häufig und machen die Haut anfälliger für Reizungen.

  • Zu hartes Zurückschieben
    Starker Druck, vor allem mit Metallwerkzeugen, kann die Nagelplatte aufrauen und die umliegende Haut verletzen.

  • Trockene Nagelhaut nicht pflegen
    Häufiges Händewaschen, Desinfizieren oder Arbeiten im Wasser trocknet die Nagelhaut aus. Ohne regelmäßige Pflege wird sie spröde, reißt schneller ein und kann schmerzen.

  • Unsaubere Werkzeuge
    Nicht gereinigte Maniküre-Tools können Keime übertragen – besonders problematisch, wenn bereits kleine Risse oder Schnitte vorhanden sind.


Alltagstaugliche Tipps für dauerhaft gepflegte Nagelhaut

Mit ein paar einfachen Routinen bleibt die Nagelhaut meist unauffällig und weich:

  • Regelmäßigkeit statt Radikalkur
    Kurze, sanfte Pflege ein- bis zweimal pro Woche ist sinnvoller als eine aggressive „Großreinigung“ einmal im Monat.

  • Nagelhautöl oder -creme nutzen
    Massieren Sie ein spezielles Öl oder eine reichhaltige Handcreme gezielt in den Bereich um die Nägel ein – ideal am Abend, wenn die Produkte ungestört einwirken können.

  • Hände schützen
    Beim Putzen, Abwaschen oder anderen nassen Arbeiten helfen Handschuhe, die Haut vor starker Austrocknung zu bewahren.

  • Nicht knibbeln oder reißen
    Lose Haut niemals abreißen. Besser: sauber und knapp kürzen. Knibbeln verschlimmert Risse und führt leicht zu kleinen, schmerzhaften Wunden.

  • Auf Signale achten
    Wenn die Nagelhaut häufig schmerzt, dauerhaft stark gerötet ist oder sich auffällig verändert, sollte das ärztlich abgeklärt werden.


Kurz zusammengefasst

Nagelhautpflege ist ein Balanceakt: Die Haut schützt den Nagel und sollte deshalb nicht radikal entfernt, sondern nur sanft in Form gebracht werden. Weich machen, vorsichtig zurückschieben, abstehende Reste sparsam kürzen und regelmäßig mit Feuchtigkeit und Fett versorgen – in vielen Fällen reicht genau das für ruhige, gepflegte Nagelränder. Mit etwas Konsequenz wirkt Ihre Maniküre sauberer, und die Hände fühlen sich insgesamt weniger empfindlich an.


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