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Wie nutze ich Color Correcting richtig, um Augenringe, Rötungen oder Pigmentflecken zu neutralisieren?

Color Correcting richtig anwenden: So wirken Augenringe, Rötungen und Flecken deutlich ruhiger

Color Correcting wirkt oft komplizierter, als es ist. Im Alltag braucht es vor allem ein bisschen Farbverständnis und ein Gefühl für Dosierung. Mit den passenden Tönen lassen sich dunkle Augenringe, Rötungen oder Pigmentflecken gezielt abschwächen – noch bevor Concealer oder Foundation überhaupt ins Spiel kommen. Im Folgenden geht es darum, welche Farben wofür geeignet sind, wie Sie sie sauber auftragen und welche Fehler das Ergebnis schnell „angemalt“ aussehen lassen.


Warum Farben in der Make-up-Routine so viel bewirken können

Die Basis von Color Correcting ist einfache Farbtheorie: Töne, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, neutralisieren sich gegenseitig.

  • Grün mildert Rötungen – etwa an den Nasenflügeln, auf den Wangen oder bei Unreinheiten.
  • Pfirsich- und Apricot-Töne gleichen bläuliche oder violette Augenringe aus, vor allem bei hellen bis mittleren Hauttönen.
  • Orange- und Terracotta-Töne funktionieren besser bei mittleren bis dunklen Hauttönen mit stärkeren Augenringen.
  • Gelb hilft bei violetten Schatten und bei ganz leichten Rötungen.
  • Lila/Flieder nimmt einem fahlen, leicht gelblich wirkenden Teint die Müdigkeit und lässt die Haut frischer erscheinen.

Wichtig ist: Color Correcting ist kein Ersatz für Make-up, sondern eine dünne Korrekturschicht darunter. Sie sorgt dafür, dass Concealer und Foundation natürlicher wirken, besser decken und Sie insgesamt weniger Produkt brauchen.


Schritt für Schritt: So wenden Sie Color Correcting im Alltag richtig an

  1. Haut vorbereiten
    Reinigen Sie das Gesicht und tragen Sie eine feuchtigkeitsspendende Pflege auf. Auf glatter, gut versorgter Haut lassen sich Korrekturfarben leichter verteilen und setzen sich weniger ab.

  2. Richtige Farbe auswählen

    • Rötungen: punktuell oder, falls nötig, etwas großflächiger mit einem Hauch Grün neutralisieren.
    • Dunkle Augenringe: je nach Hautton pfirsich, apricot oder leicht orange wählen.
    • Pigmentflecken: je nach Nuance des Flecks meist pfirsich/apricot oder ein zarter Gelbton.
  3. Dosiert auftragen
    Arbeiten Sie mit sehr wenig Produkt. Es ist einfacher, dünn zu starten und bei Bedarf nachzulegen, als überschüssige Farbe wieder zu kaschieren. Finger, kleiner Pinsel oder Schwämmchen – nehmen Sie das Tool, mit dem Sie am präzisesten arbeiten.

  4. Sanft einklopfen, nicht verreiben
    Besonders am Auge ist Druck der Feind. Das Produkt vorsichtig einklopfen oder leicht andrücken, damit die empfindliche Haut geschont wird und der Korrektor da bleibt, wo er hingehört.

  5. Übergänge verblenden
    Ränder weich auslaufen lassen, bis keine klaren Farbkanten mehr zu sehen sind. Nach dem Verblenden sollte die Korrektur nur noch dezent sichtbar sein – eher ein Hauch als ein farbiger Fleck.

  6. Mit Concealer und/oder Foundation ausgleichen
    Danach wie gewohnt Concealer und Foundation auftragen. Dabei lieber tupfen als wischen, damit die Korrektur darunter nicht wieder abgetragen wird.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu viel Produkt
Ein dicker, farbiger Film auf der Haut ist fast immer zu viel. Korrekturfarben sollen nur das Unterton-Problem brechen, nicht deckend wie eine Farbe aufgemalt werden.

Falscher Farbton
Zu knalliges Grün oder intensives Orange scheinen gern durch die Foundation hindurch. Besser funktionieren gedeckte, leicht „hautfarbige“ Korrektur-Nuancen.

Korrektor ohne anschließende Abdeckung
Color Correcting ist selten der Endpunkt. Ohne Concealer oder Foundation können farbige Stellen schnell maskenhaft oder fleckig wirken.

Auf trockener oder schuppiger Haut
Pigmente setzen sich dann in Schüppchen und Fältchen ab. Eine gut vorbereitete, gepflegte Haut ist die halbe Miete für ein gleichmäßiges Ergebnis.


Praxistipps für ein natürliches, frisches Finish

  • Mit einer Problemzone starten
    Nehmen Sie sich zuerst das vor, was Sie am meisten stört – zum Beispiel nur die Augenringe. So gewöhnen Sie sich an die Technik, ohne alles auf einmal verändern zu müssen.

  • Nur dort arbeiten, wo es nötig ist
    Color Correcting gehört nicht flächendeckend ins Gesicht. Gezielt eingesetzt wirkt es deutlich natürlicher.

  • Haltbarkeit verbessern
    Wer mag, fixiert die korrigierten Bereiche nach Concealer und Foundation sparsam mit transparentem Puder. Das nimmt Glanz und verlängert die Haltbarkeit.

  • Licht prüfen
    Wenn möglich, das Ergebnis im Tageslicht kontrollieren. Kunstlicht schluckt oft Nuancen, die draußen deutlich sichtbar sind.

  • An Tagesform und Anlass anpassen
    Im Alltag reicht meist eine sehr zurückhaltende Korrektur. Für Fotos, Events oder lange Tage darf es etwas intensiver sein – trotzdem immer in dünnen Schichten.


Kurz zusammengefasst

Beim Color Correcting werden gezielt Gegenfarben eingesetzt, um Rötungen, Augenringe und Pigmentflecken optisch zu neutralisieren. Entscheidend sind eine passende Farbwahl, sehr sparsame Mengen und sauberes Verblenden. In Kombination mit Concealer und Foundation entsteht ein ruhiger, gleichmäßiger Teint, ohne dass Sie viele schwere Schichten übereinanderlegen müssen.


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