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Wie trage ich Concealer richtig auf, ohne dass er sich in Fältchen absetzt?

Makelloser Blick: So tragen Sie Concealer auf, ohne dass er sich in Fältchen absetzt

Concealer kann Wunder wirken – oder alles verschlimmern. Richtig eingesetzt lässt er Sie wacher, ebenmäßiger und erholter aussehen. Falsch aufgetragen betont er jede kleine Linie und lässt die Augenpartie schnell müde wirken. Besonders rund ums Auge setzt sich Concealer gern in Fältchen ab. Im Folgenden geht es darum, warum das passiert, wie Sie ihn so auftragen, dass er möglichst ruhig auf der Haut bleibt, und welche Details im Alltag tatsächlich den Unterschied machen.


Warum Concealer sich in Fältchen sammelt – und was dahintersteckt

Die Haut um die Augen ist extrem dünn, reagiert schnell auf Trockenheit und ist ständig in Bewegung – durch Blinzeln, Lachen, jede kleine Mimik. Concealer dagegen bringt Pigmente und Bindemittel mit, oft in cremiger oder flüssiger Form, die sich zwangsläufig in Vertiefungen sammeln, wenn zu viel Produkt oder die falsche Textur im Spiel ist.

Typische Ursachen:

  • Zu viel Produkt: Dicke Schichten können sich gar nicht gleichmäßig mitbewegen und rutschen in die Linien.
  • Unvorbereitete Haut: Trockene Stellen, Schüppchen oder Spannungsgefühl sorgen dafür, dass der Concealer unruhig wirkt.
  • Unpassende Textur: Sehr reichhaltige, schwere Formeln „wandern“ schneller in Fältchen; zu trockene setzen sich sofort unschön ab.
  • Keine Fixierung: Vor allem bei etwas öliger oder sehr aktiver Haut kann ungefixierter Concealer leichter verrutschen.

Das eigentliche Ziel ist also nicht, alles „wegzudecken“, sondern mit möglichst wenig Produkt und einer präzisen Technik zu arbeiten.


Schritt für Schritt: So gelingt ein gleichmäßiger Concealerauftrag

1. Augenpartie vorbereiten

Reinigen Sie die Haut sanft und tragen Sie eine leichte, gut einziehende Augen- oder Feuchtigkeitspflege auf. Die Pflege sollte durchfeuchten, aber keinen Film hinterlassen. Geben Sie ihr ein paar Minuten Zeit, bevor Sie mit dem Concealer starten.

2. Weniger ist mehr – Concealer dosiert auftragen

Setzen Sie den Concealer als kleine Punkte: im inneren Augenwinkel, entlang der dunkelsten Schattenzone und leicht nach außen hin. Die komplette Fläche bis direkt an den unteren Wimpernkranz großzügig zu bedecken, ist selten nötig und macht das Produkt nur schwer kontrollierbar.

3. Eintupfen statt verreiben

Verblenden Sie mit Fingerspitzen, Schwämmchen oder Pinsel durch sanftes Tupfen. Die Wärme der Finger oder eines angefeuchteten Schwamms hilft, den Concealer wirklich mit der Haut zu verbinden, statt ihn nur von A nach B zu schieben. Reibende Bewegungen vermeiden – sie reißen Lücken ins Produkt.

4. Überschuss direkt abnehmen

Bevor Sie fixieren, schauen Sie neutral in den Spiegel, blinzeln Sie ein paar Mal, machen Sie eine kurze Mimik. Dort, wo der Concealer sich leicht gesammelt hat, tupfen Sie mit einem sauberen Finger oder einem Wattestäbchen ganz vorsichtig darüber. So entfernen Sie überschüssiges Produkt, bevor es sich sichtbar in Fältchen setzt.

5. Dezent fixieren

Ein hauchfeiner, transparenter Puder kann den Concealer stabilisieren. Arbeiten Sie mit einem sehr kleinen, weichen Pinsel oder einem Schwämmchen und klopfen Sie den Puder sanft ein, statt ihn zu verwischen. Es geht um einen kaum sichtbaren Schleier, nicht um eine Puderschicht.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen

  • Zu reichhaltige Creme direkt darunter
    Liegt eine sehr fettige Pflege unter dem Concealer, „schwimmt“ er auf ihr und rutscht leichter. Besser: leichte, gut einziehende Textur verwenden und wirklich warten, bis nichts mehr glänzt.

  • Großzügige Dreiecke unter den Augen
    Der bekannte „Highlight-Dreieck“-Trick braucht sehr viel Produkt – und genau das setzt sich dann ab. Decken Sie lieber nur die dunklen oder geröteten Bereiche ab, statt die ganze Zone massiv zu bemalen.

  • Verreiben in alle Richtungen
    Starkes Rubbeln macht das Ergebnis fleckig und betont Struktur. Sanftes Einklopfen sorgt für ein glatteres, gleichmäßigeres Finish.

  • Zu viel Puder
    Zu viel Puder saugt Feuchtigkeit auf, macht die Partie stumpf und hebt jede Linie hervor. Ein Hauch genügt; wenn Sie den Puder sehen, ist es meist schon zu viel.


Feine Tricks für ein glattes, frisches Finish

  • Auf die richtige Nuance achten
    Ein deutlich zu heller Concealer wirkt schnell kalkig und lenkt den Blick erst recht auf Linien. Wählen Sie eine Nuance, die Ihrem Hautton sehr nahekommt oder höchstens einen Ton heller ist.

  • Nur nach Bedarf nachschichten
    Wenn Sie mehr Abdeckung brauchen, arbeiten Sie in zwei sehr dünnen Schichten. Zwischendurch immer sorgfältig eintupfen, bis die Übergänge weich sind.

  • Fokus auf die Schatten, nicht auf die gesamte Fläche
    Meist sind nur bestimmte Bereiche wirklich dunkel – z. B. der innere Augenwinkel oder eine kleine Mulde. Wenn Sie nur dort korrigieren, bleibt die Haut strukturierter und natürlicher, statt platt und überdeckt zu wirken.

  • Im Tageslicht prüfen
    Wer die Augenpartie nur im Badezimmerlicht beurteilt, übersieht schnell etwas. Werfen Sie, wenn möglich, einen kurzen Blick ins Tageslicht. Kleine Ansammlungen lassen sich dann mit einem Finger noch einmal leicht austupfen.


Kurz zusammengefasst

Damit Concealer sich nicht in Fältchen absetzt, brauchen Sie keine komplizierten Tricks, sondern eine durchfeuchtete, nicht fettige Basis, wenig Produkt, ruhiges Einklopfen und eine sehr sparsame Fixierung. So wirkt die Augenpartie glatter und frischer, ohne maskenhaft zu werden. Das Ziel ist ein lebendiger, wacher Blick – nicht eine komplett „zugespachtelte“ Zone.


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