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Wie gehe ich bei einem Cut-Crease-Augen-Make-up Schritt für Schritt vor?

Präzise Kontur: So gelingt ein Cut-Crease-Augen-Make-up Schritt für Schritt

Ein Cut-Crease-Augen-Make-up wirkt sofort ausgearbeitet, öffnet den Blick und lässt das Auge größer erscheinen. Was in Reels und Tutorials oft nach Profi-Niveau aussieht, ist mit etwas Übung gut machbar – vorausgesetzt, Sie arbeiten strukturiert. In diesem Guide erfahren Sie, wie ein Cut Crease optisch funktioniert, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und welche typischen Fehler Sie umgehen. Geeignet für alle, die ihr Augen-Make-up deutlich aufwerten möchten, ohne gleich Visagistik gelernt zu haben.


Was ein Cut Crease optisch bewirkt – und für wen es sich lohnt

Beim Cut Crease wird die Lidfalte bewusst betont und klar von dem beweglichen Lid getrennt – daher der „Cut“.
Das sorgt für:

  • mehr Tiefe und Dimension
  • ein optisch größeres, wacheres Auge
  • einen klar definierten, grafischen Look – von subtil bis sehr dramatisch

Besonders spannend ist die Technik, wenn Ihre Lidfalte eher weich verläuft, leicht „verschwindet“ oder bei Schlupflidern. Aber auch bei einer deutlich sichtbaren Lidfalte verstärkt ein Cut Crease die Kontur und lässt Farben satter und präziser wirken. Entscheidend ist weniger die Augenform als eine ruhige Hand und eine saubere, kontrollierte Arbeitsweise.


Schritt für Schritt: So schminken Sie ein klassisches Cut-Crease-Augen-Make-up

1. Augenlid vorbereiten

  • Lid sanft reinigen und gut trocknen lassen.
  • Eine Lidschatten-Base oder eine dünne Schicht Concealer auf das Oberlid bis zur Lidfalte geben.
  • Mit einem feinen, hautfarbenen Puder fixieren, damit sich später nichts in Fältchen schiebt.

2. Übergangsfarbe in der Lidfalte aufbauen

  • Mit einem weichen, mittelgroßen Pinsel eine mittlere, neutrale Lidschattenfarbe in und leicht über der Lidfalte platzieren.
  • In kleinen, kreisenden Bewegungen verblenden – das ist Ihre weiche Übergangszone und Basis für alle weiteren Schatten.

3. Lidfalte definieren

  • Mit einem etwas dunkleren Ton und einem kleineren Pinsel direkt in der Lidfalte entlangfahren.
  • Die Linie leicht nach außen ziehen, um das Auge optisch zu verlängern.
  • Nach oben hin weich ausblenden, zur eigentlichen Lidfalte hin präziser bleiben – hier entsteht die Kontur.

4. Die „Cut“-Linie ziehen

  • Einen flachen, synthetischen Pinsel mit Concealer oder einem hellen, cremigen Produkt aufnehmen.
  • Mit halb geöffnetem Auge prüfen, wo die Lidfalte tatsächlich sichtbar ist, und knapp darüber ansetzen.
  • Vom inneren Augenwinkel aus eine klare, geschwungene Linie entlang der Lidfalte zeichnen und das bewegliche Lid bis etwa zur Mitte oder fast komplett ausmalen.
  • Die Kante so gerade und sauber wie möglich halten – hier entscheidet sich der Look.

5. Helles Lid gestalten

  • Über den noch leicht feuchten Concealer eine helle, gut deckende Lidschattenfarbe aufpressen, nicht hin- und herwischen.
  • So bleibt die „geschnittene“ Kante klar, ohne zu verlaufen.

6. Außenwinkel vertiefen

  • Im äußeren Drittel des Lids einen dunkleren Ton auftragen und zur Cut-Linie hin weich auslaufen lassen.
  • Sorgfältig verblenden, damit ein sanfter Übergang nach außen entsteht und das Auge nicht „abgehackt“ wirkt.

7. Eyeliner, Wimpern & Feinschliff

  • Optional einen Lidstrich setzen – sehr dünn für den Alltag, breiter oder mit Wing für mehr Ausdruck.
  • Wimpern kräftig tuschen, bei Bedarf mit künstlichen Wimpern verstärken.
  • Das untere Lid leicht mit der Übergangsfarbe betonen, damit der Look rund wirkt und das Auge optisch eingebettet ist.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

1. Concealer zu weit nach oben gezogen
Reicht der Concealer weit über die definierte Lidfalte hinaus, wirkt das Auge schnell unruhig und überladen. Besser: Mit halb geöffnetem Auge checken, wo die Kante sichtbar sein soll, und dort stoppen.

2. Zu viel Produkt auf einmal
Dicke Concealer-Schichten setzen sich schneller in Fältchen ab. Arbeiten Sie lieber in einer dünnen Schicht und fixieren Sie sie direkt mit Lidschatten.

3. Unklare Übergänge
Hart wirkende, schlecht verblendete Schatten oberhalb der Lidfalte lassen das Make-up fleckig oder „blockig“ aussehen. Nehmen Sie sich Zeit, mit einem sauberen, fluffigen Pinsel die Ränder weichzuarbeiten.

4. Nicht passende Farben
Extrem harte Kontraste ohne Zwischentöne können das Auge scharf und streng wirken lassen. Eine passende Übergangsfarbe zwischen Haut- und Dunkelton beruhigt das Gesamtbild und macht den Look tragbarer.


Praktische Tipps für ein präzises, alltagstaugliches Ergebnis

  • Mit einem soften Cut Crease starten: Für den Anfang auf natürliche Töne (Beige, Braun, Rosé) setzen und den Cut nicht zu hoch platzieren. So bleibt der Effekt elegant statt „Instagram-only“.
  • Pinsel bewusst auswählen:
    • flacher, kleiner Pinsel für die Cut-Linie
    • weicher Blender-Pinsel für Übergangsfarben
    • kleiner Präzisionspinsel für dunkle, gezielte Schatten
  • Form immer wieder kontrollieren: Zwischendurch mit geöffnetem Auge in den Spiegel schauen. So sehen Sie sofort, ob die Linien zu Ihrer Augenform passen oder korrigiert werden müssen.
  • Ein Auge nach dem anderen schminken: Erst ein Auge komplett fertigstellen, dann das zweite angleichen – das macht Symmetrie leichter.
  • Zeit einplanen: Besonders am Anfang dauert ein sauberer Cut Crease länger als ein normales Augen-Make-up. Mit Routine wird der Ablauf deutlich schneller.

Kurz zusammengefasst

Ein Cut-Crease-Augen-Make-up lebt von Kontrast und Kontrolle: eine helle, klar begrenzte Fläche auf dem beweglichen Lid trifft auf eine definierte, dunklere Lidfalte. Mit einer guten Basis, sinnvoll gewählten Übergangsfarben und einer sauber gezogenen Concealer-Linie lässt sich der Look problemlos zu Hause umsetzen. Je genauer Sie Ihre eigene Augenform beobachten und Schritt für Schritt arbeiten, desto stimmiger und professioneller wirkt das Ergebnis.


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