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Wie bringe ich falsche Wimpern richtig an, damit sie natürlich aussehen und gut halten?

Falsche Wimpern wie echt: So gelingen Auftrag und Halt Schritt für Schritt

Künstliche Wimpern können den Blick in Sekunden verändern – von leicht verdichtet bis hin zu deutlich dramatischer. Viele lassen jedoch lieber die Finger davon, weil das Ergebnis schnell „angeklebt“ aussieht oder die Leiste nach kurzer Zeit wieder absteht. Entscheidend ist weniger das Produkt als die Art, wie Sie damit arbeiten. Hier erfahren Sie, wie Sie falsche Wimpern so anbringen, dass sie natürlich wirken, angenehm sitzen und zuverlässig halten.


Was falsche Wimpern natürlich wirken lässt

Damit künstliche Wimpern nicht wie eine Maske aussehen, müssen sie sich möglichst unauffällig in Ihre eigene Wimpernlinie einfügen – optisch und in der Form.

Wichtige Faktoren für einen natürlichen Look:

  • Länge: Die künstlichen Wimpern sollten Ihre eigenen nur leicht übertreffen – vor allem im Innenwinkel. Modelle, die deutlich länger sind als Ihre Naturwimpern, wirken schnell wie Karneval, nicht wie Tages-Make-up.
  • Dichte: Sehr dichte Wimpernleisten lassen den Blick schwer und „zu geschminkt“ erscheinen. Für den „your lashes but better“-Effekt sind locker gesetzte Haare mit Zwischenräumen meist die bessere Wahl.
  • Form: Abgestufte Längen, die zum Außenwinkel hin etwas zunehmen, orientieren sich an der natürlichen Wuchsrichtung. Eine komplett gerade Kante sieht fast immer künstlich aus.
  • Band: Ein dünnes, flexibles Wimpernband legt sich leichter an den Lidkranz und verschwindet optisch besser als ein starres, breites Band.

Wichtig ist außerdem Ihre eigene Wimpernlinie: Wenn die Naturwimpern gut durchgebürstet und leicht geschwungen sind, lassen sich die künstlichen Wimpern harmonischer „hineinschmuggeln“.


Schritt-für-Schritt: So bringen Sie falsche Wimpern richtig an

1. Vorbereitung der Augenpartie

  • Lid und Wimpern müssen sauber und fettfrei sein. Reste von Creme, Öl oder schwerem Concealer vor dem Ankleben entfernen.
  • Optional: Einen feinen Lidstrich ziehen. Er kaschiert später das Wimpernband und verzeiht kleine Ungenauigkeiten.
  • Die Naturwimpern mit einer Wimpernzange formen, damit sie sich besser mit der künstlichen Reihe verbinden.

2. Wimpern anpassen und zuschneiden

  • Die Wimpernleiste zunächst trocken am Auge anlegen, ohne Kleber.
  • Sie sollte mit etwas Abstand zum Innenwinkel beginnen und kurz vor dem Außenwinkel enden.
  • Ist die Leiste zu lang, immer vom Außenende in kleinen Stücken kürzen – nie innen, sonst stimmt die Form nicht mehr.

3. Kleber richtig auftragen

  • Eine dünne Linie Kleber entlang des Wimpernbands auftragen – wirklich nur so viel, dass das Band gleichmäßig benetzt ist.
  • Die Enden besonders sorgfältig mit Kleber versehen, da sie sich am ehesten lösen.
  • Den Kleber 20–30 Sekunden antrocknen lassen, bis er leicht „klebrig“ wird. In diesem Stadium lassen sich die Wimpern positionieren, ohne sofort wieder zu verrutschen.

4. Anbringen am Auge

  • Die Wimper mit einer Pinzette oder den Fingern etwa in der Mitte greifen.
  • Zuerst die Mitte am Lidkranz ansetzen, dann den Innen- und Außenwinkel andrücken.
  • Das Band so nah wie möglich an den eigenen Wimpern platzieren, ohne direkt auf die Naturwimpern zu kleben – sonst lässt sich die Leiste später schlechter entfernen.
  • Zum Schluss Natur- und Kunstwimpern mit den Fingerspitzen sanft zusammendrücken, damit sie optisch zu einer Linie verschmelzen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Kleber: Dick aufgetragener Kleber kann quillen, sichtbar trocknen oder ins Auge laufen. Eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht völlig aus.
  • Kein Antrocknen: Wird die Leiste mit noch nassem Kleber aufgelegt, rutscht sie hin und her und lässt sich nur schwer fixieren.
  • Zu nah am Innenwinkel: Sitzt die Wimper zu weit innen, drückt sie bei jedem Blinzeln und kann die Augen zum Tränen bringen. Ein kleiner Abstand sorgt für mehr Komfort.
  • Unangepasste Länge: Ungekürzte Wimpern, die über den Außenwinkel hinausragen, wirken unnatürlich und stehen schneller ab.
  • Enden nicht fixiert: Innen- und Außenwinkel sind die empfindlichsten Punkte. Hier besonders gründlich andrücken und kurz halten, bis der Kleber greift.

Praxistipps für besseren Halt und einen weichen Look

  • Mascara vorher, nicht danach: Eine dünne Schicht auf den eigenen Wimpern vor dem Anbringen hilft, beide Reihen optisch zu verbinden. Auf den falschen Wimpern selbst möglichst keine oder nur sehr wenig Mascara verwenden, sonst wirken sie starr und lassen sich schlechter reinigen.
  • Wimpernband kaschieren: Zum Abschluss mit einem feinen Lidstrich kleine Lücken oder sichtbare Kleberränder entlang des Wimpernansatzes ausgleichen.
  • Sanfter Druck: Nach dem Aufkleben die Wimpern ein paar Sekunden mit den Fingerspitzen oder einem sauberen Wattestäbchen an den Lidkranz drücken – vor allem an den Enden.
  • Tragegefühl prüfen: Mehrmals normal blinzeln. Wenn etwas sticht, drückt oder kratzt, sitzt die Wimper meist zu nah am Innenwinkel oder nicht dicht genug am Lidkranz.
  • Schonend entfernen: Wimpern nie einfach abreißen. Den Ansatz mit einem ölhaltigen Entferner oder einem geeigneten Make-up-Remover einweichen und anschließend behutsam ablösen.

Kurz zusammengefasst

Ob falsche Wimpern natürlich aussehen, entscheidet sich vor allem bei Vorbereitung und Technik. Wichtig sind: eine zum Auge passende Länge und Dichte, ein sorgfältig gekürztes Wimpernband, sparsam dosierter Kleber, der kurz antrocknen darf, und ein möglichst exakter Sitz direkt am Lidkranz. Wenn die Enden gut fixiert sind und Ihre eigenen Wimpern vorbereitet sind, fügt sich die Leiste unauffällig ein – und hält in der Regel deutlich länger.


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