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Welche Fehler werden beim Schminken der Augenbrauen am häufigsten gemacht?

Perfekt definierte Brauen: Die häufigsten Schminkfehler – und wie Sie sie vermeiden

Augenbrauen rahmen das Gesicht, geben ihm Ausdruck und können den gesamten Look verändern. Gleichzeitig verzeihen sie wenig: Schon kleine Schminkfehler fallen sofort auf. Zu hell, zu dunkel, zu hart – viele haben das schon erlebt. Im Folgenden lesen Sie, welche Patzer beim Augenbrauen-Schminken besonders häufig sind, warum sie unvorteilhaft wirken und wie Sie Ihre Brauen so betonen, dass sie natürlich und harmonisch zum Gesicht passen.


Warum Augenbrauen so entscheidend für die Gesichtsform sind

Augenbrauen beeinflussen, ob ein Gesicht wacher, weicher oder strenger wirkt. Sie rahmen die Augen, können Proportionen ausgleichen und sogar optisch „liften“, sofern Form und Farbe stimmig sind.

Damit das gelingt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ausgangslage: Wie verlaufen Ihre Härchen, wie dicht sind sie, wo ist die natürliche Brauenlinie? Statt eine komplett neue Form zu konstruieren, wirkt es meist stimmiger, die eigene Braue dezent zu optimieren: Lücken auffüllen, die Kontur etwas klarer zeichnen, die Farbe auf Haar- und Hautton abstimmen.

Wer diese Grundlagen ignoriert, landet schnell bei den typischen Fehlern: blockartige Brauen, unpassende Farben oder ein übertriebener Bogen, der das Gesicht härter oder überrascht wirken lässt.


Schritt für Schritt zu natürlich betonten Augenbrauen

Eine schlichte, gut durchdachte Routine verhindert viele Fehler von vornherein:

  1. Form bestimmen
    Schauen Sie sich Ihre Brauenform im Spiegel genau an. Als Orientierung: Die Braue beginnt ungefähr über dem Nasenflügel, der höchste Punkt liegt leicht hinter der Pupille, das Ende zeigt in Richtung äußerer Augenwinkel.

  2. Farbe anpassen
    Wählen Sie einen Ton, der höchstens ein bis zwei Nuancen heller oder dunkler ist als Ihr Haaransatz – je nach Typ und gewünschter Wirkung. So vermeiden Sie harte, maskenhafte Kontraste.

  3. Fein arbeiten, statt Flächen ausmalen
    Füllen Sie nur dort auf, wo es nötig ist – mit kurzen, haarähnlichen Strichen oder einem leichten Puderauftrag. Starten Sie in der Mitte bzw. am Bogen und arbeiten Sie dann nach vorne. So wird der Ansatz nicht zu massiv.

  4. Bürsten für ein weiches Finish
    Kämmen Sie die Brauen zum Schluss mit einer Bürste durch. Dadurch verteilt sich überschüssige Farbe, Kanten werden weicher, und die Braue wirkt strukturierter und natürlicher.

  5. Zum Schluss kontrollieren
    Prüfen Sie das Ergebnis bei Tageslicht. Badezimmer- oder Kunstlicht verfälscht schnell: Was im Spiegel perfekt wirkt, kann draußen zu stark – oder überraschend blass – aussehen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Einige Fehler begegnen einem beim Augenbrauen-Schminken immer wieder:

  • Zu dunkle Farbe
    Sehr dunkle Brauen lassen das Gesicht oft streng, manchmal sogar „angemalt“ wirken. Eine etwas hellere, softere Nuance nimmt Härte und fügt sich besser ein.

  • Blockige, durchgezogene Brauen
    Wenn die Braue wie ein durchgehender Balken erscheint, verliert sie jede Leichtigkeit. Einzelne Striche, weiches Verblenden und kleine Unebenheiten wirken deutlich authentischer.

  • Zu stark betonter Anfang der Braue
    Ein harter, quadratischer Beginn zieht den Blick sofort auf sich und wirkt schnell künstlich. Idealerweise ist der vordere Bereich am zartesten geschminkt und leicht „verwischt“.

  • Überzupfen vor dem Schminken
    Wer zu viele Haare entfernt, nimmt der Braue ihre natürliche Orientierung. Sinnvoller ist es, zunächst die Form mit Make-up anzulegen und anschließend nur wirklich störende Härchen zu zupfen.

  • Völlig neue, unnatürliche Form
    Ein extrem hoher Bogen oder sehr stark verkürzte Brauen können die Mimik verzerren. Besser: an der eigenen Form orientieren und nur moderat optimieren, statt das Gesicht optisch „umzubauen“.


Erprobte Tipps für harmonisch geschminkte Augenbrauen

  • Arbeiten Sie lieber in dünnen Schichten und steigern Sie die Intensität nach Bedarf, statt gleich voll aufzutragen.
  • Konzentrieren Sie sich beim Ausfüllen vor allem auf Lücken und den Brauenbogen, nicht auf eine gleichmäßige Vollabdeckung der gesamten Braue.
  • Nutzen Sie eine Brauenbürste vor und nach dem Schminken: zuerst, um die Härchen in Form zu bringen, danach, um das Produkt einzuarbeiten.
  • Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie mit pudrigen Texturen. Sie verzeihen mehr und lassen sich leichter korrigieren als sehr deckende, cremige Produkte.
  • Rechnen Sie damit, dass beide Brauen ähnlich, aber nicht identisch sind. Perfekte Symmetrie gibt es am menschlichen Gesicht kaum – minimale Unterschiede wirken lebendig, nicht fehlerhaft.

Kurz zusammengefasst

Fehler beim Augenbrauen-Schminken entstehen vor allem durch zu dunkle Töne, harte Linien und den Versuch, die natürliche Brauenform zu ignorieren oder komplett zu verändern. Wer eine passende Farbe wählt, mit feinen Strichen arbeitet, sorgfältig verblendet und sich an der eigenen Gesichtsform orientiert, bekommt Brauen, die definieren, ohne zu dominieren. Oft genügt schon eine kleine Korrektur, um den Blick zu öffnen und das Gesicht klarer zu rahmen.


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