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Was ist ein Serum und wann trage ich es in meiner Routine auf?

Konzentrierte Pflege im Tropfenformat: Was ein Serum wirklich kann

Seren gelten in vielen Pflegeroutinen als kleine Geheimwaffe – aber was steckt dahinter, und wann macht ein Serum tatsächlich Sinn? Gerade wenn mehrere Produkte im Badezimmer stehen, entscheidet die Reihenfolge oft darüber, ob ein Produkt wirkt oder einfach nur „mitläuft“. In diesem Text geht es darum, was ein Serum eigentlich ist, worin es sich von einer Creme unterscheidet und an welcher Stelle Ihrer Routine es seine Stärke am besten ausspielt. Dazu kommen konkrete Tipps für morgens und abends.


Was ein Serum von Creme unterscheidet – und warum das wichtig ist

Ein Serum ist eine hochkonzentrierte, meist leichte Pflege, die sich gezielt um bestimmte Hautbedürfnisse kümmert. Im Unterschied zu vielen Cremes geht es weniger um das klassische „Eincremen“ und mehr um aktive Wirkstoffe, die – je nach Formulierung – etwas tiefer in die Haut eindringen können oder an der Oberfläche gezielter arbeiten.

Typische Unterschiede:

  • Textur: meist flüssig, gelig oder sehr leicht, zieht in der Regel schnell ein.
  • Konzentration: bestimmte Wirkstoffe (z. B. Feuchtigkeitsspender, Antioxidantien oder Wirkstoffe gegen Pigmentflecken) sind häufig höher dosiert als in einer Creme.
  • Funktion: adressiert konkrete Themen – etwa Trockenheit, erste Fältchen, ein müdes Hautbild oder Unreinheiten.

Cremes sind in erster Linie dafür da, Feuchtigkeit zu binden und die Hautbarriere zu stärken und zu schützen. Beides ergänzt sich: Das Serum liefert den Wirkstoff-„Boost“, die Creme sorgt dafür, dass die Haut sich geschützter und ausgeglichener anfühlt – und hält die Wirkung besser dort, wo sie hingehört.


Die ideale Reihenfolge: Wann gehört das Serum in die Routine?

Eine einfache Orientierung hilft bei der Reihenfolge: von leicht nach reichhaltig – also von der dünnsten zur cremigsten Textur.

Eine typische Routine mit Serum kann so aussehen:

  1. Reinigung
    Entfernt Schmutz, Talg, Schweiß und Make-up. So landet das Serum direkt auf der gereinigten Haut und muss sich nicht „durchschummeln“.

  2. Optional: Gesichtswasser / Toner
    Kann den pH-Wert ausgleichen und die Haut leicht anfeuchten. Auf leicht feuchter Haut lassen sich viele Seren besser verteilen; manche ziehen dann auch angenehmer ein.

  3. Serum
    Jetzt kommt der Hauptakteur: ein paar Tropfen auf Gesicht, Hals und bei Bedarf Dekolleté geben, sanft einarbeiten und kurz einziehen lassen.

  4. Augenpflege (falls verwendet)
    Anschließend eine spezielle Augenpflege auftragen, wenn Sie eine verwenden.

  5. Gesichtscreme
    Unterstützt die Hautbarriere, schenkt Komfort und „versiegelt“ gewissermaßen das Serum.

  6. Morgens zusätzlich: Sonnenschutz
    Zum Schluss – nach der Creme – kommt morgens der UV-Schutz. Er ist der wichtigste Schritt, wenn es um langfristige Hautgesundheit und Anti-Aging geht.

In dieser Reihenfolge kann das Serum arbeiten, ohne von zu dichten Texturen ausgebremst zu werden.


Typische Stolperfallen rund ums Serum – und wie Sie sie vermeiden

Gerade konzentrierte Pflege verzeiht weniger als eine einfache Feuchtigkeitscreme. Häufig scheitert es nicht am Produkt, sondern an Kleinigkeiten:

  • Zu viel Produkt
    Ein Überfluss an Serum bringt keinen Zusatznutzen, kann aber kleben, rollen oder irritieren. Wenige Tropfen genügen meist völlig.

  • Unpassende Kombinationen
    Mehrere stark wirksame Produkte übereinander können die Haut reizen. Besonders abends ist es sinnvoll, nicht alle „Power-Wirkstoffe“ gleichzeitig zu verwenden, sondern abzuwechseln.

  • Falsche Reihenfolge
    Wird das Serum auf eine sehr reichhaltige Creme aufgetragen, bleibt es eher an der Oberfläche. Besser: Serum zuerst, dann Creme.

  • Zu selten oder zu häufig verwendet
    Manche Seren sind für den täglichen Gebrauch formuliert, andere eher für ein- bis zweimal pro Woche. Die Hinweise des Herstellers und die Reaktion Ihrer Haut sind hier wichtiger als starre Regeln.


So setzen Sie Ihr Serum sinnvoll ein – erprobte Praxistipps

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten holen Sie deutlich mehr aus Ihrem Serum:

  • Regelmäßigkeit vor Menge
    Ein Serum wirkt besser, wenn es in einer sinnvollen Menge konsequent genutzt wird, als wenn man gelegentlich in „Vollgas-Tagen“ viel zu viel aufträgt.

  • Auf leicht feuchter Haut auftragen
    Nach Toner oder nach dem vorsichtigen Abtrocknen nicht zu lange warten. Leicht feuchte Haut erleichtert bei vielen Seren das Verteilen und kann das Gefühl auf der Haut verbessern.

  • Morgens vs. abends
    – Morgens bewähren sich Seren mit Feuchtigkeit und Antioxidantien, die die Haut vor Umweltstress schützen.
    – Abends greifen viele zu Formulierungen, die Regeneration und Zellerneuerung unterstützen – dann spielt die Haut in Ruhe „Heimspiel“.

  • Hals und Dekolleté mitversorgen
    Diese Bereiche altern nicht getrennt vom Gesicht. Wenn das Serum dort gut vertragen wird, dünn mit auftragen.

  • Geduld einplanen
    Die Haut arbeitet langsam. Ein frischerer Eindruck kann relativ schnell entstehen, tiefere Strukturveränderungen brauchen Wochen bis Monate konsequenter Anwendung.


Auf den Punkt gebracht

Ein Serum ist eine konzentrierte, eher leichte Pflege, die gezielt auf bestimmte Hautbedürfnisse zugeschnitten ist. In der Routine gehört es nach Reinigung und Toner, vor Creme und Sonnenschutz. In Verbindung mit einer passenden Creme und einem verlässlichen Ablauf wird das Serum zu einem wirksamen Baustein Ihrer Hautpflege – ohne komplizierte Rituale, sondern eingebettet in wenige, klar strukturierte Schritte.


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