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Wie kann ich die Haut an den Füßen vor dem Austrocknen durch Chlor- oder Salzwasser schützen?

Pool, Meer, trockene Füße: So schützen Sie Ihre Haut vor Chlor- und Salzwasser

Sommer, Pool, Meer – und plötzlich fühlen sich die Füße rau, trocken und spröde an. Gerade die Haut an den Füßen reagiert empfindlich auf Chlor- und Salzwasser, dazu kommen Sonne, Sand und häufiges Barfußlaufen. In diesem Artikel lesen Sie, warum die Haut austrocknet, wie Sie vorbeugen können und was nach dem Baden hilft, damit Ihre Füße weich und belastbar bleiben.


Warum Pool- und Meerwasser die Fußhaut so schnell austrocknen

Chlor- und Salzwasser greifen die natürliche Schutzschicht der Haut an – wenn auch auf unterschiedliche Weise.

  • Chlorwasser: Chlor wird zugesetzt, um Keime im Wasser zu reduzieren. Gleichzeitig kann es Fette in der äußeren Hautschicht lösen. Die Folge: Die Haut verliert Feuchtigkeit schneller, spannt, wird rauer und kann schuppig wirken.
  • Salzwasser: Salz bindet zunächst Wasser, entzieht der Haut aber Feuchtigkeit, sobald es auf ihr antrocknet und nicht abgespült wird. Die Hautbarriere wird belastet, feine Risse, Schuppungen und ein raues Hautgefühl sind typische Folgen.

Die Fußhaut ist von Natur aus dicker und weniger gut durchblutet als etwa die Gesichtshaut. Sie neigt deshalb eher zu Hornhaut, Rissen und Trockenheit – besonders, wenn zusätzlich Wasser, Sonne, Sand und Reibung durch Schuhe oder Barfußlaufen dazukommen.


Schutz von Anfang an: So bereiten Sie Ihre Füße auf Wasser und Sonne vor

Mit ein paar gezielten Maßnahmen können Sie die Haut an den Füßen schon vor dem Sprung ins Wasser stärken:

  • Vor dem Schwimmen eincremen
    Tragen Sie etwa 20–30 Minuten vor dem Baden eine reichhaltige, feuchtigkeitsspendende Creme oder Lotion auf Ihre Füße auf. Produkte mit rückfettenden Inhaltsstoffen (z. B. pflanzlichen Ölen, Ceramiden) unterstützen die Hautbarriere und mindern den Feuchtigkeitsverlust.

  • Sonnenschutz nicht vergessen
    Die Füße werden beim Eincremen gerne übersehen. Ein geeigneter Sonnenschutz auf dem Fußrücken schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor zusätzlicher Austrocknung und Reizungen durch UV-Strahlung.

  • Badeschuhe nutzen
    In Poolanlagen, am Strand und auf aufgeheizten Böden schützen Badeschuhe die Fußhaut vor mechanischer Reibung, Hitze und Schmutz. Damit sinkt auch das Risiko für kleine Verletzungen und Risse, über die die Haut noch mehr Feuchtigkeit verliert.

  • Kontaktzeit begrenzen
    Wenn die Füße stundenlang im Wasser aufweichen, quillt die Haut stärker auf. Danach verliert sie umso mehr Feuchtigkeit. Kurze Badeintervalle mit Pausen dazwischen sind deutlich hautschonender als Dauerschwimmen oder langes Planschen im seichten Wasser.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Einige Gewohnheiten verschlechtern die Hautsituation, ohne dass es sofort auffällt:

  • Salz und Chlor auf der Haut trocknen lassen
    Trocknet Meer- oder Poolwasser auf der Haut, bleiben Salz- oder Chlorreste zurück. In Verbindung mit Sonne und Wind verstärkt das den Austrocknungseffekt – die Haut fühlt sich dann schnell stumpf und rau an.

  • Heiß duschen nach dem Baden
    Sehr heißes Wasser und aggressive Duschgele lösen zusätzlich Fette aus der Haut. Besser: lauwarm duschen, die Duschzeit eher kurz halten und milde, pH-hautneutrale Produkte verwenden.

  • Hornhaut zu aggressiv entfernen
    Starkes Hobeln, grobe Raspeln oder häufige Peelings können die Schutzfunktion der Fußhaut schwächen. Eine leicht verdickte Hornschicht ist normal und dient als natürliche Barriere – sie muss nicht komplett „wegpoliert“ werden.

  • Füße „an der Luft“ trocknen lassen
    Wer nasse Füße lange unversorgt an der Luft trocknen lässt, verstärkt die Verdunstung und damit den Feuchtigkeitsverlust. Besonders nach Sonne und Wasser ist das ein häufig unterschätzter Faktor.


Erprobte Tipps für rundum gepflegte Füße nach Pool und Meer

Mit einer kurzen Routine nach dem Baden können Sie viel für die Regeneration der Fußhaut tun:

  • Nach jedem Baden abspülen
    Spülen Sie Ihre Füße möglichst zeitnah mit klarem Süßwasser ab, um Salz- und Chlorreste zu entfernen. Das gilt auch, wenn Sie „nur kurz“ im Meer oder Pool waren.

  • Sanft abtrocknen statt rubbeln
    Tupfen Sie die Füße mit einem weichen Handtuch trocken, auch sorgfältig zwischen den Zehen. Starkes Rubbeln reizt die Haut unnötig und kann sie zusätzlich aufrauen.

  • Feuchtigkeit und Fett auffüllen
    Nach dem Duschen eine pflegende Fußcreme oder Lotion aufzutragen, ist der wichtigste Schritt. Gut geeignet sind Formulierungen, die Feuchtigkeit binden (z. B. Glycerin, Urea in niedriger Konzentration, bestimmte Zuckeralkohole) und gleichzeitig rückfettende Komponenten enthalten.

  • Abendritual für beanspruchte Füße
    Nach intensiven Strand- oder Pooltagen lohnt sich ein kleines Abendritual: Füße kurz in lauwarmem Wasser reinigen, sorgfältig abtrocknen, anschließend reichhaltig eincremen. Wer möchte, zieht dünne Baumwollsocken darüber – so kann die Pflege besser einziehen und die Haut über Nacht regenerieren.

  • Regelmäßige, milde Hornhautpflege
    Ein- bis zweimal pro Woche reicht es, überschüssige Hornhaut vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer feinen Feile zu bearbeiten. So wird die Oberfläche glatter, ohne die natürliche Schutzschicht komplett zu entfernen.


Kurz zusammengefasst

Chlor- und Salzwasser können die Fußhaut deutlich austrocknen, weil sie die natürliche Schutzschicht angreifen und den Feuchtigkeitsverlust erhöhen. Wenn Sie Ihre Füße vor dem Baden eincremen, die Zeit im Wasser begrenzen, Salz- und Chlorreste nach dem Schwimmen abspülen und die Haut konsequent mit Feuchtigkeit und Fetten versorgen, bleibt die Fußhaut spürbar geschmeidiger. Entscheidend sind nicht spektakuläre Einzelaktionen, sondern kleine, regelmäßige Schritte – vor allem an Tagen, an denen Sie viel im Wasser und in der Sonne sind.


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