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Welche Farben und Finishes (matt, glänzend, metallic) liegen aktuell im Trend?

Moderne Make-up-Looks: Diese Farben und Finishes sind jetzt angesagt

Make-up-Trends sind in Bewegung – viel stärker, als es auf den ersten Blick wirkt. Mal dominieren laute Farben, mal fast unsichtbare Nuancen. Entscheidend sind dabei zwei Faktoren: Farbe und Finish. Sie bestimmen, ob ein Look natürlich, edel, kantig oder klar glamourös wirkt.

Im Folgenden geht es darum, welche Töne und Texturen gerade besonders gefragt sind, wie Sie sie alltagstauglich umsetzen – und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.


Zwischen Soft Glam und Statement: So sieht der aktuelle Make-up-Trend aus

Der Zeitgeist im Make-up pendelt momentan zwischen zwei Polen:
Auf der einen Seite stehen natürliche, weiche „Your Skin but Better“-Looks, auf der anderen bewusst gesetzte, auffällige Akzente.

Typische Trendrichtungen sind:

  • Natürliche, hautnahe Farben
    Beige, Braun, Mauve, Rosé, Pfirsich und leichte Nude-Töne, die sich nah an der eigenen Hautfarbe bewegen und den Teint eher unterstützen als überdecken.

  • Frische Akzentfarben
    Koralle, Beerentöne, warmes Rot oder kühles Pink – meist nicht maximal satt, sondern so dosiert, dass sie frisch, aber nicht laut wirken.

  • Kühle Neutrals
    Taupe, Grau-Braun, gedämpfte Rosé-Töne – vor allem rund um Augen und Lippen, wenn der Look modern, aber zurückhaltend bleiben soll.

Beim Finish zeigt sich ein bewusster Mix:

  • Soft-Matt
    Matt, aber nicht „kreidig“ oder stumpf – vor allem bei Lippen und Teint. Die Haut soll geglättet, nicht maskiert wirken.

  • Satin & Soft Glow
    Ein gepflegter, subtiler Glanz, der so aussieht, als käme er eher von guter Hautpflege als von viel Produkt.

  • Gezielter Schimmer
    Metallic- und Schimmer-Finishes tauchen vor allem als bewusst gesetzter Akzent auf, nicht mehr als rundum glitzernder Komplett-Look.


Wie Sie Trendfarben und Finishes harmonisch in Ihren Look einbauen

Entscheidend ist die Menge: Trendfarben wirken dann modern, wenn sie nicht alles auf einmal dominieren. So gelingt der Einstieg:

1. Teint: Natürlich statt maskenhaft

  • Leicht deckende Texturen sind deutlich im Vorteil: Die Hautstruktur darf sichtbar bleiben, Unebenheiten werden nur abgemildert.
  • Ein sanfter Glow wirkt aktueller als Voll-Glanz: eher wie gut versorgte Haut als wie eine Schicht Highlighter.
  • Mattierung wird gezielt eingesetzt – z. B. in der T-Zone –, um Glanz zu steuern, nicht um jedes Reflexionspunktchen zu eliminieren.

2. Augen: Soft Smokey und dezenter Schimmer

  • Braun- und Taupe-Töne lösen hartes Schwarz oft ab – das ergibt weichere Konturen und lässt den Blick weniger streng wirken.
  • Metallic und Schimmer erscheinen als schmale Linie am Wimpernkranz, in der Lidmitte oder im Augeninnenwinkel – kleine Effekte statt Vollfläche.
  • Für abendliche Looks sind Beerentöne, Kupfer und Gold beliebt, weil sie mit wenig Aufwand mehr Tiefe und Ausdruck geben.

3. Lippen: Von „Lip Tint“ bis Statement-Rot

  • Im Alltag dominieren getönte Balsame, Lip Tints und satinierte Finishes, die man nicht ständig nachziehen muss und die sich angenehm tragen.
  • Rottöne bleiben zeitlos, wirken aber moderner, wenn sie nicht messerscharf konturiert, sondern leicht „blurrig“ aufgetragen werden.
  • Matte Lippen sind nach wie vor präsent – bevorzugt in Texturen, die weich aussehen, nicht austrocknen und die Lippen nicht betonen, wenn sie trocken sind.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Auch bei modernen Looks gibt es bekannte Fallen, in die man schnell tappt:

  • Zu viele Highlights gleichzeitig
    Starker Glow im Gesicht, metallic Augen und hochglänzende Lippen zusammen wirken leicht überzeichnet. Besser: einen klaren Schwerpunkt setzen.

  • Unpassende Farbharmonien
    Sehr kühle Augen mit extrem warmen Lippen können schnell „aneinander vorbei“ spielen. Entweder in einer Farbtemperatur bleiben – warm oder kühl – oder den Kontrast bewusst klein halten.

  • Zu stark mattierte Haut
    Ein komplett pudrig-matter Teint kann flach wirken, gerade bei Tageslicht. Ein Hauch natürlicher Reflexion an Wangenknochen oder Nasenrücken lässt den Look direkt frischer und zeitgemäßer erscheinen.

  • Trend um jeden Preis
    Wenn ein Trend so viel Raum einnimmt, dass Sie sich verkleidet fühlen, ist er für Sie in dieser Form nicht passend. Meist genügt es, Intensität, Unterton oder Finish abzumildern, statt das Konzept komplett zu kippen.


Erprobte Tipps, um Trends typgerecht zu nutzen

  • Auf den Unterton achten
    Warme Typen harmonieren oft mit Gold, Kupfer, Pfirsich und warmem Rot. Kühle Typen wirken mit Rosé, Beerentönen, Mauve und silbrigen Nuancen oft stimmiger. Es gibt Ausnahmen – aber als Orientierung ist das hilfreich.

  • Ein Trend-Element pro Look wählen
    Beispielsweise: soft-matter Teint plus metallic Lidstrich. Oder: glowy Haut mit klar matten Lippen. So bleibt der Look modern, aber nicht beliebig.

  • Tagsüber subtil, abends intensiver
    Im Alltag wirken Satin und Soft Glow meist ausgewogener, besonders im Büro oder bei natürlichem Licht. Abends dürfen Metallic-Elemente, stärkere Farben und mehr Kontrast deutlich präsenter sein.

  • Lichtverhältnisse prüfen
    Schimmer, Highlighter und Metallic-Produkte verhalten sich im Badezimmerlicht anders als im Tageslicht. Ein kurzer Blick am Fenster verhindert Überraschungen draußen.


Kurz zusammengefasst

Aktuelle Make-up-Trends setzen auf Natürlichkeit mit klar gesetzten Akzenten. Hautnahe Töne, sanfte Mattigkeit und ein subtiler Glow geben den Rahmen vor. Schimmer und Metallic bleiben, rücken aber mehr in die Rolle von Highlights als von Vollflächen-Looks. Am Ende zählt, dass der Trend sich Ihrem Typ anpasst – nicht umgekehrt.


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