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Wie wird verhindert, dass Staub und Nagelreste in angrenzende Räume des Studios verschleppt werden?

Sauber getrennt: So bleiben Staub und Nagelreste im Studio – und nicht im Nebenraum

In Nagelstudios entsteht beim Feilen und Fräsen ein extrem feiner Staub, der sich hartnäckig verteilt – über Kleidung, Schuhe, Luftströmungen und Arbeitsmaterialien. Wer angrenzende Räume hygienisch und optisch sauber halten will, merkt schnell: Mit einmal Fegen ist es nicht getan. Im Folgenden lesen Sie, welche bewährten Maßnahmen professionelle Studios nutzen, um Staub und Nagelreste konsequent im Behandlungsbereich zu halten – und was das im Alltag bedeutet.


Warum Nagelstaub anders ist als normaler Hausstaub

Beim Bearbeiten von Nägeln entsteht kein „normaler“ Staub, sondern ein sehr feines, leichtes Gemisch aus Keratin, ggf. Gel- oder Acrylresten und Hautpartikeln. Dieser Staub kann:

  • sich lange in der Raumluft halten
  • sich auf allen erreichbaren Oberflächen ablagern
  • an Kleidung, Haut und Haaren haften
  • über Schuhe, Arbeitsmaterial oder Handtücher in andere Räume wandern

Parallel fallen gröbere Nagelreste an, die auf Tisch und Boden landen. Sie wirken harmlos, sind aus hygienischer Sicht aber in Bereichen wie Empfang, Wartezone oder Sozialraum fehl am Platz – dort erwartet man keine sichtbaren Spuren von Behandlungen.

Professionelle Studios setzen daher nicht auf eine einzelne Maßnahme, sondern auf ein Zusammenspiel aus Technik (Absaugung, Luftführung), Organisation (Abläufe, Wege) und konsequenter Reinigung.


Saubere Luft und klare Zonen: Wie Studios Staub im Raum halten

Damit Staub gar nicht erst in andere Bereiche gelangt, arbeiten viele Studios mit einem klaren Zonen-Konzept:

  • Arbeitsbereich und andere Zonen trennen
    Behandlungsräume sind räumlich vom Empfang, von Büro- und Pausenbereichen abgesetzt – im Idealfall mit Türen, die während der Behandlung geschlossen bleiben. Das ist simpel, aber wirkungsvoll, weil Luftströme und Laufwege begrenzt werden.

  • Gezielte Staubabsaugung direkt am Arbeitsplatz
    Tisch- und Fräserabsaugungen fangen einen großen Teil des Staubs dort ab, wo er entsteht. Je näher die Absaugung an der Feilstelle sitzt und je besser die Filter, desto weniger Staub gelangt überhaupt in die Raumluft – und damit auch nicht so leicht in Nebenräume.

  • Geregelte Luftführung und Lüften
    Regelmäßiges Lüften reduziert die Staubkonzentration im Behandlungsraum. Ergänzend nutzen manche Studios Luftreiniger mit passenden Filtern. Wichtig ist, dass Luft nicht einfach ungefiltert in den Flur oder Wartebereich geblasen wird, sonst verlagert man das Problem nur.

  • Geschlossene Abfallentsorgung
    Nagelreste und Staub landen in geschlossenen Behältern, die regelmäßig geleert werden. Offene Mülleimer führen dazu, dass feiner Staub bei jedem Luftzug wieder aufgewirbelt wird.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Selbst in gut durchdachten Studios gibt es Situationen, in denen Staub unbemerkt „ausbüxt“:

  • Offene Türen während der Behandlung
    Bleiben Türen zum Flur oder Empfang offen, kann sich der Staub mit jedem Luftzug und jedem Kommen und Gehen verteilen. Kurz geöffnet ist meist kein Problem – dauerhaft offen schon.

  • Bodenreinigung nur trocken
    Reines Fegen oder Staubsaugen wirbelt feinen Staub eher auf, als ihn zu entfernen. Ohne anschließendes feuchtes Wischen verteilt sich der Staub immer wieder.

  • Arbeitskleidung überall tragen
    Wer mit derselben Kleidung und denselben Schuhen zwischen Behandlungsraum, Empfang, Sozialraum und ggf. draußen hin- und herläuft, trägt Staub automatisch mit. Man sieht ihn nicht sofort, aber auf hellen Flächen wird er irgendwann sichtbar.

  • Unklare Standards im Team
    Wenn jede Person „nach Gefühl“ reinigt und absaugt, entstehen Lücken: Die eine wischt täglich, die andere nur, wenn etwas sichtbar ist. Solche Unterschiede begünstigen, dass Staub schleichend in andere Zonen wandert.


Erprobte Praxismaßnahmen für ein sauber getrenntes Studio

Mit einigen klar definierten Schritten lassen sich angrenzende Räume deutlich sauberer halten:

  • Arbeits- und Privatbereiche klar definieren
    Behandlungen finden ausschließlich in den dafür vorgesehenen Räumen statt. Türen bleiben während der Arbeiten nach Möglichkeit geschlossen. Das schafft eine klare Grenze: Hier wird gearbeitet, dort nicht.

  • Arbeitskleidung und ggf. Zusatzausstattung nutzen
    Ein separates Oberteil oder ein Kittel nur für den Behandlungsraum, der im Studio bleibt, reduziert den Staubtransport. Gleiches gilt für gut abwischbares Schuhwerk, das nur im Arbeitsbereich getragen wird.

  • Regelmäßige, strukturierte Reinigung
    Je nach Auslastung: täglich oder nach Bedarf feuchtes Wischen der Böden im Behandlungsraum, Reinigung der Arbeitsflächen sowie Pflege der Absaugfilter nach Herstellerangaben. So sinkt die Staubmenge im Raum langfristig deutlich.

  • Durchdachte Wegeführung
    Nach der Behandlung sollten die Wege kurz und logisch sein: vom Platz zum Waschbecken, ggf. mit Bürsten für Hände und Unterarme. Erst danach geht es in andere Räume. Das minimiert, wie viel Staub mitgetragen wird.

  • Hygiene- und Reinigungsplan
    Ein schriftlicher Plan (wer macht was, wie oft, womit) sorgt dafür, dass alle im Team nach denselben Standards arbeiten. Das schafft Transparenz und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sich Staub schleichend in Nebenräumen bemerkbar macht.


Kurz zusammengefasst

Damit Staub und Nagelreste nicht im ganzen Studio auftauchen, braucht es das Zusammenspiel aus wirksamer Absaugtechnik, klar getrennten Räumen, festen Abläufen und konsequenter Reinigung. Je besser der Staub direkt am Arbeitsplatz eingefangen und im Behandlungsraum gehalten wird, desto angenehmer und hygienischer bleiben Empfangs- und Aufenthaltsbereiche – für Kundschaft und Team gleichermaßen.


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