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Wie entferne ich Nagelkleber von Haut und Nagel, ohne Reizungen zu verursachen?

Sanft und gründlich: So entfernen Sie Nagelkleber von Haut und Nägeln

Künstliche Nägel, Nail Art und kleine Reparaturen funktionieren ohne speziellen Nagelkleber kaum – bis etwas verrutscht. Dann klebt plötzlich nicht nur der Kunstnagel, sondern auch die Fingerspitze oder die umliegende Haut. Spätestens dann stellt sich die Frage: Wie wird man den Nagelkleber wieder los, ohne die Haut zu strapazieren oder den Naturnagel anzugreifen?
Im Folgenden lesen Sie, wie Nagelkleber überhaupt funktioniert, welche Methoden sich bewährt haben – und wo Vorsicht angebracht ist.


Was Nagelkleber so hartnäckig macht – und warum das wichtig ist

Nagelkleber besteht meist aus Cyanoacrylaten. Diese reagieren mit Feuchtigkeit und härten innerhalb kürzester Zeit aus – genau deshalb halten sie Kunstnägel zuverlässig auf der Nagelplatte.

Das hat allerdings Konsequenzen:

  • Der Kleber haftet fest an Haut und Nageloberfläche.
  • Reiben, „Abknibbeln“ oder Abziehen kann die Nagelplatte aufrauen und die Haut verletzen.
  • Starke Lösungsmittel trocknen die Haut aus und können Reizungen verursachen.

Wer Kleber sicher entfernen möchte, sollte daher zwei Dinge vermeiden: mechanische Gewalt und zu aggressive Chemie. Ziel ist nicht, den Kleber „abzurubbeln“, sondern ihn zu erweichen, zu lockern und dann schrittweise zu lösen.


Schritt für Schritt: Schonende Methoden zur Entfernung von Nagelkleber

1. Lauwarmes Seifenbad für einen weichen Start

  • Eine Schale mit lauwarmem Wasser füllen.
  • Eine milde Seife oder etwas Duschgel zugeben.
  • Finger oder Zehen 10–15 Minuten einweichen.

Das Einweichen macht den Kleber oft etwas elastischer. Er lässt sich anschließend leichter ablösen, ohne dass Sie stark rubbeln müssen.

2. Öl als sanfter Helfer bei Kleber auf der Haut

Vor allem bei Kleberresten auf der Haut sind Öle eine gute Wahl:

  • Pflanzenöl, Babyöl oder ein anderes hautverträgliches Öl auf die betroffene Stelle geben.
  • Einige Minuten einwirken lassen.
  • Den Bereich mit den Fingern oder einem weichen Tuch sanft massieren, bis sich der Kleber langsam löst.
  • Reste mit lauwarmem Wasser und milder Seife abwaschen.

Das Öl erleichtert die Trennung zwischen Kleber und Haut, ohne diese zusätzlich zu reizen.

3. Spezialentferner oder Nagellackentferner nur mit Bedacht

Spezielle Entferner für Sekunden- oder Nagelkleber enthalten meist kräftige Lösungsmittel. Sie wirken, können aber auch deutlich austrocknen.

Wenn Sie Nagellackentferner einsetzen:

  • Möglichst einen Entferner ohne abrasive Zusätze verwenden.
  • Nur auf den Nagel auftragen, nicht großflächig auf die umliegende Haut.
  • Ein Wattepad tränken, auf den Nagel legen und ein paar Minuten einwirken lassen.
  • Den angelösten Kleber vorsichtig abwischen oder mit einem Rosenholzstäbchen sanft wegschieben.

Die Haut drumherum lässt sich durch eine dünne Schicht Öl oder reichhaltige Creme schützen.


Was Sie besser lassen sollten: Typische Stolperfallen

  • Kleber abreißen oder abkratzen:
    Das beschädigt leicht die Nagelplatte und kann Risse, Rillen und Splittern begünstigen.

  • Metallische Werkzeuge auf der Nageloberfläche:
    Scharfe oder sehr harte Instrumente rauen den Nagel dauerhaft auf.

  • Zu heißes Wasser:
    Sehr heißes Wasser reizt und trocknet die Haut aus, ohne den Kleber deutlich besser zu lösen.

  • Langes Einwirken starker Lösungsmittel:
    Aggressive Lösemittel entziehen Haut und Nagel massiv Feuchtigkeit – Rötungen, Spannungsgefühl oder Brennen sind häufig die Folge.


Bewährte Strategien für gepflegte Nägel nach der Kleberentfernung

Damit Nägel und Haut nach der Prozedur nicht unnötig leiden, helfen ein paar einfache Schritte:

  • Nach dem Entfernen immer abspülen:
    Reste von Seife, Öl oder Lösungsmitteln mit lauwarmem Wasser abnehmen.

  • Nagelhaut pflegen:
    Ein gutes Nagelöl oder eine reichhaltige Creme unterstützt die Regeneration von Nagelrand und Nagelhaut.

  • Nageloberfläche nicht sofort polieren:
    Direkt nach der Kleberentfernung ist der Nagel häufig empfindlicher. Gönnen Sie ihm etwas Zeit, bevor Sie feilen oder polieren.

  • Pausen einplanen:
    Wer regelmäßig Kunstnägel oder Nagelkleber nutzt, sollte nagellackfreie Tage oder Phasen einbauen, damit sich der Naturnagel erholen kann.

  • Auf die Haut achten:
    Bleiben Rötungen, Brennen oder Schmerzen bestehen, die Stelle schonen und bei Bedarf ärztlich abklären lassen.


Kurz zusammengefasst

Am schonendsten entfernen Sie Nagelkleber, wenn Sie ihn zunächst einweichen, anschließend mit Öl oder einem geeigneten Entferner lösen – und auf Rubbeln, Kratzen und Reißen verzichten. Lauwarmes Seifenwasser, sanfte Massage mit Öl und der gezielte Einsatz von Entferner nur auf dem Nagel sind die wichtigsten Bausteine. So bleiben Haut und Nägel möglichst intakt und gepflegt.


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