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Wie bereite ich meine Nägel nach der Entfernung von Gel oder Acryl auf eine neue Modellage vor?

Neustart für die Nägel: So bringen Sie Ihre Hände fit für die nächste Modellage

Nach dem Entfernen von Gel- oder Acrylnägeln sehen die Naturnägel oft mitgenommen aus: weich, matt, empfindlich. Genau in diesem Moment entscheidet die Vorbereitung darüber, wie gut die nächste Modellage hält – und wie viel Ihre Nägel darunter aushalten. Im Folgenden lesen Sie, was Ihre Nägel nach einer Modellage tatsächlich brauchen, wie Sie sie Schritt für Schritt vorbereiten und welche Gewohnheiten ihnen eher schaden als nützen.


Was mit Ihren Nägeln nach Gel oder Acryl wirklich passiert

Gel- und Acrylnägel sind nicht per se „nagelschädlich“. Problematisch wird es vor allem dann, wenn:

  • zu häufig übermodelliert wird
  • zu aggressiv gefeilt wird
  • alte Schichten unsauber oder hastig entfernt werden

Nach dem Abtragen fällt häufig auf:

  • Der Nagel wirkt dünner oder empfindlicher
  • Die Oberfläche ist rau oder ungleichmäßig
  • Die Nagelplatte zeigt leichte Verfärbungen
  • Die Nagelhaut ist trocken oder gereizt

Die Ursache ist meist mechanischer Stress: zu grobes Feilen, Abreißen von Restmaterial, unkontrolliertes Kürzen. Umso wichtiger ist eine Vorbereitung, die den Nagel nicht weiter schwächt. Das Ziel: eine saubere, trockene, leicht angeraute Oberfläche ohne Fettfilm – aber ohne zusätzlichen Substanzverlust.


Schritt für Schritt: So bereiten Sie Ihre Nägel auf die nächste Modellage vor

1. Sanft kürzen und in Form bringen

Kürzen Sie den Naturnagel mit einer feinen Feile, nicht mit dem Knipser. Feilen Sie möglichst in eine Richtung, um Splittern und Mikrorisse zu vermeiden. Eine leicht abgerundete Form ist stabiler als harte, eckige Kanten.

2. Nagelhaut vorsichtig zurückschieben

Weichen Sie die Nagelhaut kurz in lauwarmem Wasser ein und schieben Sie sie anschließend behutsam mit einem Holzstäbchen zurück. Schneiden ist nur dann sinnvoll, wenn überschüssige, wirklich lose Haut vorhanden ist. Verletzte Nagelhaut entzündet sich schnell – und das direkt am Arbeitssitz der Modellage.

3. Oberfläche nur leicht anmattieren

Mit einer feinkörnigen Feile oder einem Buffer entfernen Sie lediglich den natürlichen Glanz. Es reicht, wenn der Nagel matt wirkt. Tiefe Rillen wegfeilen oder „glatt schleifen“ ist keine gute Idee – jede überflüssige Schicht, die verschwindet, macht den Nagel dünner und empfindlicher.

4. Nagel gründlich entfetten

Hände waschen, gut abtrocknen und die Nagelplatte anschließend mit einem geeigneten Entfetter oder Alkohol reinigen. Reste von Fett, Creme oder Staub sind klassische Haftungskiller. Je sauberer und trockener die Oberfläche, desto stabiler sitzt die Modellage.

5. Keine ölige Pflege direkt vor der Modellage

Öle und reichhaltige Cremes gehören unbedingt in die Pflegeroutine – aber nicht unmittelbar vor einer neuen Modellage. Nutzen Sie sie einige Stunden vorher oder erst nach der Behandlung. Frisches Öl auf dem Nagel bedeutet: schlechtere Haftung und höhere Liftings-Gefahr.


Häufige Fehler, die Ihre Nägel unnötig stressen

Gel oder Acryl abreißen
Das „Runterziehen“ alter Modellage wirkt wie ein Peeling im Extremmodus: Die obere Nagelschicht reißt oft mit ab. Besser: fachgerecht abfeilen oder mit der passenden Technik entfernen lassen.

Zu aggressives Feilen
Sobald die Nagelplatte heiß wird oder brennt, ist bereits zu viel passiert. Das macht den Nagel dünn, reizt das Nagelbett und begünstigt spätere Brüche.

Nägel krampfhaft ultrakurz feilen
Schon geschwächte Nägel dann noch extrem kurz zu feilen, nimmt ihnen jeden Hebel. Ein wenig freie Nagelkante kann die Empfindlichkeit deutlich reduzieren – wenn es vom Alltag her möglich ist.

Keine Pausen einplanen
Wer sichtbar geschädigte Nägel immer wieder übermodellieren lässt, nimmt ihnen jede Erholung. Kurze Phasen ohne Modellage, kombiniert mit konsequenter Pflege, helfen dem Nagel, sich zu stabilisieren.


Praktische Tipps für stärkere Nägel zwischen zwei Modellagen

  • Gönnen Sie Ihren Nägeln einige modellagefreie Tage, wenn sie sehr dünn oder weich wirken.
  • Pflegen Sie Nagelplatte und Nagelhaut regelmäßig mit einem hochwertigen Nagelöl – am besten abends, wenn die Hände zur Ruhe kommen.
  • Tragen Sie bei Hausarbeit mit Wasser, Reinigern oder Chemikalien konsequent Handschuhe. Das schützt nicht nur die Nägel, sondern auch die Haut.
  • Achten Sie auf eine Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen – der Nagel wächst von innen, nicht aus der Flasche.
  • Wenn Nägel dauerhaft schmerzen, sich deutlich verfärben oder ungewöhnlich verändern, gehört das in ärztliche Hände, nicht nur unter eine neue Schicht Gel.

Kurz gefasst

Nach dem Entfernen von Gel oder Acryl zählen vor der nächsten Modellage vor allem vier Schritte: schonend kürzen, leicht anmattieren, gründlich entfetten und die Nagelhaut vorsichtig zurückschieben. Mehr braucht es meist nicht. Was Sie vermeiden sollten: aggressives Feilen, das Abreißen von Restmaterial und dauerhaftes Übermodellieren sichtbar geschwächter Nägel. Kurze Pflegepausen zahlen sich langfristig aus.


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