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Wie schminke ich mein Make-up so, dass es auf Fotos oder im Video gut aussieht?

Kamera-ready: So machen Sie Ihr Make-up fototauglich

Ob Selfie, Event-Fotos oder Video-Call: Ein Make-up, das im Spiegel frisch wirkt, kann auf Bildern plötzlich blass, fleckig oder stark glänzend erscheinen. Der Grund: Kamera, Licht und Auflösung „sehen“ anders als das menschliche Auge. In diesem Artikel geht es darum, was ein foto- und videotaugliches Make-up tatsächlich ausmacht, welche Schritte sich bewährt haben – und welche Sie sich sparen oder besser lassen. So wirkt Ihr Look auf Fotos und in Videos klar, ebenmäßig und natürlich, ohne dass er nach Maske aussieht.


Warum Make-up unter Kamera-Bedingungen anders funktioniert

Kameras verstärken Kontraste, jede kleine Unregelmäßigkeit und jede Glanzstelle. Gleichzeitig schlucken sie Farbe – ein Lippenstift, der im Alltag satt wirkt, sieht auf Fotos oft deutlich zurückhaltender aus.

Wichtige Faktoren:

  • Licht: Helles Licht legt jede Unebenheit offen, hartes Licht macht Glanz sofort sichtbar.
  • Auflösung: Moderne Kameras zeigen Poren, Härchen und Textur gnadenlos detailliert.
  • Farbdarstellung: Je nach Kamera und Bildschirm wirken Farben flauer, kühler oder wärmer als in der Realität.
  • Blitzlicht: Blitz hellt das Gesicht stark auf, nimmt Konturen weg und verstärkt Reflexionen auf Stirn, Nase und Wangen.

Deshalb sieht ein sehr dezentes Alltags-Make-up vor der Kamera oft fahl aus, während ein etwas sorgfältiger aufgebauter, gut verblendeter Look auf Bildern meist natürlicher und frischer rüberkommt.


Schritt für Schritt: So gelingt ein kameratauglicher Look

1. Vorbereitung der Haut

  • Reinigen Sie das Gesicht sanft und tragen Sie eine leichte, nicht fettende Pflege auf.
  • Geben Sie der Pflege ein paar Minuten Zeit, einzuziehen – sonst rutscht die Foundation später.
  • Trockene Stellen können Sie gezielt mit etwas zusätzlicher Feuchtigkeit versorgen, damit sich dort nichts absetzt.

2. Ebenmäßiger Teint ohne Maskeneffekt

  • Wählen Sie eine Foundation, die Ihrem Hautton wirklich nahekommt, weder deutlich heller noch dunkler.
  • Arbeiten Sie in dünnen Schichten: lieber nach und nach aufbauen, statt direkt zu viel Produkt auftragen.
  • Übergänge an Kinnlinie, Haaransatz und Ohren sorgfältig verblenden, damit keine Ränder entstehen.
  • Concealer nur dort einsetzen, wo er gebraucht wird – unter den Augen, bei Rötungen oder einzelnen Unreinheiten.

3. Glanz kontrollieren und Konturen definieren

  • Mattieren Sie die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) mit einem transparenten Puder oder sehr sparsam mit einem farbigen.
  • Setzen Sie leichte Kontur-Akzente unter den Wangenknochen und entlang des Haaransatzes und verblenden Sie gründlich.
  • Ein dezent gesetzter Highlighter auf den oberen Wangenknochen genügt – auf Stirn und Nase wirkt starker Glanz schnell unruhig.

4. Augen und Lippen ausdrucksstark, aber nicht überladen

  • Betonen Sie den Wimpernkranz mit einem feinen Lidstrich oder einem gut verblendeten, dunkleren Lidschatten.
  • Wählen Sie Lidschattenfarben, die Ihre Augenfarbe unterstützen, und achten Sie auf weiche Übergänge statt harter Kanten.
  • Tuschen Sie die Wimpern gründlich, bis in den Ansatz, ohne Klümpchen stehen zu lassen.
  • Bei den Lippen funktionieren mittlere Töne meist besser als sehr helle Nude-Nuancen oder sehr dunkle Farben.
  • Die Lippenkontur leicht definieren, aber nicht scharf nachziehen – das wirkt auf Bildern harmonischer.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Glow: Starke, glitzernde Highlighter lassen die Haut auf Fotos schnell fettig statt frisch wirken.
  • Zu heller Concealer: Unter Blitzlicht entsteht leicht der berühmte „Panda-Effekt“ unter den Augen.
  • Unverblendete Ränder: Harte Linien bei Foundation, Kontur oder Lidschatten sind auf Bildern gnadenlos sichtbar.
  • Zu wenig Definition: Augen und Lippen können im Bild „verschwinden“, wenn sie nur minimal betont sind.
  • Look passt nicht zum Licht: Sehr matte Texturen sehen in dunkler Umgebung schnell stumpf aus, zu viel Glanz wirkt im grellen Licht überladen.

Praktische Profi-Tipps für Fotos und Videos

  • Probebild machen: Vor einem Termin ein Testfoto bei ähnlichen Lichtverhältnissen aufnehmen. So sehen Sie sofort, wo nachjustiert werden muss.
  • Tageslicht nutzen: Schminken möglichst bei Tageslicht oder vor einer neutralen, gleichmäßigen Lichtquelle – das Ergebnis wird verlässlicher.
  • Blotting-Paper einpacken: Kurz vor Fotos oder Aufnahmen über Stirn, Nase und Kinn tupfen, um Glanz zu reduzieren, ohne Produkt aufzubauen.
  • Augenbrauen nicht vergessen: Leicht ausgefüllte Brauen geben dem Gesicht mehr Rahmen und Ausdruck.
  • Make-up setzen lassen: Einige Minuten warten, bevor Sie letzte Korrekturen vornehmen – dann zeigt sich, wie sich alles wirklich auf der Haut verhält.

Kurz zusammengefasst

Für Fotos und Videos braucht Make-up vor allem: einen gleichmäßigen, gut verblendeten Teint, kontrollierten Glanz und klar definierte Augen und Lippen. Arbeiten Sie in dünnen Schichten, stimmen Sie den Look auf Licht und Anlass ab und prüfen Sie das Ergebnis mit einem Testfoto. Oft entscheiden ein paar gezielte Korrekturen vor der Kamera über den Unterschied zwischen „passt schon“ und wirklich kameratauglich.


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