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Welche speziellen Techniken gibt es, damit Make-up bei öliger Haut länger matt bleibt?

Matt bleiben trotz Glanz: So hält Make-up bei öliger Haut deutlich länger

Ölige Haut und Make-up – eine Kombination, die schnell nerven kann. Die T-Zone glänzt schon kurz nach dem Auftragen, Foundation rutscht, Puder scheint sich in Luft aufzulösen. Dabei liegt es selten nur „an der Haut“, sondern meist an Texturen, Auftragetechnik und kleinen Routinenfehlern. Mit ein paar gezielten Anpassungen lässt sich die Haltbarkeit von Make-up auf öliger Haut spürbar verbessern. Im Folgenden geht es um die Schritte, die tatsächlich etwas verändern, welche Produkte sich lohnen – und wie Sie Glanz im Laufe des Tages in den Griff bekommen, ohne am Ende zugekleistert auszusehen.


Warum ölige Haut Make-up schneller „auffrisst“

Ölige Haut produziert mehr Talg, als sie eigentlich braucht. Dieses Öl legt sich auf die Oberfläche, vermischt sich mit Foundation, Concealer und Puder und sorgt dafür, dass:

  • Produkte schneller „wegrutschen“ oder fleckig werden
  • Puder nach einigen Stunden kaum noch sichtbar ist
  • Glanz vor allem auf Stirn, Nase und Kinn deutlich hervortritt

Kommt dann noch eine zu aggressive Pflege dazu, wird es kompliziert: Die Haut fühlt sich gereizt, reagiert mit noch mehr Talg und der Kreislauf verstärkt sich. Das Ziel ist deshalb nicht, jede Spur von Hautfett loszuwerden, sondern den Glanz zu kontrollieren und das Make-up so aufzubauen, dass es sich mit der Haut verbindet, statt von ihr abgestoßen zu werden.


Schritt für Schritt: So bauen Sie einen haltbaren, matten Look auf

1. Vorbereitung: sanft reinigen und gezielt mattieren

  • Milde Reinigung: Entfernen Sie überschüssigen Talg, ohne die Haut „quietschsauber“ zu schrubben. Alles, was zu stark entfettet, provoziert oft nur eine Gegenreaktion und mehr Öl.
  • Leichte Feuchtigkeit: Setzen Sie auf ölfreie oder sehr leichte Texturen. Auch ölige Haut braucht Feuchtigkeit – fehlt sie, versucht die Haut häufig, das Defizit mit mehr Talg auszugleichen.
  • Mattierender Primer: Ein guter mattierender Primer kann Glanz bremsen und Poren optisch verfeinern, vor allem in der T-Zone. Er ersetzt keine Pflege, ist aber eine sinnvolle Zwischenschicht.

2. Die richtige Foundation-Technik

  • Auf Textur achten: Ölfreie, leichte oder als „matt“ ausgewiesene Foundations funktionieren meist besser als cremige, reichhaltige Formeln. Zu viel Pflege in der Foundation selbst lässt sie schneller rutschen.
  • Dünne Schichten: Tragen Sie lieber eine sehr dünne Schicht auf und arbeiten Sie mit Pinsel oder Schwämmchen. Wenn Sie mehr Deckkraft brauchen, bauen Sie in dünnen Lagen auf. Eine dicke, deckende Schicht bricht auf öliger Haut meist schneller.
  • Gezielte Abdeckung: Concealer gehört nur dorthin, wo wirklich mehr Deckkraft nötig ist – etwa auf Unreinheiten oder einzelne Rötungen – nicht als zusätzliche flächige Schicht über das ganze Gesicht.

3. Puder strategisch einsetzen

  • Puder „pressen“, nicht wischen: Losen Puder mit einem Schwämmchen oder einer festen Quaste in die Haut drücken, besonders in der T-Zone. Sanftes Wischen oder großzügiges „Überstäuben“ sieht zwar schnell fertig aus, hält aber deutlich weniger gut.
  • Baking light: Wenn Sie sehr schnell glänzen, können Sie Nase, Kinn und die Mitte der Stirn für ein paar Minuten mit etwas mehr Puder „baken“. Danach den Überschuss vorsichtig abnehmen, ohne wieder alles wegzureiben.

Häufige Fehler, die mattes Make-up zunichtemachen

  • Zu reichhaltige Pflege vor dem Make-up: Schwere Cremes oder Gesichtsöle bilden einen Film, auf dem Foundation schlechter haftet und schneller verrutscht.
  • Zu viel Puder auf einmal: Eine dicke Puderschicht wirkt schnell cakey und bricht oft früher auf als mehrere dünne Lagen. Zudem betont sie Struktur und Poren.
  • Alkohollastige Produkte: Formulierungen mit sehr viel Alkohol mattieren zwar kurzfristig, können die Haut aber reizen. Langfristig reagiert sie häufig mit mehr Talgproduktion.
  • Ständiges Nachschichten mit Puder: Immer wieder Puder auf bereits glänzende, ölige Haut zu geben, erzeugt Schichten, die unruhig, pastig und maskenhaft wirken – und sich schneller absetzen.

Erprobte Tipps für langanhaltende Mattheit im Alltag

  • Blotting Papers nutzen: Tupfen Sie Öl tagsüber mit Blotting Papers oder einem sauberen Papiertuch ab, bevor Sie nachpudern. So entfernen Sie das Fett, statt es nur mit Puder zu vermischen.
  • Nur gezielt nachpudern: Frischen Sie vor allem T-Zone und andere Glanzbereiche auf, anstatt das komplette Gesicht zu mattieren. Das hält den Teint lebendig und weniger „zugebaut“.
  • Fixierspray als Abschluss: Ein geeignetes Fixierspray kann die einzelnen Schichten verbinden und die Haltbarkeit insgesamt verbessern – besonders in Kombination mit dünn geschichteten Produkten.
  • Routinen beobachten: Wenn Sie merken, dass Sie mit bestimmten Cremes, Primern oder Foundations deutlich schneller glänzen, lohnt es sich, genau dort anzusetzen und gezielt zu wechseln.

Kurz zusammengefasst

Ölige Haut ist kein automatischer Make-up-Killer. Mit milder, leichter Pflege, einem passenden mattierenden Primer, dünn aufgebauter Foundation und durchdacht eingesetztem Puder bleibt der Teint länger ruhig und gleichmäßig. Wer zwischendurch überschüssiges Öl mit Blotting Papers entfernt und nur dort nachpudert, wo es wirklich nötig ist, kontrolliert Glanz, ohne die Haut zu überladen.


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