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Welche Mascara ist die richtige für meine Wimpern (Länge, Volumen, Schwung)?

Welche Mascara passt zu meinen Wimpern? So finden Sie die richtige für Länge, Volumen und Schwung

Auf fast jeder Mascara steht heute dasselbe Versprechen: mehr Länge, mehr Volumen, mehr Schwung – am besten alles gleichzeitig. In der Realität sieht das oft anders aus. Wie eine Mascara an Ihnen wirkt, hängt stark von Ihren eigenen Wimpern ab – und davon, wie gut Produkt und Bürste dazu passen.

Im Folgenden geht es darum, Ihre Wimpern realistisch einzuschätzen, passende Mascaratypen zu finden und typische Anwendungsfehler zu vermeiden.


Wimpern-Typen verstehen: Warum nicht jede Mascara für alle funktioniert

Der erste Schritt ist ein ehrlicher Blick in den Spiegel: Was bringen Ihre Wimpern von Natur aus mit? Relevant sind vor allem drei Faktoren:

  • Länge: Kurz, durchschnittlich oder bereits von sich aus lang?
  • Dichte: Wirken die Wimpern voll und kräftig oder eher fein und lückenhaft?
  • Schwung: Biegen sie sich natürlich nach oben oder stehen sie eher gerade bzw. hängen leicht nach unten?

Je nach Ausgangslage ergeben sich unterschiedliche Bedürfnisse:

  • Kurze Wimpern:
    Hier zählen präzise Bürsten und verlängernde Formeln, die auch kleine Härchen gut erfassen und die Spitzen betonen.

  • Dünne oder spärliche Wimpern:
    Sie profitieren von verdichtenden Texturen, die optisch mehr Fülle schaffen.

  • Gerade oder nach unten gerichtete Wimpern:
    Schwunggebende Mascaras in Kombination mit einer Wimpernzange sind hier meist unverzichtbar.

Entscheidend ist: Eine Mascara kann Ihre Wimpern nicht „umformen“, aber sie kann das vorhandene Potenzial deutlich besser zur Geltung bringen – oder eben verschenken, wenn sie nicht zu Ihrem Typ passt.


So wählen Sie die passende Mascara für Ihren Wimpern-Typ

Statt sich auf Marketingversprechen zu verlassen, lohnt ein genauer Blick auf die Bürste und den beschriebenen Effekt.

1. Für mehr Länge

  • Schmale, gerade oder leicht gebogene Bürsten kommen gut an den Ansatz und ziehen die Wimpern sauber in die Länge.
  • Feine Bürstchen erwischen auch kurze Wimpern und die Härchen im äußeren Augenwinkel.
  • Verlängernde Formeln umhüllen die Wimpern eher dünn, betonen vor allem die Spitzen und definieren klar.

2. Für mehr Volumen

  • Dichte, eher größere Bürsten nehmen viel Produkt auf und geben es intensiv ab.
  • Ideal für feine, lichte Wimpern, die kompakter und voller wirken sollen.
  • Mehrere dünne Schichten lassen das Ergebnis meist gepflegter aussehen als eine einzige, sehr dicke Lage.

3. Für mehr Schwung

  • Gebogene Bürsten unterstützen den natürlichen Bogen der Wimpern und helfen, ihn beim Tuschen zu „setzen“.
  • In Kombination mit einer Wimpernzange bleibt der Schwung meist deutlich besser erhalten.
  • Für sehr gerade Wimpern lohnt eine Formulierung, die etwas fester antrocknet und den Schwung stabilisiert.

Wer möglichst alles möchte – Länge, Volumen, Schwung – kann kombinieren: etwa zuerst eine verlängernde Mascara dünn aufs ganze Wimpernblatt, danach eine volumengebende, die Sie vor allem am Ansatz konzentrieren.


Häufige Fehler beim Mascara-Kauf und -Auftragen

Zu dicke Schichten
Viele Schichten hintereinander führen schnell zu Klümpchen und den typischen „Fliegenbeinen“. Zwei sorgfältig aufgetragene, dünne Schichten wirken meist dichter, aber trotzdem sauber.

Unpassende Bürstenform
Sehr voluminöse Bürsten wirken bei sehr kurzen Wimpern oft unpraktisch: Sie kommen kaum an den Ansatz, verschmieren schneller und lassen das Ergebnis ungeordnet aussehen.

Nicht zur eigenen Augenform passend
Große Bürsten stoßen bei kleinen oder tief liegenden Augen schnell ans Lid. Schlanke Bürsten ermöglichen hier präziseres Arbeiten, weniger Patzer und ein insgesamt ruhigeres Bild.

Wimpernzange nach der Mascara benutzt
Eine Wimpernzange sollte grundsätzlich auf trockenen, ungetuschten Wimpern eingesetzt werden. Bei getuschten Wimpern besteht die Gefahr, dass sie brechen oder sogar ausgerissen werden.


Praktische Tipps für ein optimales Ergebnis im Alltag

Vom Ansatz zu den Spitzen arbeiten
Setzen Sie die Bürste so nah wie möglich am Wimpernkranz an, bewegen Sie sie leicht hin und her und ziehen Sie sie dann nach oben durch. So entsteht optisch mehr Dichte am Ansatz, ohne dass die Spitzen überladen wirken.

Unterer Wimpernkranz – ja oder nein?
Bei sehr wenigen oder feinen oberen Wimpern kann viel Mascara unten den Blick eher nach unten ziehen. In solchen Fällen oben betonen und unten nur minimal tuschen – oder ganz darauf verzichten.
Wer große Augen hervorheben möchte, kann den unteren Kranz mit einer feineren Bürste leicht definieren.

Bürste nicht pumpen
Das schnelle „Pumpen“ der Bürste in der Hülse bringt Luft ins Produkt, lässt es schneller austrocknen und kann Klümpchen begünstigen. Besser: Die Bürste langsam herausdrehen und überschüssiges Produkt bei Bedarf am Rand abstreifen.

Abends gründlich, aber sanft entfernen
Mascara sollte komplett entfernt werden, ohne stark zu rubbeln. Ein sanfter Reiniger oder ein zweiphasiges Produkt, kurz einwirken lassen, dann vorsichtig abnehmen. So bleiben die Wimpern langfristig stabiler und fallen weniger aus.


Kurz zusammengefasst

Die ideale Mascara gibt es nicht im Allgemeinen, sondern nur im Zusammenspiel mit Ihren eigenen Wimpern.

  • Kurze Wimpern: verlängernde Formeln, präzise, eher schmale Bürsten.
  • Dünne Wimpern: volumengebende Texturen, dichter Auftrag (in dünnen Schichten).
  • Gerade Wimpern: schwungunterstützende Bürsten, gern in Kombination mit einer Wimpernzange und einer Formulierung, die den Schwung hält.

Mit einer passenden Technik – vom Ansatz arbeiten, in dünnen Lagen aufbauen, abends schonend abschminken – holen Sie das Maximum aus Ihren Wimpern heraus, ohne sie zu strapazieren.


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