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Was hilft gegen trockene und rissige Lippen unter Lippenstift?

Trockene, rissige Lippen unter Lippenstift: Was wirklich hilft

Trockene, rissige Lippen sind nicht nur unangenehm, sie ruinieren auch schnell jeden noch so schönen Lippenstift. Besonders bei kräftigen Farben treten Hautschüppchen und feine Risse deutlich hervor. In diesem Artikel lesen Sie, warum Lippen so leicht austrocknen, wie Sie sie Schritt für Schritt vorbereiten und welche kleinen Gewohnheiten auf Dauer für glattere, weichere Lippen sorgen – auch unter starkem Lippenstift.


Warum unsere Lippen so empfindlich auf Trockenheit reagieren

Die Haut der Lippen funktioniert anders als der Rest der Gesichtshaut. Sie ist:

  • sehr dünn
  • fast ohne Talgdrüsen
  • nur minimal durch eine natürliche Fettschicht geschützt

Dadurch verlieren die Lippen schnell Feuchtigkeit und reagieren empfindlich auf Kälte, trockene Heizungsluft, Sonne, Wind – und auf Produkte, die zusätzlich austrocknen.

Viele klassische Lippenstifte setzen auf intensive Farbpigmente und Wachse, die lange haften, aber die Lippen eher austrocknen, statt sie zu pflegen. Sind die Lippen ohnehin schon spröde, rutscht die Farbe leichter in Fältchen, sammelt sich an trockenen Stellen oder beginnt zu bröckeln.

Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung und einer verlässlichen Pflegeroutine lässt sich die Basis so verbessern, dass Lippenstift gleichmäßiger aussieht und sich angenehmer trägt.


Schritt für Schritt zu glatten Lippen unter Lippenstift

Damit Lippenstift auf trockenen Lippen besser wirkt, hilft eine kurze, aber konsequente Vorbereitung:

1. Sanft peelen – aber mit Maß
Ein mildes Lippenpeeling entfernt lose Hautschüppchen und glättet die Oberfläche optisch. Wichtig ist, wirklich sanft vorzugehen, nicht zu schrubben und das Peeling höchstens ein- bis zweimal pro Woche zu verwenden. Sonst reizt man die ohnehin empfindliche Lippenhaut eher, als ihr zu helfen.

2. Feuchtigkeit als Basis
Vor dem Lippenstift brauchen die Lippen Feuchtigkeit und eine leichte Pflege. Geeignet sind Formulierungen, die Feuchtigkeit binden, etwa mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Hyaluron. Tragen Sie die Pflege einige Minuten vor dem Schminken auf, damit sie einziehen kann, statt nur auf der Oberfläche zu kleben.

3. Überschuss abtupfen
Ist die Pflege zu reichhaltig oder liegt sie noch sichtbar auf den Lippen, kann der Lippenstift schlechter haften und schneller verschmieren. Tupfen Sie die Lippen vor dem Schminken kurz mit einem Kosmetiktuch ab. So bleibt genug Pflege zurück, ohne dass die Haltbarkeit des Lippenstifts leidet.

4. Lippenstift dünn schichten
Anstatt eine dicke Schicht Farbe aufzutragen, lieber mehrere dünne Schichten übereinander geben und zwischendurch leicht abtupfen. Das wirkt gleichmäßiger, setzt sich weniger in kleine Fältchen und lässt sich im Alltag leichter nachbessern.


Typische Stolperfallen – und was Sie besser lassen

Einige vermeintlich hilfreiche Gewohnheiten verschlechtern den Zustand der Lippen eher, als dass sie ihm guttun.

Lippen ständig befeuchten
Das Befeuchten mit der Zunge fühlt sich kurzfristig angenehm an, trocknet die Lippen aber weiter aus. Der Speichel verdunstet, und mit ihm geht zusätzlich Feuchtigkeit von der Haut verloren.

Zu häufiges oder zu grobes Peeling
Wer täglich kräftig peelt, strapaziert die zarte Lippenhaut. Die Folge können verstärkte Trockenheit, Brennen oder neue kleine Risse sein. Peelings sind ein Werkzeug, kein Dauerzustand.

Sehr matte, langhaltende Texturen im Dauereinsatz
Stark matte und extrem lang haltende Lippenstifte wirken oft elegant und präzise, sind aber für trockene Lippen eine Herausforderung. Sie können die Haut zusätzlich austrocknen – vor allem ohne pflegende Basis darunter.

Heizungsluft und wenig Trinken ignorieren
Trockene Raumluft und eine geringe Flüssigkeitszufuhr zeigen sich sehr schnell an den Lippen. Eine noch so gute Lippenpflege kann das nur bedingt ausgleichen, wenn der Körper insgesamt zu wenig Flüssigkeit bekommt.


Erprobte Tipps für geschmeidige Lippen – auch im Alltag

Ein paar kleine Anpassungen im Alltag reichen oft aus, um die Lippen spürbar weicher und widerstandsfähiger zu machen:

  • Über den Tag verteilt ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
  • Tagsüber regelmäßig eine einfache, gut verträgliche Lippenpflege verwenden.
  • Auf Formulierungen achten, die sowohl Feuchtigkeit spenden als auch mit Fetten oder Wachsen schützen.
  • Den Lippen gelegentlich „Schminkpausen“ gönnen, vor allem von stark austrocknenden, matten Lippenstiften.
  • Bei Sonne, Wind und Kälte eine geeignete Schutzpflege verwenden, möglichst mit UV-Schutz bei intensiver Sonneneinstrahlung.

Wer diese Gewohnheiten beibehält, bemerkt meist nach einigen Tagen bis Wochen, dass Lippenstift gleichmäßiger aussieht, sich glatter auftragen lässt und weniger in feine Risse wandert.


Kurz zusammengefasst

Trockene, rissige Lippen sind eine anspruchsvolle Grundlage für Lippenstift und lassen Farben schnell unruhig wirken. Mit einem sanften Peeling in Maßen, einer feuchtigkeitsspendenden und schützenden Pflege als Basis, dünn geschichteten Farbschichten und einigen Alltagsroutinen wie ausreichend Trinken und Schutz vor trockener Luft lässt sich das Ergebnis deutlich verbessern. Entscheidend ist weniger ein einzelnes „Wundermittel“ als eine konsequente, sanfte Pflege und ein bewusster Umgang mit stark matten, langhaltenden Formulierungen.


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