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Wie erkenne ich, ob ein Highlighter Glitzerpartikel enthält oder nur fein schimmert?

Glow oder Glitzer? Woran Sie erkennen, wie Ihr Highlighter wirklich aussieht

Ein Highlighter kann das Gesicht lebendig und frisch wirken lassen – oder es in eine funkelnde Diskokugel verwandeln. Im Alltag wünschen sich die meisten eher einen sanften, hautähnlichen Glow als sichtbare Partikel, die auf der Haut sitzen. Die Frage ist: Wie finden Sie heraus, ob ein Produkt dezent schimmert oder deutlich glitzert – idealerweise, bevor Sie es im Gesicht haben?

Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie achten können, wie Sie einen Highlighter sinnvoll testen und welche typischen Fallen es gibt.


Schimmer vs. Glitzer: Was dahintersteckt

Highlighter ist nicht gleich Highlighter, auch wenn die Produktbeschreibungen oft ähnlich klingen.

  • Feiner Schimmer legt sich wie ein weicher Lichtschleier auf die Haut. Der Übergang ist sanft, die Haut wirkt leuchtend, aber nicht „übergeschminkt“.
  • Glitzerpartikel erscheinen als klar erkennbare Pünktchen, die das Licht stark reflektieren. Je nachdem, wie groß und zahlreich sie sind, können sie schnell sehr präsent oder sogar unruhig wirken.

Der entscheidende Unterschied liegt in Größe, Form und Vermahlung der Partikel. Sehr fein vermahlene Pigmente erzeugen eher einen subtilen Glow, größere Partikel funkeln stärker und treten einzeln hervor. Beides kann seinen Reiz haben – die Frage ist nur, ob es zu Ihrem Anlass, Ihrem Stil und Ihrer Hautstruktur passt.


So testen Sie Ihren Highlighter: einfache Checks vor dem Spiegel

Mit ein paar gezielten Handgriffen sehen Sie schnell, womit Sie es wirklich zu tun haben:

  1. Swatch auf dem Handrücken
    Tragen Sie eine kleine Menge auf eine saubere, trockene Stelle auf.

    • Wirkt die Fläche wie ein durchgehender Lichtfilm, ohne sichtbare Punkte? → eher Schimmer
    • Erkennen Sie kleine „Punkte“ oder „Krümel“, die herausstechen? → eher Glitzer
  2. Bewegung im Licht
    Drehen Sie Ihre Hand in verschiedene Richtungen ins Licht.

    • Der Glow bewegt sich mit der Haut und bleibt weich? → Schimmer
    • Einzelne Partikel „blitzen“ bei jeder Bewegung auf? → Glitzerpartikel
  3. Abstandstest vor dem Spiegel
    Betrachten Sie den Swatch zuerst aus etwa 50 cm, dann aus 1–2 Metern Entfernung.

    • Nah weich und aus der Distanz wie ein natürlicher „Healthy Glow“? → eher feiner Schimmer
    • Einzelne Partikel bleiben auch aus der Entfernung klar sichtbar? → deutlicher Glitzeranteil
  4. Abwisch-Test
    Fahren Sie einmal kräftig mit dem Finger über den Swatch.

    • Es bleibt ein gleichmäßiger Schimmer auf der Haut zurück? → fein vermahlen
    • Die Basis verschmiert, und übrig bleiben vereinzelte Glitzerpunkte? → deutliche Glitzerpartikel

Typische Irrtümer – und wie Sie sich nicht täuschen lassen

Highlighter im Pfännchen oder auf dem Finger zu beurteilen, führt oft in die Irre. Drei Klassiker:

  • „Im Pfännchen sieht er matt aus, also ist er dezent.“
    Viele Formulierungen wirken in der Verpackung fast stumpf, entwickeln aber auf der Haut einen überraschend intensiven Glanz. Das Erscheinungsbild im Pfännchen ist daher nur ein grober Anhaltspunkt.

  • „Starker Glow heißt automatisch Glitzer.“
    Ein intensives Strahlen kann auch komplett ohne grobe Partikel entstehen. Maßgeblich ist nicht die Helligkeit des Effekts, sondern wie gleichmäßig das Licht reflektiert wird.

  • „Auf dem Finger sieht es immer gut aus.“
    Die Fingerkuppe ist glatter als die meisten Gesichtsbereiche. Was dort weich wirkt, kann auf Wangen, Nase oder Stirn plötzlich Poren und Unebenheiten hervorheben – und Glitzerpartikel stärker betonen.


Praktische Tipps für einen Highlighter, der zu Ihrem Look passt

Wenn Sie vor allem feinen, alltagstauglichen Schimmer möchten, helfen diese Punkte:

  • Auf der Gesichtshaut testen
    Wenn möglich, tragen Sie etwas Produkt auf den höchsten Punkt der Wange auf – idealerweise über Ihrer üblichen Foundation – und sehen Sie sich im Tageslicht an. Kunstlicht, besonders in Shops, lässt Glitzer oft harmloser wirken, als er später ist.

  • Mit wenig Produkt starten
    Laden Sie den Pinsel nur leicht und tragen Sie dünne Schichten auf. So können Sie die Intensität schrittweise steigern und stoppen, bevor der Effekt „too much“ wird.

  • Hautzustand berücksichtigen
    Auf gut durchfeuchteter, glatter Haut wirkt feiner Schimmer am harmonischsten. Trockene oder schuppige Stellen lassen Partikel stärker hervortreten – das gilt vor allem für Glitzer.

  • Auftragetechnik gezielt wählen

    • Ein weicher, fluffiger Pinsel verteilt das Produkt luftiger und erzeugt meist einen sanften, diffusen Glow.
    • Mit dem Finger wird der Highlighter kompakter aufgetragen und intensiver – Glitzerpartikel fallen so deutlich schneller auf.

Kurz zusammengefasst

Ob ein Highlighter eher glitzert oder nur fein schimmert, erkennen Sie vor allem an der Gleichmäßigkeit des Lichtes und daran, ob einzelne Partikel klar sichtbar sind. Schimmer legt sich wie ein weicher Lichtfilm über die Haut, Glitzer zeigt sich in deutlich erkennbaren Punkten, die stärker funkeln. Mit Swatches auf dem Handrücken, Bewegung im Licht, einem Abstandstest vor dem Spiegel und – wenn möglich – einem kurzen Test auf der Wange bekommen Sie ein recht zuverlässiges Bild, noch bevor Sie den Highlighter im Alltag tragen.


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