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Wie kaschiere ich Pickel und Rötungen, ohne dass es cakey aussieht?

Pickel und Rötungen natürlich kaschieren – ohne Maskeneffekt

Unruhige Haut, einzelne Pickel oder Rötungen gehören für viele einfach dazu – genauso wie der Wunsch, sie zu kaschieren, ohne dass man das Make-up schon von weitem erkennt. Gerade wenn mehr Deckkraft gefragt ist, landet schnell zu viel Produkt auf der Haut: Das Ergebnis wirkt pudrig, setzt sich ab und nimmt der Haut ihre Lebendigkeit.

Im Folgenden geht es darum, warum das passiert, wie Sie mit wenigen Schritten deutlich natürlicher schminken und welche Techniken sich im Alltag bewährt haben. Ziel: Ihre Haut soll aussehen wie Haut – nur ruhiger und ausgeglichener.


Warum Make-up bei Pickeln schnell maskenhaft wirkt

Beim Abdecken von Pickeln und Rötungen passiert oft dasselbe: Auf sehr kleiner Fläche wird zu viel geschichtet – Foundation, Concealer, Puder. Das Produkt sammelt sich in Poren, Linien und kleinen Unebenheiten, statt sich mit der Haut zu verbinden.

Dazu kommen zwei typische Faktoren:

  • Hautstruktur: Entzündete, trockene oder aufgekratzte Stellen sind meist uneben und etwas rau. Produkte legen sich dort nicht glatt an, sondern „hängen“ an den Kanten und betonen die Struktur.
  • Zu viele Schichten: Mehr Produkt bedeutet selten schöneres Ergebnis. Häufig entsteht nur mehr sichtbare Textur auf der Haut, ohne dass die Stelle wirklich besser kaschiert ist.

Entscheidend ist deshalb, nicht alles großflächig zuzuspachteln, sondern gezielt zu korrigieren und dabei die natürliche Hautstruktur so wenig wie möglich zu übermalen.


Schritt für Schritt: So kaschieren Sie Pickel und Rötungen natürlich

1. Haut vorbereiten

  • Reinigen Sie das Gesicht mit einem milden Produkt, das nicht spannt oder brennt.
  • Tragen Sie eine leichte, zu Ihrem Hauttyp passende Feuchtigkeitspflege auf. Gut versorgte Haut lässt Make-up feiner, ebenmäßiger und weniger „pudrig“ wirken.
  • Geben Sie Pflege und ggf. Sonnenschutz ein paar Minuten Zeit, um einzuziehen, bevor Sie mit dem Schminken beginnen.

2. Basis dünn auftragen

  • Greifen Sie lieber zu einer leichten Foundation, BB-Cream oder getönten Pflege, statt das ganze Gesicht mit einer stark deckenden Textur zu versehen.
  • Tragen Sie die Basis in einer dünnen Schicht auf. Ziel ist ein ausgeglichener Gesamteindruck, nicht vollständige Abdeckung jeder Rötung.
  • Arbeiten Sie mit Fingern, Schwämmchen oder Pinsel in tupfenden Bewegungen. Wischen und Reiben nimmt oft Deckkraft weg und verschiebt Produkt, statt es einzuarbeiten.

3. Gezielt mit Concealer arbeiten

  • Wählen Sie einen Concealer, der Ihrem Hautton bzw. der Foundation sehr nahe kommt. Zu helle Töne heben Pickel eher hervor, statt sie zu verstecken.
  • Setzen Sie nur einen kleinen Punkt Concealer direkt auf die Stelle, nicht großflächig darum herum.
  • Verblenden Sie nur die Ränder sanft mit einem kleinen Pinsel oder dem Finger, bis kein harter Übergang mehr zu sehen ist und die Stelle sich in die Basis einfügt.

4. Nur dort pudern, wo es nötig ist

  • Fixieren Sie Concealer und T-Zone mit einer sehr feinen Schicht transparentem oder leicht getönten Puder.
  • Arbeiten Sie mit einem kleinen oder mittelgroßen Pinsel und streichen Sie das Puder eher über die Haut, statt es dick aufzubauen. Das ganze Gesicht vollständig matt zu pudern, lässt den Teint schnell stumpf und maskenhaft wirken.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu trockene Haut: Auf trockener, schuppiger oder gereizter Haut wirkt jedes Produkt schnell krustig. Pflegen Sie die Haut konsequent und scheuen Sie sich nicht vor etwas mehr Feuchtigkeit, sofern Sie sie vertragen.
  • Zu viel auf einmal: Mehrere dicke Schichten Foundation und Concealer erzeugen eine sichtbare Schicht, die sich im Laufe des Tages absetzt. Besser sind wenige, sehr dünne Lagen, die Sie bei Bedarf gezielt verstärken.
  • Falsche Farbe: Zu helle oder zu rosastichige Concealer lassen Pickel hervorstehen, weil sie optisch nach vorne geholt werden. Besser sind neutrale oder leicht gelbliche Töne, die mit der Haut „verschmelzen“.
  • Übermäßiges Bake-Powdern: Dick aufgetragene, lange einwirkende Puderschichten können zwar kurzzeitig glätten, setzen sich aber gerne in Poren und Fältchen ab – besonders bei unruhiger Haut.

Feine Techniken für ein frisches, statt zugekleistertes Finish

  • Spot-Concealing statt Voll-Deckung: Erst eine dünne Basis, dann nur die wirklich auffälligen Stellen nochmals gezielt bearbeiten. So bleiben natürliche Hautpartien sichtbar.
  • Tupfen statt wischen: Mit tupfenden Bewegungen wird Produkt eingearbeitet, ohne die Schicht darunter zu verschieben. Das erhöht die Deckkraft, ohne dick auszusehen.
  • Glanz kontrollieren, nicht ausradieren: Ein wenig natürlicher Glow lässt die Haut lebendig aussehen. Komplett tote Mattierung wirkt schnell nach Maske – vor allem im Tageslicht.
  • Im Tageslicht prüfen: Wenn möglich, kontrollieren Sie Ihr Make-up am Fenster oder draußen. Unebenheiten, pudrige Stellen oder Flecken fallen dort deutlich eher auf als im künstlichen Licht.

Kurz zusammengefasst

Ein natürliches Ergebnis entsteht, wenn der Fokus nicht auf „zudecken“, sondern auf „ausgleichen“ liegt. Gut vorbereitete, durchfeuchtete Haut, eine dünne Basis, gezieltes Abdecken einzelner Stellen und sehr sparsam eingesetztes Puder sind die wichtigsten Hebel. So bleibt Ihre Haut als Haut erkennbar – mit deutlich beruhigten Pickeln und Rötungen, aber ohne maskenhaften Effekt.


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