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Perfekt verblendet: So wird Concealer an Nasenflügeln und Mundwinkeln streifenfrei

Concealer rund um Nase und Mund gerät schnell aus dem Lot: Er sammelt sich in kleinen Fältchen, hebt trockene Stellen hervor oder wirkt fleckig. Gerade an Nasenflügeln und Mundwinkeln ist die Haut beweglicher, oft leicht gerötet und feiner strukturiert – das macht diese Zonen sensibel für jede Unsauberkeit im Auftrag. Im Folgenden lesen Sie, warum diese Bereiche so anspruchsvoll sind und mit welchen Techniken Concealer dort glatt, unauffällig und natürlich wirkt. Dazu kommen ein paar Details, mit denen Ihr Make-up länger hält, ohne die Haut „zugekleistert“ aussehen zu lassen.


Warum Concealer an Nasenflügeln und Mundwinkeln so oft schwierig wirkt

An Nasenflügeln und um den Mund greifen mehrere Faktoren ineinander:

  • Mehr Beweglichkeit: Beim Sprechen, Lachen, Atmen – die Haut arbeitet hier ständig. Texturen werden dadurch schneller in Fältchen oder Linien gedrückt.
  • Feine Linien und Mimikfältchen: Rund um den Mund zeichnen sich früh kleine Linien ab. Zu viel Produkt bleibt genau dort sichtbar und bröckelt optisch.
  • Hautstruktur und Poren: An den Nasenflügeln sind Poren häufig betont, die Haut kann gleichzeitig zu Trockenheit und Glanz neigen. Das begünstigt Streifen und unruhige Übergänge.
  • Rötungen und Schatten: Viele möchten diese Zonen möglichst perfekt abdecken – und überladen die Haut dann mit Produkt, das sich anschließend absetzt.

Das Ziel ist keine deckende Maske, sondern ein feiner, gut verblendeter Schleier, der sich in die Haut einfügt und die natürliche Struktur respektiert.


Schritt für Schritt: So tragen Sie Concealer streifenfrei auf

1. Haut gezielt vorbereiten

  • Die Bereiche sanft reinigen und eine leichte, nicht zu reichhaltige Feuchtigkeitspflege auftragen.
  • Kurz warten, bis die Pflege eingezogen ist, damit der Concealer Halt findet und nicht über die Haut rutscht.

2. Weniger Produkt, dafür präziser

  • Nur einen kleinen Punkt Concealer an Nasenflügeln und in den Mundwinkeln platzieren – lieber in zwei dünnen Schichten arbeiten als in einer dicken.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Partien, in denen Rötung oder Schatten tatsächlich sichtbar sind, nicht auf die komplette Zone.

3. Die richtige Technik für die Nasenflügel

  • Mit tupfenden Bewegungen arbeiten: Fingerspitze, kleines Schwämmchen oder ein feiner Pinsel funktionieren gut.
  • Die Ränder nach außen Richtung Wange ausblenden, statt den Concealer flach hin- und herzuschieben.
  • Mit leichten Druckbewegungen einarbeiten – so verbindet sich das Produkt besser mit der Hautstruktur, ohne sich in Poren zu sammeln.

4. Die richtige Technik für die Mundwinkel

  • Den Concealer leicht dreieckförmig in den Mundwinkel und – bei Bedarf – ein Stück nach unten in den Schattenbereich ziehen.
  • Mit Ringfinger oder kleinem Pinsel sanft einklopfen. Die Lippen dabei eher locker lassen, nicht straff ziehen, damit sich das Produkt in die natürlichen Linien legt, statt darüberzuspannen.
  • Die Übergänge zu Lippenkontur und Kinn weich auslaufen lassen, damit kein heller Rand entsteht.

5. Fixieren ohne auszutrocknen

  • Ein Hauch transparentes Puder mit einem sehr kleinen Pinsel nur auf die beweglichen Bereiche geben, nicht die ganze Umgebung mattieren.
  • Überschüssiges Puder anschließend mit einem sauberen Pinsel oder einem trockenen Schwämmchen leicht abnehmen, damit nichts „cakey“ wirkt.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Produkt auf einmal: Mehr Schichten bedeuten mehr sichtbare Linien und Poren. Besser ist ein gezielter, dünner Auftrag mit Aufbau nach Bedarf.
  • Reiben statt tupfen: Wischbewegungen schieben das Produkt hin und her und erzeugen Streifen. Sanftes Klopfen verankert Concealer wesentlich besser in der Haut.
  • Keine Vorbereitung: Auf trockenen, schuppigen Partien wirkt selbst der beste Concealer rau. Ein Hauch Pflege davor macht die Oberfläche glatter.
  • Zu viel Puder: Eine dicke Puderschicht lässt die Partien trocken, bröselig und älter wirken. Ein minimaler Auftrag reicht vollkommen.
  • Falsche Farbe: Zu helle Töne betonen Rötungen und erzeugen schnell einen „maskenhaften“ Rahmen – besonders um den Mund. Die Nuance sollte sich möglichst unauffällig ins Gesamtbild einfügen.

Feine Anpassungen, die einen großen Unterschied machen

  • Fingerspitzen gezielt nutzen: Die natürliche Wärme der Finger hilft, Concealer an den Nasenflügeln wirklich zu verschmelzen, statt nur aufzuliegen.
  • Ein zweiter sauberer Pinsel: Einer für den Auftrag, einer nur fürs Verblenden – so verhindern Sie, dass zu viel Produkt an einer Stelle landet.
  • Zwischendurch „setzen lassen“: Nach dem Einklopfen kurz warten, erst dann Puder verwenden. So fixieren Sie das Produkt in seiner endgültigen Position und vermeiden harte Ränder.
  • Kontrolle im Tageslicht: Unebenheiten zeigen sich im natürlichen Licht gnadenloser als im Badezimmer. Ein kurzer Blick am Fenster lohnt sich, um Übergänge gegebenenfalls weich nachzuarbeiten.

Kurz zusammengefasst

Für ruhigen, streifenfreien Concealer an Nasenflügeln und Mundwinkeln zählen vor allem drei Dinge: vorbereitete, leicht gepflegte Haut, sehr sparsame Produktmengen und tupfende statt wischende Bewegungen. Arbeiten Sie nur dort, wo Rötung oder Schatten sichtbar sind, und blenden Sie die Ränder weich in die umliegende Haut aus. Ein minimaler Hauch Puder zum Schluss sorgt für Halt, ohne die empfindlichen Partien trocken oder pastig wirken zu lassen.


Häufig gestellte Fragen

Sollte ich für Nase und Mund einen anderen Concealer als unter den Augen verwenden?
Nicht unbedingt. Wichtiger als ein separates Produkt ist eine Textur, die zu Ihrer Haut in diesen Bereichen passt: nicht zu schwer, aber mit ausreichender Deckkraft. Bei stärkeren Rötungen kann eine etwas deckendere Variante sinnvoll sein – entscheidend ist der dünne Auftrag.

Wie oft kann ich Concealer im Laufe des Tages nachbessern?
So oft, wie es nötig ist – aber immer mit Vorbereitung. Überschüssigen Glanz und Produktreste vorher mit einem Tuch oder einem sauberen Schwämmchen abnehmen, erst dann neu auftupfen. So verhindern Sie einen Schichtaufbau, der nach Stunden unruhig wirkt.

Was kann ich tun, wenn sich Concealer in den Linien um den Mund absetzt?
Direkt nach dem Auftrag Überschüsse mit einem sauberen Pinsel oder Schwämmchen aufnehmen, bevor das Produkt vollständig antrocknet. Lieber eine sehr dünne Schicht verwenden und sorgfältig einklopfen, dazu nur einen Hauch Puder. Meist ist es nicht die Textur, sondern die Menge, die Probleme macht.

Hilft ein Primer speziell an diesen Stellen?
Ein geeigneter Primer kann die Oberfläche glätten und die Haltbarkeit deutlich verlängern. Er sollte allerdings sparsam eingesetzt werden, damit sich nicht mehrere schwere Schichten aus Pflege, Primer, Concealer und Puder übereinander legen. Ein dünner Film reicht vollkommen.

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