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Wie entferne ich Augen-Make-up gründlich, ohne die empfindliche Augenpartie zu reizen?

Sanft, aber gründlich: So entfernen Sie Augen-Make-up, ohne die Haut zu strapazieren

Die Augenpartie gehört zu den empfindlichsten Bereichen im Gesicht – und ist gleichzeitig täglich im Einsatz: Mascara, Eyeliner, Lidschatten oder Concealer landen zuverlässig dort, wo die Haut am dünnsten ist. Abends muss alles wieder runter. Wenn es dabei brennt, rubbelt, zieht oder am Ende gerötet aussieht, liegt das selten am Make-up selbst, sondern fast immer an der Art, wie gereinigt wird.

Im Folgenden finden Sie eine Anleitung, wie Sie Augen-Make-up vollständig entfernen, ohne die sensible Haut zu stressen – klar strukturiert, gut nachvollziehbar und im Alltag umsetzbar.


Warum die Augenpartie besonderen Schutz beim Abschminken braucht

Die Haut rund um die Augen ist deutlich dünner als im restlichen Gesicht und hat weniger Talgdrüsen. Sie trocknet schneller aus, zeigt früher feine Linien und reagiert empfindlicher auf Reibung und Inhaltsstoffe.

Beim Abschminken wirken gleich mehrere Faktoren auf diese ohnehin zarte Zone:

  • mechanische Belastung durch Wischen, Reiben und Rubbeln
  • Inhaltsstoffe, die die Augen reizen oder die Haut austrocknen können
  • die Kombination aus Wasser, Tensiden und Pigmenten, die die natürliche Hautbarriere schwächt

Eine gute Reinigungsroutine soll deshalb eines leisten: Pigmente, Fette und Farbreste vollständig lösen, ohne die Hautbarriere zu strapazieren oder die Augen zum Tränen zu bringen. Das hängt weniger von „starker“ Reinigung ab, sondern von einer passenden Textur, einer ruhigen Technik und etwas Zeit.


Schritt für Schritt: So reinigen Sie die Augenpartie schonend und effektiv

  1. Hände waschen
    Vor dem Abschminken die Hände gründlich reinigen. So verhindern Sie, dass Bakterien oder Schmutzpartikel in die Augen geraten.

  2. Reinigungsprodukt wählen
    Für den Augenbereich brauchen Sie sanfte Formulierungen, zum Beispiel:

    • zweiphasige Reiniger (Öl- und Wasseranteil, vor der Anwendung gut schütteln)
    • milde Reinigungsöle oder -balms
    • speziell deklarierte, parfümarme Augen-Make-up-Entferner
  3. Wattepad oder wiederverwendbare Pads vorbereiten
    Das Pad ausreichend mit Produkt tränken. Ist es zu trocken, müssen Sie automatisch stärker reiben – und genau das möchten Sie vermeiden.

  4. Auflegen statt rubbeln
    Das getränkte Pad auf das geschlossene Auge legen und etwa 10–20 Sekunden sanft andrücken.
    In dieser Zeit beginnt sich das Make-up zu lösen – Sie erledigen also einen Teil der Arbeit, ohne die Haut zu bewegen.

  5. Make-up nach unten abziehen
    Das Pad anschließend behutsam nach unten über die Wimpern führen.
    Vermeiden Sie kräftige Seitwärtsbewegungen quer über das Auge. Bei Bedarf mit einer frischen Pad-Seite oder einem zweiten Pad nacharbeiten.

  6. Feinheiten am Wimpernkranz
    Für hartnäckige Reste am Wimpernkranz ein neues, leicht angefeuchtetes Pad oder ein Wattestäbchen verwenden und vorsichtig entlang des Kranzes fahren – ohne ins Auge zu geraten.

  7. Abschluss mit lauwarmem Wasser
    Verbliebene Reinigungsrückstände mit wenig lauwarmem Wasser abspülen oder mit einem angefeuchteten, weichen Tuch abnehmen. So bleibt kein Film zurück, der später reizen könnte.

  8. Sanft trockentupfen
    Die Augenpartie nicht trocken reiben, sondern mit einem weichen Handtuch vorsichtig abtupfen. Die Haut soll trocken werden, nicht „poliert“.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Augen davor bewahren

  • Zu starkes Reiben
    Rubbeln reizt die Haut, kann Schwellungen fördern und Wimpern aus dem Ansatz hebeln. Besser: Produkt einwirken lassen, dann mit wenig Druck abnehmen.

  • Ungeeignete Produkte
    Stark parfumierte oder stark entfettende Reiniger führen schnell zu Brennen und Spannungsgefühlen. Achten Sie auf milde, augenärztlich getestete Formulierungen mit überschaubarer Duftstoffmenge.

  • Wasserfeste Produkte ohne passende Reinigung
    Wasserfeste Mascara oder Eyeliner brauchen in der Regel einen ölhaltigen Entferner. Ohne diese Basis reiben Sie zwangsläufig länger und kräftiger, als der Haut guttut.

  • Reste im Wimpernkranz
    Bleiben Make-up-Rückstände über Nacht im Wimpernkranz, können die Augen am nächsten Morgen gerötet oder verklebt wirken. Ein kurzer letzter Blick in den Spiegel zahlt sich aus.


Erprobte Tipps für entspannte Augen nach dem Abschminken

  • Zeit einplanen
    Abschminken sollte kein Schnellschuss zwischen Tür und Angel sein. Eine Minute mehr Einwirkzeit spart hinterher viel Reibung.

  • Auf Temperatur achten
    Lauwarmes Wasser ist für den Augenbereich deutlich angenehmer als sehr heißes oder kaltes. Extreme Temperaturen stressen die ohnehin empfindliche Haut.

  • Augen nicht direkt behandeln
    Reinigungsprodukte gehören auf Haut und Wimpern, nicht in den Augapfel. Gerät doch etwas ins Auge, mit klarem Wasser ausspülen – ohne zusätzliche Produkte.

  • Morgens weniger Aufwand
    Wenn Sie abends sorgfältig reinigen, reicht morgens meist eine sehr milde Reinigung oder schlicht lauwarmes Wasser im Augenbereich. Mehr ist dort oft nicht nötig.

  • Auf die Haut achten
    Brennen, starkes Spannen oder sichtbare Rötungen sind Warnsignale. Dann lohnt es sich, das Produkt zu wechseln – und bei anhaltenden Beschwerden fachlichen Rat einzuholen.


Kurz zusammengefasst

Schonendes, aber gründliches Entfernen von Augen-Make-up gelingt, wenn drei Dinge zusammenspielen: ein mildes, augenverträgliches Produkt, eine Technik ohne Rubbeln und genügend Zeit zum Einwirken. So lösen sich Mascara, Lidschatten und Eyeliner, ohne die dünne Haut zu überfordern oder die Augen zu reizen. Auf Dauer schützt eine konsequent sanfte Reinigungsroutine die Augenpartie und hilft, sie glatt, ruhig und komfortabel zu halten.


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