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Gibt es Handcremes mit Lichtschutzfaktor gegen Pigmentflecken?

Hände schützen, Pigmentflecken vorbeugen: Was Handcremes mit Lichtschutzfaktor wirklich leisten

Verfärbte Flecken auf dem Handrücken gehören zu den ersten sichtbaren Spuren von Lichtschäden – oft tauchen sie dort früher auf als im Gesicht. Entsprechend naheliegend ist die Frage: Können Handcremes mit Lichtschutzfaktor Pigmentflecken verhindern oder sogar abschwächen? Im Folgenden geht es darum, welche Rolle UV-Strahlung tatsächlich spielt, wie sinnvoll Handcremes mit LSF sind und worauf Sie im Alltag achten sollten.


Warum Pigmentflecken auf den Händen so häufig sind

Die Hände sind so etwas wie die Dauer-„Außenstelle“ unserer Haut: Sie sind kaum je vollständig bedeckt – beim Autofahren, beim Spazierengehen, auf dem Fahrrad, beim Einkaufen oder am Schreibtisch am Fenster. Genau dort trifft die UV-Strahlung auf relativ dünne, wenig geschützte Haut.

UV-Licht regt bestimmte Hautzellen (Melanozyten) an, mehr Melanin zu produzieren. Dieses Pigment sorgt zwar für Bräune, kann sich bei wiederholter und langjähriger Belastung aber ungleichmäßig ablagern.

So entstehen Pigmentflecken, im Alltag meist Altersflecken oder Sonnenflecken genannt. Sie sind in der Regel das Ergebnis vieler Jahre kumulierter UV-Einwirkung. Menschen mit heller Haut oder familiärer Veranlagung sind anfälliger, grundsätzlich kann aber jede Haut davon betroffen sein.

Wenn UV-Strahlung eine zentrale Rolle spielt, liegt der Schluss nahe: Eine Handcreme mit Lichtschutzfaktor kann helfen, neue Verfärbungen zu vermeiden und bestehende Flecken zumindest daran hindern, sich unter Sonne weiter zu verstärken.


Wie Handcremes mit Lichtschutzfaktor im Alltag helfen können

Handcremes mit integriertem Lichtschutzfaktor gibt es inzwischen in verschiedenen Varianten. Sie verbinden Pflege mit UV-Schutz und sind vor allem dann sinnvoll, wenn Ihre Hände tagsüber regelmäßig Licht abbekommen.

Wobei sie unterstützen können:

  • Vorbeugung neuer Pigmentflecken: Ein ausreichend hoher LSF reduziert die UV-Belastung und kann so dazu beitragen, neuen Flecken vorzubeugen.
  • Schutz vorhandener Pigmentflecken: Bereits dunklere Stellen neigen dazu, sich unter Sonneneinfluss noch stärker zu verfärben. UV-Schutz bremst diesen Prozess.
  • Baustein im Gesamtkonzept: Wenn Sie zusätzlich auf gleichmäßige Pflege, milde Peelings oder dermatologische Behandlungen setzen, ist ein konsequenter UV-Schutz ein wichtiger Baustein im Gesamtplan.

Erwartungsmanagement ist hier zentral: Eine Handcreme mit LSF „entfernt“ bestehende Pigmentflecken in der Regel nicht. Ihr Hauptnutzen liegt darin, weitere Schäden zu begrenzen und Verschlechterungen zu verhindern.


Typische Stolperfallen: Was den Schutz an den Händen abschwächt

Die Hände sind ein Sonderfall, was Sonnenschutz angeht: Die Schutzschicht hält dort besonders kurz. Häufige Gründe:

  • Zu niedriger Lichtschutzfaktor: Bei intensiver Sonneneinstrahlung reicht ein sehr niedriger LSF meist nicht aus.
  • Zu seltenes Nachcremen: Händewaschen, Desinfektionsmittel, Haushaltstätigkeiten oder einfach Reibung an Textilien tragen die Creme schnell wieder ab.
  • Nur „Sommerdenken“: UV-Strahlen sind auch an bewölkten Tagen und im Winter vorhanden – weniger stark, aber über Monate summiert sich die Belastung.
  • Unterschätztes Autofahren: Hände am Lenkrad oder an der Fensterscheibe bekommen viel Licht ab. Normales Glas blockiert UV-Strahlung nur teilweise.

Wer diese Punkte im Blick behält, macht aus der theoretischen Schutzwirkung einer Handcreme mit LSF einen tatsächlich nutzbaren Alltagsschutz.


Alltagsnahe Tipps für schöne, gleichmäßig wirkende Hände

Mit wenigen, gut verankerten Gewohnheiten lässt sich schon einiges erreichen:

  • UV-Schutz als Teil der täglichen Routine: Tagsüber eine Handcreme mit LSF verwenden – besonders bei Tätigkeiten im Freien oder am Fenster.
  • Genügend Produkt auftragen: Nicht nur den Handrücken eincremen, sondern auch Finger, Zwischenräume und die Seitenflächen der Hände einbeziehen.
  • Konsequent erneuern: Nach gründlichem Händewaschen oder längerem Wasserkontakt erneut auftragen – sonst ist der Schutz weitgehend dahin.
  • Zusätzliche Abdeckung nutzen: Bei starker Sonne können leichte Handschuhe oder bewusste Schattensuche (z. B. beim Spazierengehen) sinnvoll sein.
  • Sanfte, feuchtigkeitsspendende Pflege: Reizende Produkte oder sehr trockene, strapazierte Haut lassen Unebenheiten sichtbarer wirken – dazu gehören auch Pigmentflecken.

Wenn Pigmentflecken bereits deutlich ausgeprägt sind oder Sie unsicher sind, ob es sich um harmlose Sonnenflecken handelt, ist ein Termin bei einer Dermatologin bzw. einem Dermatologen zu empfehlen.


Kurz zusammengefasst

Handcremes mit Lichtschutzfaktor können einen spürbaren Beitrag leisten, um Pigmentflecken an den Händen vorzubeugen und vorhandene Flecken vor weiterer Verstärkung zu schützen. Sie ersetzen jedoch keine gezielte medizinische Behandlung und lassen bestehende Verfärbungen in der Regel nicht vollständig verschwinden. Entscheidend ist die konsequente Anwendung in ausreichender Menge – idealerweise als fester Bestandteil der täglichen Handpflege.


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