Strahlende Augen: Warum Sonnenschutz rund um die Augen unverzichtbar ist
Die Haut rund um die Augen ist der sprichwörtliche „Schwachpunkt“ im Gesicht: dünn, empfindlich und ständig in Bewegung – und genau hier trifft die Sonne besonders hart. Zwar cremen viele ihr Gesicht sorgfältig ein, lassen den Bereich um die Augen aber aus: aus Angst vor Brennen in den Augen, aus Unsicherheit oder schlicht, weil es lästig wirkt.
Dabei entscheidet gerade hier konsequenter UV-Schutz mit darüber, wie gleichmäßig der Teint bleibt, wie früh Fältchen sichtbar werden und wie stabil die Hautbarriere ist. In diesem Artikel geht es darum, warum Sonnenschutz an der Augenpartie so entscheidend ist, wie Sie ihn sinnvoll einsetzen – und welche typischen Fehler sich vermeiden lassen.
Zarte Haut, große Wirkung: Was Sonne an der Augenpartie anrichtet
Die Haut um die Augen ist deutlich dünner als etwa an den Wangen. Sie hat weniger Talgdrüsen, produziert also weniger eigenen Schutzfilm, und verfügt über weniger stützende Struktur. Das macht sie besonders anfällig für:
- UV-bedingte Hautalterung: UV-Strahlung beschleunigt den Abbau von Kollagen und Elastin. Die Folge: feine Linien, Krähenfüße und ein schnellerer Verlust an Spannkraft – oft früher sichtbar als im restlichen Gesicht.
- Pigmentveränderungen: Sonne kann dunkle Schatten verstärken oder neue, unregelmäßige Verfärbungen verursachen – vor allem bei zu Hyperpigmentierung neigender oder bereits vorgeschädigter Haut.
- Reizungen und Trockenheit: UV-Strahlen schwächen die ohnehin dünne Hautbarriere. Die Augenpartie wirkt dann noch trockener, empfindlicher, geröteter oder neigt zu Spannungsgefühlen.
UV-Schutz ist damit kein reines „Sommer-Thema“, sondern ein grundlegender Baustein der täglichen Pflegeroutine – gerade rund um die Augen.
So integrieren Sie Sonnenschutz sanft in Ihre Augenpflege
Damit Sonnenschutz an der Augenpartie nicht brennt, schmiert oder in die Augen läuft, hilft eine klare, aber sanfte Vorgehensweise.
1. Reihenfolge in der Routine
- Gesicht und Augenpartie zunächst sanft reinigen.
- Die übliche Augenpflege auftragen, z. B. eine leichte, parfumfreie Augencreme.
- Anschließend den Sonnenschutz fürs Gesicht auftragen – inklusive Augenbereich, dabei mit etwas Abstand zum Wimpernkranz arbeiten.
So kann die Augencreme beruhigen und befeuchten, bevor der Sonnenschutz darüberkommt.
2. Weniger ist mehr – aber konsequent
Im Augenbereich genügt eine kleine Menge Sonnenschutz, sorgfältig verteilt.
Statt zu reiben, die Textur lieber sanft einklopfen.
Wenn Sie länger draußen sind, viel schwitzen oder baden, sollte der Schutz im Laufe des Tages erneuert werden – auch rund um die Augen, soweit die Verträglichkeit es zulässt.
3. Zusätzliche Abschirmung
- Sonnenbrille mit verlässlichem UV-Schutz
- Schirmmütze oder Hut mit Krempe
Damit reduzieren Sie nicht nur die Belastung der Haut, sondern schützen auch die Augen vor UV-Strahlung und starkem Blinzeln in grellem Licht – ein weiterer Faktor für Fältchenbildung.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden
Die meisten Probleme mit Sonnenschutz an der Augenpartie entstehen nicht durch den Sonnenschutz an sich, sondern durch Details in der Anwendung.
- Zu nah am Auge: Direkt am unteren Wimpernkranz oder auf der Wasserlinie aufgetragene Produkte rutschen leicht ins Auge und können massiv brennen. Besser: einen schmalen Abstand lassen und die Textur nicht zu dick auftragen.
- Zu „laute“ Formulierungen: Starke Duftstoffe, hohe Alkoholanteile oder aggressive Inhaltsstoffe sind an dieser Stelle fehl am Platz. Für den Augenbereich eignen sich eher milde, möglichst reizarm formulierte Sonnenschutzprodukte.
- Nur „Sommermodus“ statt Alltagsschutz: UV-Strahlung ist das ganze Jahr über da – auch bei Wolken und im Schatten. Wer nur im Urlaub oder am Strand aufträgt, verschenkt viel Anti-Aging-Potenzial.
- Make-up als alleiniger Schutz: Getönte Tagescremes oder Foundation mit LSF sind ein sinnvoller Zusatz, aber kein Ersatz, wenn Sie sich länger im Freien aufhalten. Die aufgetragene Menge ist meist zu gering, um wirklich zu schützen.
Erprobte Tipps für eine geschützte, glatte Augenpartie
Mit ein paar einfachen Anpassungen wird Sonnenschutz um die Augen alltagstauglich und gut verträglich.
- Verträglichkeit gezielt testen: Empfindliche Augen reagieren schnell. Testen Sie neue Produkte zunächst seitlich neben dem Auge, bevor Sie näher an den Wimpernkranz gehen.
- Die passende Konsistenz wählen: Leichte Fluids, Gel-Cremes oder speziell für die Augen ausgewiesene Sonnenschutzprodukte setzen sich weniger in Fältchen ab und rutschen seltener in die Augen.
- Sonnenschutz bis zur Braue ziehen: Der Bereich unterhalb der Augenbrauen wird oft vergessen, ist aber genauso exponiert und genauso dünn. Hier lohnt sich sorgfältiges Auftragen.
- Abendpflege nicht vernachlässigen: Nach einem Tag mit Sonne braucht die Augenpartie Feuchtigkeit und Unterstützung für die Hautbarriere – etwa durch eine gut verträgliche, feuchtigkeitsspendende Augencreme.
Kurz zusammengefasst
Sonnenschutz rund um die Augen ist kein Luxus, sondern eine der wirksamsten Maßnahmen, um Fältchen, Pigmentverschiebungen und Irritationen vorzubeugen. Die besonders dünne, empfindliche Haut reagiert deutlich schneller auf UV-Schäden als andere Bereiche im Gesicht.
Wer die Augenpartie täglich – nicht nur im Hochsommer – sanft mit Sonnenschutz versorgt und zusätzlich auf Sonnenbrille und Kopfbedeckung setzt, unterstützt langfristig ein glatteres, gleichmäßigeres Hautbild. Die Wirkung entsteht nicht durch einzelne „Perfekt-gecremt“-Tage, sondern durch die Summe kleiner, konsequenter Schritte im Alltag.