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Welchen Hitzeschutz sollte ich vor dem Glätten oder Locken meiner Haare verwenden?

Glätteisen, Lockenstab & Co.: Welcher Hitzeschutz Ihr Haar wirklich schützt

Wer regelmäßig glättet oder lockt, kennt das Problem: Das Ergebnis sieht großartig aus, aber die Haare wirken mit der Zeit trocken, brüchig und glanzlos. Hitze kann die Haarstruktur dauerhaft schädigen – sie muss es aber nicht. Mit einem passenden Hitzeschutz lässt sich das Risiko deutlich senken. In diesem Artikel geht es darum, welche Arten von Hitzeschutz es gibt, was bei der Auswahl wirklich zählt und wie Sie das Produkt so anwenden, dass es seinen Zweck erfüllt.


Was Hitze mit Ihrem Haar macht – und warum Schutz so wichtig ist

Haare bestehen überwiegend aus Keratin. Wird dieses Protein durch zu hohe Temperaturen oder häufiges Hitzestyling angegriffen, verliert das Haar seine Elastizität, seinen Glanz und seine Geschmeidigkeit. Ab etwa 150–180 °C steigt das Risiko für Struktur- und Feuchtigkeitsverluste deutlich an.

Hitzeschutzprodukte legen sich wie ein sehr dünner Film um das Haar. Dieser kann:

  • die direkte Hitzeeinwirkung abmildern
  • die Feuchtigkeit im Haar länger bewahren
  • die Reibung zwischen Haar und Stylinggerät verringern

Wichtig ist die Einordnung: Ein Hitzeschutz reduziert Schäden, er verhindert sie nicht vollständig – erst recht nicht bei sehr hohen Temperaturen oder täglichem Einsatz von Glätteisen und Lockenstab. Er ist ein Baustein einer schonenden Routine, kein Freibrief für Dauerhitze.


Spray, Creme oder Serum? So finden Sie die passende Textur

Welcher Hitzeschutz zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihrem Haartyp und der Art des Stylings ab.

Für feines bis normales Haar

  • Leichte Sprays sind meist die beste Wahl.
  • Sie beschweren kaum, lassen sich gut verteilen und eignen sich gut vor dem Glätten und Locken.

Für trockenes, strapaziertes oder lockiges Haar

  • Cremes, Lotionen oder milchige Texturen spenden zusätzlich Pflege.
  • Sie sind etwas reichhaltiger und helfen, Frizz und fliegende Haare zu beruhigen.

Für dickes, sehr trockenes oder stark krauses Haar

  • Leichte Öle oder Serum-Texturen können die Oberfläche glätten und für mehr Bündelung sorgen.
  • Wichtig: sehr sparsam einsetzen, sonst wirkt das Haar schnell schwer oder strähnig.

Achten Sie darauf, dass das Produkt ausdrücklich für Hitzestyling (Glätteisen, Lockenstab, Föhn) ausgewiesen ist. Nicht jede Pflege mit „Schutz“ im Namen bietet automatisch einen wirksamen Hitzeschutz.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Haare besser schützen

Beim Einsatz von Hitzeschutz wiederholen sich bestimmte Fehler immer wieder:

1. Styling auf nassem oder feuchtem Haar
Glätteisen und Lockenstab gehören ausschließlich an komplett trockenes Haar. Feuchte Längen sind deutlich empfindlicher, und die sichtbare „Dampfentwicklung“ bedeutet in der Praxis: Die Haarstruktur leidet überdurchschnittlich stark.

2. Zu hohe Temperaturen
Viele Geräte lassen sich auf über 200 °C einstellen – für die meisten Haartypen ist das übertrieben. Häufig reichen 150–180 °C, teilweise auch deutlich weniger.

3. Kein oder zu wenig Hitzeschutz
Ohne Hitzeschutz ist die Belastung für das Haar deutlich höher. Verwenden Sie zu wenig Produkt, wird nur ein Teil der Haare erreicht – einige Strähnen sind geschützt, andere gar nicht.

4. Zu lange auf einer Strähne bleiben
Mehrere langsame Durchgänge mit dem Glätteisen oder ein Lockenstab, der zu lange auf einer Stelle bleibt, erhöhen das Risiko für Haarbruch und angegriffene, „angebrannte“ Spitzen erheblich.


Erprobte Tipps für schonenderes Glätten und Locken

Mit ein paar Anpassungen im Ablauf können Sie Ihr Haar beim Stylen spürbar entlasten:

  • Vorbereitung: Haare waschen, passend pflegen und vollständig trocknen lassen.
  • Hitzeschutz richtig auftragen:
    • Spray: Strähne für Strähne besprühen, anschließend mit Fingern oder einem grobzinkigen Kamm verteilen.
    • Creme/Serum: Eine kleine Menge in den Handflächen verreiben und gleichmäßig in Längen und Spitzen einarbeiten.
  • Abstand und Menge beachten:
    • Spray aus etwas Abstand aufsprühen, nicht „überfluten“.
    • Die Haare sollen leicht benetzt sein, aber nicht nass wirken.
  • Temperatur bewusst wählen:
    • Bei feinem oder vorgeschädigtem Haar eher im unteren Temperaturbereich bleiben.
    • Nur so viel Hitze einsetzen, wie für das gewünschte Ergebnis nötig ist.
  • In Bewegung bleiben:
    • Glätteisen oder Lockenstab zügig, aber kontrolliert durch die Strähne führen.
    • Längere Standzeiten an einer Stelle konsequent vermeiden.
  • Pausen einplanen:
    • Hitzestyling nicht zur täglichen Gewohnheit machen, wenn Ihr Haar sensibel reagiert.

Kurz zusammengefasst

Hitzeschutz vor dem Glätten oder Locken ist keine Spielerei, sondern ein sinnvoller Schutz für die Haarstruktur. Wichtig ist, dass das Produkt ausdrücklich für Hitzestyling entwickelt wurde, zu Ihrem Haartyp passt und sorgfältig in Längen und Spitzen verteilt wird. In Kombination mit moderaten Temperaturen und einer vernünftigen Technik sinkt das Risiko für trockene, brüchige und stumpfe Haare deutlich.


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