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Welche Pflege ist bei sehr porösem Haar geeignet, das schnell Feuchtigkeit verliert?

Wenn Haare wie ein Schwamm sind: Die beste Pflege für sehr poröses Haar

Sehr poröses Haar fühlt sich oft strohig an, wirkt matt und scheint selbst nach viel Pflege einfach nicht „satt“ zu werden. Der Grund: Es gibt Feuchtigkeit schneller wieder ab, als Sie sie zuführen können. In diesem Artikel geht es darum, warum das so ist, welche Pflegestrategie tatsächlich Sinn ergibt – und wie Sie Ihre Routine so anpassen, dass Ihr Haar auf Dauer geschützter, weicher und geschmeidiger wird.


Was poröses Haar ausmacht – und warum es so schnell austrocknet

Von „porösem Haar“ spricht man, wenn die äußere Schuppenschicht stark aufgeraut oder geschädigt ist. Das kann durch Färben, Blondieren, Hitze, häufiges Styling, Reibung, aber auch durch eine von Natur aus eher grobe Haarstruktur entstehen.

Bei sehr porösem Haar liegen die Schuppen nicht glatt an, sondern stehen teilweise ab.
Die Konsequenzen:

  • Feuchtigkeit dringt schnell ins Haar ein
  • entweicht aber genauso rasch wieder
  • das Haar wirkt stumpf, frizzig und bricht leichter

Darum geht es nicht nur darum, Feuchtigkeit „hineinzubekommen“, sondern sie im Haar zu halten. Entscheidend ist eine Kombination aus Feuchtigkeit (Hydration) und Stoffen, die die Oberfläche beruhigen und gewissermaßen „abdichten“.


Schritt für Schritt: So bauen Sie eine sinnvolle Pflege-Routine auf

Für sehr poröses Haar lohnt eine durchdachte, eher sanfte Routine – weniger Stress, mehr Beständigkeit:

  1. Sanft reinigen
    Setzen Sie auf milde Shampoos und vermeiden Sie häufige, stark entfettende Reinigungen. So schonen Sie die ohnehin angegriffene Schuppenschicht.

  2. Immer mit Spülung abschließen
    Nach jeder Wäsche eine Pflegespülung verwenden. Sie hilft, die Schuppen anzulegen, glättet die Oberfläche und macht das Haar leichter kämmbar.

  3. Regelmäßige Haarkuren einplanen
    Etwa 1–2 Mal pro Woche eine reichhaltige Maske einbauen. Sie versorgt das Haar intensiver mit Feuchtigkeit und macht es geschmeidiger – ohne es täglich zu überladen.

  4. Leave-in-Pflege nicht vergessen
    Leichte Fluids, Cremes oder Sprays ins handtuchtrockene Haar geben. Sie verlängern den Feuchtigkeitseffekt, zähmen Frizz und schützen vor weiterer Austrocknung.

  5. Spitzen zusätzlich schützen
    Längen und Spitzen sind meistens am stärksten porös. Ein paar Tropfen Haaröl oder Serum gezielt in diesen Bereichen können viel ausmachen – vorausgesetzt, Sie dosieren sparsam.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Sehr poröses Haar ist schnell überfordert: zu viele Produkte, falsche Inhaltsstoffe, zu viel Reibung. Häufige Fehler:

  • Zu häufiges Waschen
    Tägliche Wäschen ziehen zusätzlich Fett und Feuchtigkeit aus dem Haar. Wenn es geht, die Abstände zwischen den Waschtagen etwas vergrößern.

  • Aggressive Hitze
    Heißer Föhn, Glätteisen oder Lockenstab ohne Hitzeschutz setzen der Schuppenschicht weiter zu. Das summiert sich – oft sieht man die Schäden erst später.

  • Zu viel Protein auf einmal
    Protein kann feines oder geschwächtes Haar stützen, aber im Überschuss wird es hart, stumpf und brüchig. Besser ist ein ausgewogenes Verhältnis von Feuchtigkeit und aufbauenden Bestandteilen.

  • Reiben statt sanftem Umgang
    Kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch oder Bürsten im nassen Zustand rauen die Struktur weiter auf. Nasses Haar ist am empfindlichsten.


Erprobte Tipps, damit Ihr Haar Feuchtigkeit besser hält

Mit ein paar alltagstauglichen Anpassungen können Sie poröses Haar deutlich entlasten:

  • Lauwarm waschen, nicht heiß
    Sehr heißes Wasser öffnet die Schuppenschicht stärker. Lauwarmes Wasser reicht zur Reinigung und ist spürbar schonender.

  • Haar sanft trocknen
    Wasser vorsichtig ausdrücken, nicht rubbeln. Ein weiches Baumwoll-T-Shirt oder ein glattes, feines Handtuch reduziert Reibung.

  • Hitzestyling reduzieren
    Föhn, Glätteisen und Co. nur so oft wie nötig einsetzen – immer mit Hitzeschutz. Wenn Ihre Haarstruktur es zulässt, ist Lufttrocknen die schonendste Lösung.

  • Schutz beim Schlafen
    Ein lockerer Zopf, ein Seiden- oder Satinkissenbezug oder eine Schlafhaube nehmen Reibung aus der Nacht und verringern Haarbruch.

  • Regelmäßig Spitzen schneiden
    Spliss lässt sich nicht „zukleben“. Regelmäßige Schnitte halten die Längen kompakter, die Haare wirken dichter und insgesamt gesünder.


Kurz zusammengefasst

Sehr poröses Haar verliert Feuchtigkeit schnell, weil die Schuppenschicht stark aufgeraut ist. Sinnvolle Pflege setzt auf milde Reinigung, viel Feuchtigkeit, regelmäßige Kuren, durchdachte Leave-in-Produkte und konsequenten Schutz vor Hitze und Reibung. Es geht nicht darum, das Haar mit Produkten zu überladen, sondern die Struktur zu beruhigen, Feuchtigkeit im Haar zu halten und mechanische Belastung so gering wie möglich zu halten.


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