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Wie erkenne ich, ob meine grundlegende Haarpflege eher Volumen oder Glättung unterstützen sollte?

Mehr Fülle oder mehr Ruhe? So finden Sie heraus, was Ihre Haarpflege wirklich leisten sollte

Dichtes, griffiges Haar und zugleich ein glatter, geschmeidiger Fall – dieser Wunsch ist verbreitet, aber in der Praxis selten mit einer einzigen Basis-Pflege zu erfüllen. Meist braucht Ihr Haar eine klare Hauptausrichtung: eher Volumen oder eher Glättung. Entscheidend ist nicht, was auf der Flasche steht, sondern was Ihr Haar tatsächlich zeigt.

Im Folgenden lesen Sie, worauf Sie achten können, wie Sie Ihre Haarstruktur realistisch einschätzen – und wie Sie Ihre Routine anpassen, ohne Ihr Haar mit Produkten zu überladen.


Was Ihr Haar verrät: Struktur, Dichte und Verhalten im Alltag

Ob Volumen oder Glättung im Vordergrund stehen sollte, lässt sich weniger an Trends als an Ihren eigenen Haaren ablesen. Drei Beobachtungspunkte sind besonders hilfreich:

1. Haardicke und -menge

  • Fühlt sich eine einzelne Haarsträhne sehr fein, fast „unscheinbar“ zwischen den Fingern an? Dann neigt Ihr Haar eher dazu, flach anzuliegen und profitiert meist mehr von Volumen-Unterstützung.
  • Wirkt eine Strähne kräftig, dick oder leicht „drahtig“ und haben Sie insgesamt viele Haare? Dann geht es oft eher darum, zu glätten und zu bändigen.

2. Ansatz und Längen im Tagesverlauf

  • Hängt Ihr Ansatz schon wenige Stunden nach dem Waschen schlapp herunter, während die Längen eng am Kopf anliegen und kaum Form zeigen? Das spricht für eine Pflege mit Volumen-Schwerpunkt.
  • Werden Ihre Längen im Laufe des Tages immer voller, plustern seitlich auf oder bilden frizzige, aufgequollene Partien, während der Ansatz eher normal bleibt? Dann braucht Ihr Haar eher Glättung und Beruhigung.

3. Haaroberfläche und Frizz

  • Liegt die Schuppenschicht optisch relativ glatt an, das Haar wirkt aber trotzdem kraftlos und „ohne Leben“? Dann hilft häufig mehr Fülle statt zusätzlicher Glättung.
  • Fühlen sich die Längen rau, strohig oder wirken sie schnell frizzig – vor allem bei Feuchtigkeit? In diesem Fall braucht das Haar eher glättende, ausgleichende Pflege, damit die Oberfläche ruhiger wird.

So testen Sie im Alltag, was Ihr Haar wirklich braucht

Sie müssen keine professionelle Analyse buchen, um den Pflegebedarf grob einzuordnen. Einige kleine Tests im Alltag reichen oft aus.

Der Handspiegel-Check nach einem langen Tag
Stellen Sie sich bei normalem Licht vor den Spiegel und schauen Sie sich Ansatz und Längen bewusst an:

  • Der Ansatz ist flach, zeigt kaum Stand, dafür liegen die Längen relativ ruhig und glatt? → Der Schwerpunkt darf auf Volumen liegen.
  • Der Ansatz wirkt in Ordnung oder hat sogar etwas Stand, aber die Längen sind aufgeplustert, frizzig oder unruhig? → Glättung und Strukturberuhigung sind sinnvoller.

Der Zopf-Test
Binden Sie Ihr Haar zu einem lockeren Zopf:

  • Der Zopf wirkt schmal, fein und hängt eher kraftlos herunter, ohne viele abstehende Haare? → Eine Basis-Pflege mit mehr Fülle und Griff ist passender.
  • Der Zopf wirkt dick, unruhig, mit vielen abstehenden Härchen und „Wuscheln“? → Ihre Pflege darf stärker glätten, bündeln und beruhigen.

Der Luftfeuchtigkeits-Moment
Beobachten Sie Ihr Haar bei Regen, Nebel oder im Fitnessstudio:

  • Es wird noch platter, verliert an Stand und Struktur? → Volumenorientierte Produkte sind hilfreicher.
  • Es wird plötzlich größer, frizziger, schwer zu bändigen? → Glättung, Feuchtigkeitskontrolle und Strukturberuhigung sind hier wichtiger.

Typische Stolperfallen bei Volumen- und Glättungswünschen

Zu reichhaltig bei feinem Haar
Feines Haar wirkt schnell strähnig, wenn es mit sehr nährenden, öligen oder stark beschwerenden Produkten gepflegt wird. Dann bringt selbst ein aufwendiges Föhnen wenig, weil das Haar unter der Produktlast einfach in sich zusammenfällt.

Zu „leicht“ bei stark frizzigem, dickem Haar
Kräftiges, poröses oder stark gewelltes Haar braucht oft mehr Substanz in der Pflege: Öle, buttrige Texturen, glättende Wirkstoffe. Ist die Pflege zu leicht, steht das Haar eher noch mehr ab und sieht schnell trocken aus – auch wenn es sauber ist.

Alles gleichzeitig erwarten
Produkte, die „maximales Volumen und perfekte Glättung“ versprechen, klingen verlockend, können aber physikalische Grenzen nicht aufheben. In der Praxis ist es wirksamer, einen Schwerpunkt zu setzen und bei Bedarf mit Styling nachzusteuern: etwa Volumenschaum am Ansatz, glättendes Serum in den Längen.


Praktische Orientierung: So legen Sie Ihren Schwerpunkt fest

Ihre Basis-Haarpflege sollte eher Volumen unterstützen, wenn …

  • Ihre Haare insgesamt eher fein sind.
  • Ihr Ansatz schnell platt und anliegend wird.
  • Sie kaum Frizz haben, das Haar aber matt oder „leblos“ wirkt.
  • Frisuren schlecht halten, weil die Haare aus Spangen und Gummis leicht „durchrutschen“.

Ihre Basis-Haarpflege sollte eher glätten, wenn …

  • Ihr Haar eher dick, wellig oder lockig ist.
  • Sie ausgeprägten Frizz, fliegende Haare oder aufgeplusterte Längen haben.
  • Ihr Haar bei Feuchtigkeit sofort größer, krauser oder unruhiger wird.
  • Sie häufig das Gefühl haben, Ihre Haare „bändigen“ zu müssen.

Bleiben Sie in der Einschätzung unsicher, ist eine ausgewogene, eher leichte Basis-Pflege ein guter Ausgangspunkt. Den Feinschliff übernehmen dann Styling-Produkte: an manchen Tagen ein Hauch mehr Ansatzvolumen, an anderen mehr Glättung in den Längen.


Kurz zusammengefasst

Die Frage „Volumen oder Glättung?“ entscheiden Sie am zuverlässigsten, wenn Sie Ihr Haar im Alltag beobachten: Struktur, Dichte, Frizz-Neigung und Verhalten bei Feuchtigkeit sind die wichtigsten Hinweise. Feines, schnell zusammensinkendes Haar profitiert von Leichtigkeit und Fülle. Kräftiges, frizziges oder sehr voluminöses Haar fühlt sich mit glättender, beruhigender Pflege wohler.

Wenn Sie Ihre Routine daran ausrichten, wirkt das Haar oft deutlich gepflegter – ganz ohne eine ganze Armada an Zusatzprodukten.


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